Senor Raúl – der stolze Spanier
07.11.2010 | 20:02 Uhr 2010-11-07T20:02:00+0100
Gelsenkirchen.Schalkes Trainer Felix Magath hat dem Spanier Raul eine absolute Ausnahmestellung eingeräumt. Beim Sieg gegen St. Pauli zahlte der Spanier dieses Vertrauen zurück.
Der respektvolle Umgang, den Raúl auf Schalke genießt, wird schon an einer Kleinigkeit deutlich. Wenn Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann den stolzen Spanier ankündigt, dann versieht er dessen Namen stets mit der etwas gediegenen Anrede „Senor“. Es heißt dann übers Stadionmikrofon also immer „Senor Raúl“, und dies geschieht nicht nur, weil die Fans den Namen so besser mitrufen können.
Raúl genießt auf Schalke einen absoluten Ausnahme-Status – dies wird sogar bei Felix Magath deutlich. Schalkes Trainer, der über sich selbst sagt, er könne gar „kein Schalke-Fan“ sein, spricht über Raúl, als wäre er dessen größter Bewunderer: Es sei eine helle Freude, einen solchen Spieler in der Mannschaft zu haben, schwärmt der 57-Jährige. Die Bewunderung geht soweit, dass er sein eigenes Fachwissen nicht über das des dreimaligen Champions-League-Siegers von Real Madrid stellt. Magath, der zu seiner aktiven Karriere ja selbst kein schlechter Balltreter war und den Hamburger SV 1983 zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister schoss, sagt sogar: „Raúl braucht von mir keine Tipps und Hinweise.“
Dabei hätte es sich Magath nach dem Schalker 3:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli leicht machen können und sich die Formsteigerung von Raúl auch ein bisschen selbst ans Revers heften können. Denn nachdem Schalkes Trainer im Anschluss an das trostlose 0:0 in der Champions League bei Hapoel Tel Aviv gesagt hatte, er würde sich von Raúl mehr Szenen im Strafraum wünschen, schoss der 33-Jährige nun zwei Tore und ebnete Schalke damit den Weg zum lange ersehnten ersten Heimsieg in der Bundesliga. Und weil Klaas-Jan Huntelaar ebenfalls einen Treffer erzielte, nachdem er Raúl in Tel Aviv noch zu mehr Präsenz im Angriff geraten hatte, schien die Kritik am Schalker Sturmspiel gefruchtet zu haben.
Allein: Magath hatte seine Worte an Raúl gar nicht als Kritik an dessen Spiel gemeint. „Er hat in Tel Aviv viel nach hinten gearbeitet, weil er der Mannschaft helfen wollte“, erklärte er. Diese Fleißarbeit rechnete er dem Stürmer umso höher an, weil dieser dadurch seine ureigenen Qualitäten hinten anstellen würde: „Gegen St. Pauli hat er gezeigt, dass er als bester Torjäger der Champions League seine Stärken im Strafraum hat.“
Magath hatte von vornherein gesagt, dass er es sich nicht verzeihen würde, wenn die Karriere des Stars auf Schalke unter seiner Leitung einen Knick bekommen würde – entsprechend hegt und pflegt er den Spieler und macht diesen damit quasi immun gegen Kritik. Während Schalkes oberste Entscheidungs-Gewalt sonst alles streng reglementiert, gewährt er Raúl die Freiheiten des Künstlers: „Er darf auf dem Platz spielen, wo er will.“ Vielleicht will er Raúl damit aber auch ein Stück weit bei Laune halten, damit dieser nicht eines Tages auf den Gedanken kommt, warum er sich zum Abschluss seiner Karriere überhaupt noch auf das Abenteuer Schalke eingelassen hat.
Bisher geht diese Taktik trotz des unbefriedigenden Saisonverlaufs auf. Nach dem Spiel gegen St. Pauli betonte Raúl erneut, wie „glücklich und zufrieden“ er sei. Auch die Diskussion über seine Rolle habe er nicht als Kritik empfunden – „das gehört dazu.“
Ein paar Brocken spricht der stolze Spanier mittlerweile sogar schon Deutsch: Bitte und Danke etwa – mit dem Wort Torriecher konnte er allerdings noch nichts anfangen. Doch nach der Übersetzung lächelte er: „Ich glaube schon, dass ich diesen Torriecher noch habe.“
Zweimal hatte Schalkes Stadionsprecher ihn an diesem Abend als Torschützen angekündigt, den „Senor Raul.“

09:28
#43 - ich habe am WE auch die Tore von Beckenbauer, Pele und Netzer bejubelt.
