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"Verpennt" - Schalke ärgert sich über die verpatzte erste Halbzeit

13.03.2013 | 02:22 Uhr
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Kapitän Benedikt Höwedes kann's nicht glauben: Schalke ist in der Champions League gescheitert.Foto: Federico Gambarini / dpa

Gelsenkirchen.  Schalke 04 scheiterte in der Champions League bereits im Achtelfinale. Im Rückspiel gegen Galatasaray Istanbul verschliefen die Königsblauen die erste Hälfte und verloren auch deshalb mit 2:3 (1:2). Wir haben die Schalker Stimmen zum Spiel gesammelt.

Jens Keller (Trainer FC Schalke 04): "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Ich habe im Moment keine Erklärung dafür, warum wir eine erste Halbzeit gespielt haben, wie wir sie schon vor Wochen gespielt haben. Jeder hat gemeint, es ginge mit fünf Prozent weniger. Die zweite Halbzeit war richtig stark. Unterm Strich darf man nicht vergessen, welche Ausfälle wir hatten."

Horst Heldt (Manager FC Schalke 04): "Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht. In der Champions League muss man vier Halbzeiten Top-Leistung bringen, um das Viertelfinale zu erreichen. Wir sind bestraft worden, weil wir eine dieser vier Halbzeiten nicht gut bestritten haben. Ich glaube - ohne das durch die blau-weiße Brille zu sehen - wir hätten es es schaffen können, in die nächste Runde zu kommen. Aber das ist das Geschäft. Es gibt sehr, sehr schöne Momente, wie am Wochenende im Derby gegen Dortmund. Aber das ist sehr schnell wieder vergessen, weil der heutige Tag ein bitterer Tag für uns ist. Wir hatten gute Chancen, weiterzukommen und haben es einfach verbockt. Jetzt sind wir raus. Schade. Wir müssen versuchen, uns zu stabilisieren, die Köpfe nach oben zu kriegen, auf die Bundesliga zu konzentrieren. Da müssen wir wieder nach vorne marschieren."

Heldt über die Gründe für die Niederlage: "Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht den Zugriff, den wir in den Spielen davor hinbekommen haben. Die Gegentore waren unnötig. Beim Ausgleich hat der Schiedsrichter ein Foul gesehen, das nur er gesehen hat. Trotzdem dürfen wir das Tor nicht bekommen. Beim zweiten verlieren wir den Ball in der Vorwärtsbewegung. Da haben wir uns dumm angestellt."

Heldt über die Psyche der Spieler nach dem Champions-League-Aus: "Natürlich müssen wir uns jetzt wieder aufrichten. Doch heute Abend hat dafür keiner mehr die Kraft. Jetzt muss jeder versuchen, damit zurechtzukommen und damit umzugehen. Jeder muss das für sich Revue passieren lassen. Du kommst sowieso nicht in die Köpfe der Spieler rein."

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Benedikt Höwedes (Kapitän FC Schalke 04): "Die Enttäuschung ist schon groß, weil wir heute die bessere Mannschaft waren. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir sind überhaupt nicht richtig ins Spiel gekommen. Wir waren nicht bereit, Extra-Meter zu machen, haben zwei Tore kassiert, die klar zu verteidigen und zu verhindern sind. Ich habe letzten Samstag noch gesagt, dass wir nicht nachlassen dürfen. Genau das hat mir in der ersten Halbzeit gefehlt: die Gier, erfolgreich zu bleiben. Das ist unheimlich bitter. In der zweiten Halbzeit haben wir dann unheimlich viel investiert und hatten zahlreiche Möglichkeiten. Wir haben uns vorzuwerfen, dass wir in der ersten Halbzeit nicht das abgerufen haben, was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat."

Höwedes über das 1:1: "Wir waren nicht bereit, in der eigenen Hälfte konsequent zu verteidigen. Das erste Tor darf zum Beispiel niemals fallen, weil wir in der Situation eine klare Zuteilung hatten. So ein Schuss muss einfach geblockt werden. Das ärgert mich."

