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Solche Schalker Siege schweißen zusammen

05.10.2009 | 08:38 Uhr
Solche Schalker Siege schweißen zusammen

Gelsenkirchen. Erleichterung beim FC Schalke 04. Nach all den wegen der angespannten Finanzlage negativen Schlagzeilen der vergangenen Tage gibt es durch sportliche Erfolge jetzt erst einmal wieder positive.

Der 2:0-Sieg am Freitag gegen Eintracht Frankfurt kam zur rechten Zeit und sicherte der Mannschaft vor der jetzt anstehenden Bundesligapause einen Platz im Führungstrio der Tabelle. „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben”, sagte Kapitän Heiko Westermann nach dem fünften Dreier im achten Saisonspiel. „Wir haben zwar nicht so toll gespielt. Aber gerade, wenn man dann trotzdem gewinnt, schweißt das zusammen.” In der Tat gab es gegen Frankfurt keine fußballerischen Leckerbissen zu sehen. Die Schalker mussten sich mühsam ins Spiel kämpfen, bevor sie belohnt wurde.

Manuel Neuer und Gerald Asamoah freuen sich über die dre Punkte.

Dass ausgerechnet der wenige Minuten zuvor eingewechselte Gerald Asamoah zwei Stunden vor seinem 31. Geburtstag am Samstag seine Mannschaft mit einer Art Kopfballtor auf die Siegerstraße brachte, war den Schalkern ein schöner Lohn für ihr engagiertes Spiel. Erst Sekunden vor dem Abpfiff steuerte Jefferson Farfan per Foulelfmeter den zweiten Treffer bei.

Die Torschützen waren wichtig, aber den eher stillen Helden im Schalker Mittelfeld gehört ein großer Anteil am Sieg. Rafinha (24), Lukas Schmitz (19), Christoph Moritz (19) und Levan Kenia (18) sind Namen, die man bis auf Rafinha eigentlich vor der Saison nicht auf dem Zettel hatte. Aber so langsam bekommen sie in der Liga mehr Gewicht.

Lukas Schmitz zum Beispiel, der Mittelfeldspieler, der eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehen war, nimmt eine geradezu erstaunliche Entwicklung. Er hat Übersicht, ist ballsicher, schnell und, das zeigt sich erst jetzt, er ist ein Freistoßschütze wie Christian Pander. Die Hereingabe vor dem 1:0 zeigte das. Der Ball war so scharf in den Strafraum getreten, dass jede Berührung Torgefahr bringen musste. Gerald Asamoah berührte den Ball, und der war drin, egal ob er nun mit dem Kopf, der Schulter, der Brust oder mit allem zusammen gespielt worden war.

Wenig später bei Asamoahs nicht gegebenem Handtor wiederholte sich die Szene noch einmal. „Das Tor haben wir so trainiert”, sagte Lukas Schmitz, bevor er mit den Schultern zuckte und erklärte: „Es ist oft so, dass knappe Spiele durch Standards entschieden werden, deshalb ist es gut, dass wir sie trainieren.”

Auch Levan Kenia gehört zur jungen Schalker Garde, der mitunter mit Glanz spielt, der aber, wenn es mal nicht so läuft, immer zumindest bis zum Umfallen Gas gibt. Im Spiel gegen Frankfurt wechselte Trainer Felix Magath ihn zwar aus, aber die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. „Nein, der Wechsel war nicht abgesprochen”, sagte er, aber der Georgier hatte ein selbstkritisches Einsehen. „Ich muss zugeben, dass ich richtig kaputt war. Die Beine waren ganz schön schwer”, sagte der Kilometerfresser.

So sehr seine Spieler den Sieg vor der Länderspielpause genossen, Trainer Felix Magath will die bundesligafreie Zeit nutzen, auch wenn viele seiner Schützlinge gar nicht vor Ort sind, was an sich eher hinderlich scheint. „Der Terminplan ist nun einmal so, damit muss man leben”, sagt er. „Gerade in einer solchen Pause haben wir doch Gelegenheit, mal richtig an unserer Offensive zu arbeiten, denn da gefällt mir einiges nicht” sagt er, und stellt weiter fest: „Die Spieler, die es betrifft, sind ja da.” Damit meint er Jefferson Farfan und Gerald Asamoah, die beiden Torschützen vom Freitag, und Kevin Kuranyi, der den Erwartungen wieder einmal hinterherhinkt.

Wolfgang Kerkhoff Manfred Hendriock

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Kommentare
06.10.2009
17:43
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von Rentner4rr | #21

Also eins muß ich ehrlich mal sagen ich war Jahre lang bei Schalke Profi doch wen ich die heutigen Spieler sehe bekomme ich Augenkrebs
da stolpern welche übern Platz die müssen beim Laufen einen Not Arzt an ihre Seite haben sonst Brechen die sich die Beine fürchterlich

06.10.2009
16:14
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von Serenity04 | #20

Das wäre doch eine gute Idee, wenn die Schalker-Spieler vorrübergehend auf ein Teil ihres Gehalts verzichten würden, damit der Verein finanziell wieder auf eine bessere Ebene zu kommt. Leider wird das nicht passieren, das Gleichr gilt übrigens auch für die anderen Mannschaften. Fußball ist nunmal nicht mehr das, was es mal war :-(

05.10.2009
17:06
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von kugelfisch71 | #19

...aber es gibt auch Vereine, die sich noch nicht einmal diese Aktien leisten können :-)

05.10.2009
10:59
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von BeKlopptinLiga2 | #18

#16
...soviel wie ein Blatt Sch.... hauspapier, aber nicht mal 3-lagig

05.10.2009
09:27
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von buersche | #17

wieviel kostet eine bvb aktie aktuell?

05.10.2009
08:39
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von Der Stefan | #16

@12052007:
Schon traurig, wenn ein Verein keine sportlichen Erfolge mehr hat und sich die Fans an Dinge erfreuen müssen welche schon Jahre zurückliegen... :)))))
Derbysieger, Derbysieger - Hey, hey... :) (26.09.2009)

05.10.2009
08:25
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von 12052007 | #15

Ich sag nur: 12.05.2007 - ist das nicht ein schönes Datum?

05.10.2009
07:38
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von Der Stefan | #14

Schön, was diese junge Truppe bis Dato geleistet hat.

05.10.2009
07:19
Blockierter Kommentar.
von miriam.lessmann | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.10.2009
00:50
Solche Schalker Siege schweißen zusammen
von hullahoop | #12

Nach all den wegen der angespannten Finanzlage negativen Schlagzeilen der vergangenen Tage gibt es durch sportliche Erfolge jetzt erst einmal wieder positive.

Das klingt für eine Unterzeile nicht nur schlichtweg grausam, sondern ist auch noch selbstreferentiell. Welcher Redakteur hat das verbrochen?

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