22:24
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20:06
Jetzt mal kurz weg vom Menschen Raúl, den ich als Sportler immer geschätzt habe und der auch meiner Meinung nach einen gewissen Respekt verdient:
Wenn Raúl immer noch Weltklasse ist, dann gilt das auch für Beckenbauer, Pele und Netzer ...
Raúl ist nach wie vor ein guter Fußballer, der aber tatsächlich seinen Leistungszenit schon weit überschritten hat.
Raúl kann man nur noch dann als Weltklasse bezeichenen, wenn man auch viele andere Schalker Spieler für Weltklasse hält. Wer das ernsthaft meint, hat komplett einen an der Waffel ...
Und das sage ich mit allem Respekt vor Raúl.
19:05
# renibert
stimmt, die Weltklasse reicht noch für Schalke und anderen Bundeligavereinen. Wüde er noch so gut sein wie beschrieben wurde, dann wäre er beim Weltklasseverein wie Real geblieben. 14 Mio. zahlte Real an Raul damit er aus dem Vertrag rauskam. So der Deal. Das vermindert die Gehaltskosten von 6 Mio.für ihn.
Vielleicht geht die Schere bei den Gehältern zwischen den neuen Spielern und den etablierten auseinander, weil auch Spieler wie Huntelaar und Jurado bestimmt nicht für weniger spielen als bei ihren Exvereinen Inter Mailand und Atletico Madrid?
Dann kann es mit dem Laufen für Raul schwierig werden.
15:30
Jetzt musste ich aber laut lachen, Raul und Weltklasse, das stimmte, das gehört der Vergangenheit an. Wann hat Raul das letzte mal für Spanien gespielt, wann wurde er noch bei Real eingesetzt? Günther Netzer war auch mal Weltklasse, aber es geht doch um das jetzt und heute. Aber Du hast Recht für Schalke reicht diese frühere Weltklasse aus, am Tabellenplatz deutlich abzlesen.
14:59
Ach mein lieber Renibert, das ist jetzt der letzte Kommentar den ich Dir schreibe. Für dich sind nur BXB Spieler Weltklasse, unerreichbar gut, sensationell usw.
Eine Fußballikone wie Beckenbauer der erzählt ja nur Dieses oder Jenes.
Da schau Dir mal den Klopp an, dann weist Du wer Dieses und Jenes redet. Nimm mal die schwach gelbe Brille ab, dann wirst auch Du vielleicht noch ganz andere Spieler sehen die Weltklasse sind, wie z.B. R A U L
Glück auf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
14:36
Franz Beckerbauer erzählt heute Dieses und morgen Jenes, wenn der schon bemüht werden muss...................Raul war ein guter Spieler bei Real Madrid, bis er eben in besagtes Abschiedsalter kam. Er im Gegensatz zu Metzelder ja noch 4 Jahre später als der. Eines haben beide gemeinsam; sie sind eben nicht mehr schnell genug. Ob Raul in Ober-Unter- oder Seitenkassel wohnt und den Mülleimer brav herunterträgt bzw. seine Frau gut behandelt und artig grüßt, was hat das mit Fußballspielen zu tun?
13:25
Wer hier etwas Schlechtes über Raúl schreibt, disqualifiziert sich doch selbst.
JEDER, der sich etwas für Fußball interessiert, weiß, dass Raúl zu den absoluten Ausnahmespielern gehört, auch mit 33 Jahren verfügt er noch über eine Spielkultur, die andere Profifußballer in ihrer ganzen Laufbahn nicht erreichen.
Selbst der Kaiser, der ja nicht gerade zu den Schalke-Fans zählt, hat schon öffentlich zugegeben, dass Raúl zu den ganz Großen im Fußball gehört.
13:23
@6
Wer will schon in Gelsenkirchen wohnen?
10:48
zu Renibert 35
Es geht hier nicht um S04 sondern um den Menschen Raul. Geniese doch den augenblicklichen Erfolg des BVB. Aber bitte spare dir doch deine unqulifizierten Aussagen hier im Schalke-Forum.