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Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum "Feindbild Nr. 1"

07.09.2012 | 14:05 Uhr
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum "Feindbild Nr. 1"
Die Schalker Ultras wollen mit anderen Ultras-Gruppierungen gemeinsam gegen den DFB vorgehen. So soll vermehrt Pyrotechnik in Stadien abgebrannt werden.Foto: Martin Möller/WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.  Ultras des FC Schalke 04 haben dem DFB den Kampf angesagt. Die Fans sind sauer, weil nach den Gewalt-Ausbrüchen in der Bundesliga „die Repressionskeule“ geschwungen werde. Deshalb erklären die Schalke-Ultras den DFB zum "Feindbild Nr. 1" und fordern Proteste in allen Stadien in der Fußball-Bundesliga.

Zoff auf Schalke. Die Ultras Gelsenkirchen verschärfen den Konflikt mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB) . In einer internen Publikation der Fußball-Fans erklären die Ultras den DFB zum „Feindbild Nr. 1“. Sie fordern Proteste in allen Stadien. Hintergrund der Kampfansage der Fans: Die Ultras beklagen, dass unberechtigterweise „die Repressionskeule“ gegen aktive Fußballfans geschwungen werde .

So habe der DFB die Debatte mit den Fans um das kontrollierte Abrennen so genannter Pyrotechnik, also von Brandfackeln, in den Stadien unterlaufen.

Schalke-Ultras sind sauer über Verschärfung der Stadionverbote

Auf der einen Seite werde im öffentlichen Bild mit der Leidenschaft in den Arenen geworben – und dabei auch brennende Fackeln gezeigt, auf der anderen Seite würden Gespräche mit Fanverbänden einseitig beendet, wenn diese sich für ein kontrolliertes Abbrennen der bengalischen Feuer einsetzen würden. Der DFB äußerte sich auf schriftliche Anfrage zunächst nicht.

Der FC Schalke reagierte am späten Freitag auf die Ankündigung der Ultras: Es werde nicht geduldet, wenn Pytotechnik ins Stadion geschmuggelt werde. Auch beleidigende Spruchbänder würden umgehend entfernt. "Wir machen von unserem Hausrecht Gebrauch", sagte ein Sprecher.

Gefahr durch bengalische Fackeln im Stadion zu groß

Zudem erklärte der Sprecher, dass es unmöglich sei, kontrolliert im Stadion bengalische Fackeln abzubrennen. Behörden hätten die Voraussetzungen dazu auf Schalker Antrag hin in der Arena überprüft und festgestellt, dass die Gefahr auf jeden Fall zu groß sei, die von den Bengalos ausgehe.

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Weiter erzürnt die Schalker Ultras , dass die Strafen für unbotmäßiges Verhalten der Fans in den Stadien auf Drängen des DFB verschärft werden sollen. Stadienverbote etwa könnten in Zukunft für bis zu zehn Jahren ausgesprochen werden. Das kommt einem Hausverbot für die gesamte aktive Fan-Zeit der Ultras gleich, bevor diese sich in ihrem Enthusiasmus aufgrund ihres Alters mäßigen würden.

Ultras forden "Alle gegen den DFB"

Die Ultras schreiben, „der DFB fordert die Konfrontation und wird sie bekommen.“ Gemeinsam mit Ultra-Gruppierungen aus anderen Vereinen soll der Streit ausgetragen werden. Zitat: „Hier spielt das Ausleben des Vereindaseins keine Rolle mehr, hier müssen die unterschiedlichen Vereinsfarben außen vor bleiben.“

Was passieren kann, berichten Insider der Ultras . So soll vermehrt Pyrotechnik in den verschiedenen Stadien abgebrannt werden. Zudem soll der DFB dauerhaft und immer extremer in den verschiedenen Kurven mit Spruchbänder und Anti-Wechselgesängen angeprangert werden. Die Ultras fordern: „Alle gegen den DFB!“

David Schraven



Kommentare
28.09.2012
12:44
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von siebert2 | #109

dersanchez handelt mit bengalos.

24.09.2012
13:59
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von donjose | #108

Da ja Präsident und Manager den Ultras keine Grenzen setzen wollen,sollte sich "Feind NR.1überlegen den gesamten Verein uas dem DFB zu entfernen.

23.09.2012
15:59
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von juppiene | #107

Die haben doch alle nichts im Hirn. Warum kann man nicht anständig ins Stadion gehen,
sich das Spiel ansehen und fertig. Warum Bengalos usw., hat doch mit Fußball nichts
zu tun. Aber nein, sie wollen nur zerstören. ( z.B. das Schwimmbad im Saarland ). Aber wenn Du nichts im Hirn hast, merkst Du garnicht den Blödsinn den Du anstellst. Das ist
nämlich Sachbeschädigung mit eventueller Körperverletzung. Aber darüber setzen sie sich
einfach hinweg. Im Rudel sind sie stark. Sollen doch mal 1 gegen1 antreten diese Feig -
linge. Besser ist, sie würden ganz aus den Stadien verschwinden.

