Schalkes Trainer Keller beweist Stehvermögen
10.03.2013 | 19:17 Uhr 2013-03-10T19:17:00+0100
Gelsenkirchen. Nach schwierigem, von Kritik begleitetem Dienstbeginn hat Trainer Jens Keller die Mannschaft des FC Schalke 04 stabilisiert. Bisher hat er nur die Zusage, bis zum Saisonende bleiben zu dürfen. Ein Kommentar.
Borussia Dortmund ist ein Verein, der in den vergangenen Jahren seriös geführt wurde und mit zwei Deutschen Meistertiteln in Serie alle Erwartungen weit übertraf. Auch wenn die Bayern in dieser Saison gefühlt schon seit November Meister sind, müsste die Mannschaft des BVB so gefestigt sein, dass sie Rückschläge wie den vom Samstag verkraften können wird.
Für Borussia Dortmund wäre der Derbysieg vor allem von emotionaler Bedeutung gewesen, für Schalke 04 ist er weit mehr: eine Befreiung, ein Aufschwung, ein Hoffnungssignal. Denn jetzt spricht wieder vieles dafür, dass die Schalker diese Saison, in die sie beachtlich gestartet und in der sie erschreckend abgestürzt waren, doch noch positiv abschließen.
Heimniederlage gegen Fürth auf dem tiefsten Punkt der Talsohle
Man fragt sich natürlich, was in dieser Mannschaft alles schief lief, als sie sich wochenlang schwer tat und auf dem tiefsten Punkt der Talsohle eine Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Fürth leistete. Denn was sie tatsächlich zu leisten vermag, bewies sie schon in Wolfsburg und erst recht gegen Dortmund. Begeisternde Offensive und traumhafte Kombinationen paarten sich mit konzentrierter Abwehrarbeit und leidenschaftlichem Einsatz.
Die Trendwende erzwungen, die Mannschaft wieder auf Kurs gebracht: Jens Keller, der wochenlang als - schlechte - Notlösung galt, hat sich spätestens mit dem Derbysieg als Schalke-Trainer über die Saison hinaus ins Gespräch gebracht - und die Vereinsführung in die Bredouille. Ein Kommentar
Unbestritten, dass an einer solchen erkennbaren Entwicklung der Trainer einen großen Anteil haben muss. Jens Keller blieb sich gegen alle Widerstände treu: Trotz der Vorbehalte, die es in Teilen der Öffentlichkeit gegen ihn gab, arbeitete er beharrlich weiter.
Der Interimstrainer hat den entgleisten blau-weißen Zug zurück auf die Schiene gestellt. Sollte er die Mannschaft nun auch noch in die Qualifikation zur Champions League führen, dürfte es schwer werden, eine Begründung für die Verpflichtung eines neuen Trainers zu finden.
19:40
Endlich kann Keller mal durchschnaufen und ein wenig in Ruhe arbeiten. Es ist ihm zu gönnen, ich hoffe, er macht seine Kritiker durch gute Arbeit und Erfolge der Mannschaft mundtot - in 4 Wochen wissen wir mehr.
18:24
Bin nicht der einzige, der diesem "Newcomer" zumindest mittelfristig von Anfang an mehr zugetraut hat als so manchem anderen, der hier so gehandelt wird.
20:21
Titel und Inhalt des Artikels passen nicht wirklich zusammen. In Teilen der Öffentlichkeit gab es Vorbehalte? Wenn ich mich recht entsinne, hat die WAZ fleissig mit draufgehauen! Soll das hier Wiedergutmachung sein? Einfach nur peinlich!