Schalke

Warum Jermaine Jones' Zeit auf Schalke abgelaufen ist

Zur Rückrunde wollen sich der FC Schalke 04 und Jermaine Jones trennen. Lange war der US-Nationalspieler Leitwolf der Gelsenkirchener, zuletzt trug er trotz vieler Ausfälle in Nürnberg nicht einmal mehr die Binde. Jones' Leistungen passen nicht zu seinem fürstlichen Gehalt. Ein Kommentar.

Gelsenkirchen.. Alles hat seine Zeit. Als Jermaine Jones im Sommer 2007 nach Schalke wechselte, war dies einer der besten Transfers, die der damalige Manager Andreas Müller jemals getätigt hat – allzu viele gab es davon nicht. . .

Jones wurde schnell zum Anführer, er riss die Mannschaft mit und trug zeitweise die Kapitänsbinde. Einmal taugte Jones sogar als Beruhigungspille: Als die Vereinsführung im Krisen-Winter 2009 unbedingt gute Nachrichten brauchte, wurde sein Vertrag fix bis zum Sommer 2014 verlängert. Es heißt, seitdem soll Jones vier Millionen Euro pro Jahr kassieren.

Wie ein Relikt aus der Vergangenheit

Doch für dieses fürstliche Gehalt lieferte Jones zuletzt immer weniger Leistung ab. Mit seiner rustikalen Art und seiner ungenauen Spieleröffnung wirkte der Mittelfeldspieler in der Hinrunde wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Auf dem Platz erlaubte er sich Fehler und Disziplinlosigkeiten, im Innenverhältnis galt er als schwierig. Statt einen Leon Goretzka zu führen, sah er sich eher als Konkurrenten des 18 Jahre jungen Ausnahme-Talents. Und saß Jones einmal auf der Bank, war das wie Sprengstoff: Man musste immer damit rechnen, dass er explodiert.

Nun sucht Jones ein halbes Jahr vor Vertragsende eine neue Herausforderung. Alles hat seine Zeit. Auf Schalke ist sie für ihn abgelaufen.

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