„Schwachmaten“: Schalke-Manager Heldt will seinen Ruf retten

Nennt seine Kritiker "Schwachmaten": Schalke-Manager Horst Heldt.
Nennt seine Kritiker "Schwachmaten": Schalke-Manager Horst Heldt.
Foto: Martin Möller
Was wir bereits wissen
  • Der FC Schalke 04 muss am Donnerstag in der Ukraine bestehen.
  • Manager Horst Heldt geht in Abwehrstellung – vor allem gegen seine Kritiker.
  • Der FC Schalke spielt in der Europa League gegen Schachtjor Donezk.

Lwiw.. Die sportliche Aufgabe ist anspruchsvoll genug: Der FC Schalke 04 gastiert am Donnerstagabend (21.05 Uhr, live in unserem Ticker) bei Schachtjor Donezk. Ausgetragen wird die Partie gegen den Tabellenführer der ukrainischen Premier Liga wegen der politisch weiterhin unsicheren Situation in der Fußballarena von Lwiw, nahe der polnischen Grenze. „Es hätte uns besser treffen können“, meinte Dennis Aogo, schließlich ist Schachtjar trotz des Abgangs von Alex Teixeira und der Sperre von Fred noch immer mit Stars, vor allem aus Brasilien, gespickt.

Schalke-Manager Heldt lässt die Vorwürfe nicht auf sich sitzen

Auch Schalke-Manager Horst Heldt ist mitgeflogen. Erst hatte zu Wochenbeginn manchen Angriff ertragen müssen. Nun schoss er jedoch zurück und verunglimpfte Kritiker, die ihm beim Abgang von Joel Matip schlechtes Management vorwerfen, als „Schwachmaten“.

Kernpunkt der Debatte ist, dass der begehrte Innenverteidiger am Saisonende ablösefrei zum FC Liverpool wechselt. Bei 18 Millionen Euro Marktwert mehr als ärgerlich, denn wer weiß, was die potenten Engländer für Matip zu zahlen bereit gewesen wären.

Heldt jedoch will den Vorwurf, die Vertragsverhandlungen zu spät vorangetrieben zu haben, nicht auf sich sitzen lassen: „Was denken die Leute denn, was ich mache? Dass ich in meinem Büro sitze, abends die Sterne am Himmel zähle und morgens die Wolken? Wir überlegen genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit einem Spieler zu sprechen“, unterstrich Heldt am Mittwoch.

Diebstahl-Verdacht Im Falle Matips sei es aber nicht möglich gewesen, Spieler und Berater davon zu überzeugen, entweder noch einmal zu verlängern – oder Schalke gegen eine satte Ablöse schon im Sommer 2015 zu verlassen. „All das habe ich versucht, um dann noch Geld zu verdienen. Aber das wurde abgelehnt - und vielleicht würde ich es als Berater auch so machen“, meinte Heldt. Das Handgeld für Spieler und Berater ist wohl deutlich lukrativer gewesen, als die Provision für einen neuen Vertrag beim FC Schalke.

Diebstahl: Tasche von Dennis Aogo geklaut

Und als wäre das alles nicht schon genug des Ungemachs, wurde Dennis Aogo am Köln-Bonner Flughafen auch noch die Tasche gestohlen. Einzelne Wertgestände konnten auf dem Parkplatz wiedergefunden werden, Laptop und Geld jedoch waren weg. Weiß Gott: Es hätte Schalke besser treffen können…