Trotz Matips Wechsel steckt noch genug Schalke in Schalke

Mit Joel Matip (l.) geht ein Schalker Junge. Doch die Knappenschmiede wird wohl weitere Talente nachschieben. Auch Ralf Fährmann (r.) kam von dort zu den Profis.
Mit Joel Matip (l.) geht ein Schalker Junge. Doch die Knappenschmiede wird wohl weitere Talente nachschieben. Auch Ralf Fährmann (r.) kam von dort zu den Profis.
Foto: Getty
Mit Joel Matip verabschiedet sich ein weiterer guter Fußballer mit königsblauem Blut. Doch zum Glück gibt es die Knappenschmiede. Ein Kommentar.

Gelsenkirchen.. Glückwunsch, Jürgen Klopp. Der FC Liverpool hat eine gute Wahl getroffen: Joel Matip ist ein zuverlässiger Innenverteidiger, der in der nächsten Saison der Premier League die Abwehr des englischen Traditionsklubs verstärken wird.

Für den FC Schalke 04 ist dieser Wechsel bedauerlich. Denn nach Manuel Neuer und Julian Draxler verabschiedet sich ein weiterer guter Fußballer mit königsblauem Blut. Joel Matip spielte schon als Neunjähriger für Schalke, er nennt diesen Verein „eine große Familie“. Dass er sie jetzt verlässt, ist legitim. Er ist Profi, er will Neues erleben, und in England wird richtig gut bezahlt.

Auch Sané wird nicht ewig zu halten sein

Man darf das bedauern, man kann das aber auch als normalen Vorgang ansehen. Die Schalker müssen und werden damit leben – auch Leroy Sané wird sich nicht ewig halten lassen. Sie selbst haben dem VfL Bochum ja auch Leon Goretzka und Mainz 05 Johannes Geis weggeschnappt. Zudem besteht die berechtigte Hoffnung darauf, dass Norbert Elgert, der beste Jugendtrainer Deutschlands, der Profi-Abteilung weiterhin hervorragend ausgebildete Talente zuführt. Schon Benedikt Höwedes und Ralf Fährmann gingen durch seine Schule. Es steckt also noch genügend Schalke in Schalke. Auch wenn mal ein Sohn das Haus verlässt.