20.09.2012
19:47
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von Eifelzebra | #106

Der DFB darf sich doch nicht wundern. Ob Ultras jetzt cool sind oder nicht, die Fanvertreter von den Gesprächen damals auszugrenzen war arrogant ohne Ende. Was erwartet diese korrupte Rentnergang denn jetzt? Genau zu diesem Thema wären Gespräche notwendig gewesen, man hätte GEMEINSAM am Tisch gesessen.
Bevor ich in die falsche Schublade gerate: gegen Gewalt in den Stadien bin ich ohne Einschränkung

16.09.2012
10:43
Geld-Fußball ist ebenso wie die Ultras...
von J-Sch | #105

absolut bescheuert!

Mit dem Geld zur Überwachung der Ultras sollten die vielen kleinen Fußball-Vereine gefördert werden.

Aber leider werden ja schon die "Spieler" der Kreisklassen teilweise fürstlich entlohnt.

Also wird in einigen Jahren dieser "Fußball" nur noch Geschichte sein...

15.09.2012
18:27
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von Waposer | #104

Worum gehts hier eigentlich. Das Thema Bengalos ist doch längst durch und wird durch diese widerlichen Ultras nur wieder neu angeheizt! Feindbild Nr. 1!!!! Sind wir im Krieg oder was?? Ultras haben in keinem Stadion was zu suchen, die Vereine sollten auf das Geld was sie durch diese geistigen Tiefflieger einnehmen verzichten bevor irgendwas durch diese Bengalos passiert. Dann gehen vielleicht mal wieder mehr Zuschauer ins Stadion die durch diese Pappnasen davon abgehalten werden.

1 Antwort
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von musicman | #104-1

Vielen Dank, Sie sprechen mir aus der Seele !!!

14.09.2012
10:29
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von al-hamza | #103

o geht es nicht weiter. Wir müssen das sofortige Verbot des Wacken Open Airs fordern! Eine nicht mehr hinzunehmende Anzahl von Straftaten führt dazu, dass man gegenüber den sogenannten Metalfans sofort eine “null Toleranz” Strategie fahren muss. Innenminister Friedrich ist gefordert den Veranstalter in die Pflicht zu nehmen und umfassende Alkoholverbote und Stehplatzverbote einzuführen. Es ist unerträglich, was für eine massive Bedrohung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Wacken passiert. Und was tun die Verantwortlichen? Sie verharmlosen! Sie sprechen von einem sicheren und friedlichem Fest!



Laut SpOn hat es 430 Straftaten gegeben. Wenn wir dies mal umrechnen macht dies auf jeden Besucher 0,005 Straftaten (gerundet). Haben sie das mal mit Fußball verglichen? Bekannt ist ja, dass in der Fußballbundesliga der Untergang des Abendlandes erreicht ist und Innenminister Friedrich Stehplatzverbote erwägt und lebenslange Stadionverbote. Und hier kommen auf ca. 20 Millionen Besucher

13.09.2012
13:04
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von bonafide | #102

ich erkläre die Ultras zu den Feinden und Totengräbern des Fußballssports.

Irgenwann in naher Zukunft sind die Spieler Beiwerk und es zählen nur noch di Tote nund Verletzen um die Stadien

Erst die Frankfurter Schläger, dann die Ossis aus Dresden, von den larmoyanten Fortunen ganz zu schweigen bis hin zu dem Kotau der Geißböcke geht es nun zu den Königsblauen (wobei die Betonung wohl auf blau wie Droge Alkohol liegen sollte)

Schade um den Fußball, der bleibt bei dieser Sorter Fans aufder Strecke..fairplay ist ein Wort aus der Vergangenheit

12.09.2012
19:23
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #101

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

11.09.2012
13:28
Ultras des FC Schalke 04 erklären DFB zum
von astor97 | #100

irgendwo muss es Grenzen geben...und das ist Gewalt ...aber wer muss das ausbaden... die Polizei... ich bewundere jeden jungen Menschen, der diesen Beruf ausüben möchte und vermisse den Rückhalt aus Politik und auch den normalen Bürgern... aber der normale Bürger wird ja gar nicht mehr geschützt...weil die Polizisten nur bei Großeinsätzen verheizt werden... schönen Tag noch in diesem ach so friedlichen Lande...

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