Höwedes über das unglückliche 1:2: "Der Pressschlag, der auf Burak Yilmaz geht, war eine total unnötige Situation. Wir haben selber den Ball, überhaupt keine Bedrängnis, den Ball zu spielen, spielen ihn aber trotz zwei, drei Mann Überzahl so, dass wir in einen Pressschlag geraten. Dadurch komme ich in ein Laufduell mit Burak, versuche den Ball soweit zu blocken, dass Timo Hildebrand aus dem Tor kommen kann. Er kommt auch, ich habe ihn im Augenwinkel gesehen - aber er kommt leider nicht an den Ball. Ich habe gedacht, dass er einen Schritt mehr macht - aber das soll keine Schuldzuweisung an Timo sein. Wir sehen beide nicht gut aus - und Burak hat einfach seinen Fuß in der Situation richtig hochgehoben."

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Höwedes über die Aufstellung von Galatasaray: "Wir haben mit einer anderen Aufstellung gerechnet, haben Sneijder nicht auf der 10 erwartet. Wir haben nicht so die Mittel gefunden, dagegen zu agieren. Wir haben keine Anspielstationen gefunden."

Höwedes über die Leistung von Galatasaray: "Wir wussten, dass Galatasaray eine gute Mannschaft ist - aber auch eine schlagbare Mannschaft. Wir waren in beiden Spielen besser - aber so ist Fußball. Fußball ist manchmal nicht gerecht. Dass Galatasaray im Viertelfinale steht, hat nichts mit Cleverness von Galatasaray zu tun. Wir haben Galatasaray zu Toren eingeladen."

Höwedes über die Ziele in der Saison 2012/2013: "Volle Konzentration auf die Liga, dass wir wieder die Champions League erreichen, auch wenn es nur über den vierten Platz sein sollte."

Schalke ist raus

 

Kommentare
15.03.2013
10:16
Verpennt - Wieviel mal noch ?
von Sunny28 | #4

Zu "verpennt ",
ist eines nur zu sagen, wenn man sooft als normaler Arbeitnehmer seine Leistung
nicht bringen würde wie hier diese verwöhnten Fuzzies , dann hätte man EINPACKEN
können und wäre zu recht entlassen worden !
Entweder Profi oder nicht, wenn alle mal in ihrem Privatleben so leben würden wie Profis,
dann würden sie auch ihre Leistung auf dem Platz bringen, Basta !
Das ist eine Unverschämtheit was diese Rötz-Löffel den Zuschauern und Fans anbieten !
Man müsste diesen Versagern die Schüppe "als Training" in die Hand drücken !
Da könnten sie mal sehen wie normale Arbeitnehmer ihr schwer verdientes Geld reinbringen ! Ein Glück das man schon seit Jahren nicht mehr zu diesen Schwachköpfen
zum Fußballplatz rennt, man muß sich so nur halb ärgern, weil man einen Knopf hat zum umschalten, z.B. zum Barcelona Spiel ! Die sind weitaus effektiver und besser anzuschauen ! Glückauf !

13.03.2013
22:44
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.03.2013
16:13
Verpennt
von volkertt | #2

Da sind sie wieder, die Durchhalteparolen, "wir müssen nach vorne marschieren", "volle Konzentration auf die Liga", usw.

Kommt mir irgendwie bekannt vor.

Vorgestern wurden die Kritiker noch verspottet, die Zweifel hatten, dass der Verein mit Jens Keller wieder durchstarten kann.

Ein Blick auf die "Erfolgsbilanz" des Duos Keller/Heldt sagt alles:
DFB-Pokal - ausgeschieden, CL-ausgeschieden, BL - gegen BxB gewonnen (die nicht ihren besten Tag hatten).

1 Antwort
Volkert
von renibert | #2-1

Realitätsnahe Analyse!

13.03.2013
14:13
Mit einem richtigen Trainer wäre es nicht passiert
von Querdenker79 | #1

Das ist Fakt. Die Schalker gewannen zwar zuletzt Spiele, aber das war alles blinder Kraftakt und individuelle Klasse. Aber ein Idee, ein Spielsystem, eine Strategie war nie zu erkennen.

Gestern führte man 1:0 und ein guter TRainer hätte entsprechend reagiert.

Keller sagt es sei "ahnungslos" ob der 1. Hälfte. Dann würde ich sagen, räum Deinen Platz.

2 Antworten
Lesen hilft!
von Eigenart | #1-1

Keller hat von "ahnungslos" nichts gesagt. Er sagte lediglich, er habe keine Erklärung. Das ist ein Unterschied. Ahnungslos sind offenbar Sie.

Eigenart
von renibert | #1-2

Ein Schüler antwortet dem Lehrer ich habe keine Erklärung. Dann sagt der setzen 6, dafür dass du keine Shnung hast. eigenartige Bewertung? Nein, eindeutig!

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