Sonderumlage in der Schalke-Satzung soll erhöht werden

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters
Schalkes Finanzvorstand Peter Peters
Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Die Mitglieder des FC Schalke 04 stimmen bei der Jahreshauptversammlung am 28. Juni über die Verdreifachung einer möglichen Zusatzabgabe ab.

Gelsenkirchen.. Der FC Schalke 04 will bei der kommenden Jahreshauptversammlung am 28. Juni die Voraussetzungen dafür schaffen, die Mitglieder im Bedarfsfall künftig noch stärker zur Kasse bitten zu können. Auf dem Tisch liegt ein Antrag der Satzungskommission, die Sonderumlage zu erhöhen. Darüber sollen die Mitglieder abstimmen.

Schalke könnte 150 Euro im Jahr zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag kassieren

Die Sonderumlage gibt es (auf dem Papier) in der Satzung schon jetzt: Das ist eine einmalige Zahlung bis zur Höhe eines Jahres-Mitgliedsbeitrages, um bestimmte Projekte zu finanzieren. Nun sollen die Mitglieder darüber abstimmen, ob diese Sonderumlage im Bedarfsfall auf bis zu drei Mitgliedsbeiträge erhöht wird. Im Klartext: Schalke könnte von einem Vollzahler dann 150 Euro im Jahr zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag kassieren. So stünde dem Verein ein zweistelliger Millionenbetrag zur Verfügung. Allerdings müssten die Mitglieder auch darüber noch einmal gesondert abstimmen.

Kommentar Schalkes Finanzchef Peter Peters sieht die Sonderumlage als eine Finanzierungsmöglichkeit im Status eines eingetragenen Vereins. Es wäre damit so etwas wie eine Light-Version des Vorschlags von Vereinschef Clemens Tönnies über eine freiwillige 1000-Euro-Abgabe eines jeden Mitglieds. Peters betont aber auf Anfrage der WAZ, dass es „derzeit keine Überlegung“ gebe, auch tatsächlich eine Sonderumlage von den Mitgliedern einzufordern. Es gehe nur darum, die Voraussetzungen für eine Erhöhung zu schaffen.

Der Antrag auf Erhöhung der Sonderumlage ist einer von zehn Anträgen zur Modifizierung der Vereinssatzung. Peters hält andere Anträge für bedeutsamer. Abgestimmt wird über sämtliche Anträge en bloc.