Schalkes Leroy Sané eifert Vater Souleyman nach

Torschütze für Schalke in Bernabeu: Leroy Sané.
Torschütze für Schalke in Bernabeu: Leroy Sané.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
„Sammy“ Sané war ein Bundesliga-Torjäger, unter anderem bei Wattenscheid 09. Sein 19-jähriger Sohn debütierte für Schalke 04 in der Champions League.

Madrid.. Diesen Jungen hatten sie selbst bei der Uefa, die bei ihrer Champions League nach Perfektion strebt, nicht richtig auf der Rechnung. Schalkes Torschütze zum 3:3 wurde in einer offiziellen Uefa-Grafik als „S. Sané“ geführt: S wie Souleyman oder einfach S wie „Sammy“ – seines Zeichens ein erfolgreicher Bundesliga-Torjäger aus den frühen 90er-Jahren. Für Schalke traf in Ma­drid aber natürlich Leroy Sané – der 19 Jahre alte Sohn von Souleyman Sané (54) und dessen Ehefrau Regina Weber (51) – früher eine sehr erfolgreiche Rhythmische Sportgymnastin.

Leroy Sané stand nach seinem Traum-Debüt in der Champions League kess in den Katakomben des Bernabeu-Stadions: Wer hat schon das Glück, gleich in seinem ersten Spiel in einer solchen Kathedrale des Fußballs ein Tor zu erzielen? „Natürlich freue ich mich sehr“, plauderte der Stürmer, der den spanischen Nationaltorwart Iker Casillas mit einem kunstvollen Schlenzer ins lange Eck überwand – vergaß aber auch nicht die Enttäuschung darüber zu erwähnen, dass es für Schalke am Ende eben nicht ganz gereicht hatte.

Schalke "Die Hosen voll"

Leroy Sané war schon nach einer halben Stunde eingewechselt worden – Papa Souleyman fieberte da zu Hause in Wattenscheid vor dem Fernseher mit und ahnte, was in seinem Sprössling vorgehen würde: „Ich wusste natürlich, dass er ein wenig die Hosen voll hat. Zumindest wird er Gänsehaut gehabt haben, als er aufs Feld lief – da kann er erzählen, was er will.“

Doch der 19-Jährige, der noch regelmäßig in der Schalker A-Jugend spielt, aber im Dezember auch in der Bundesliga schon ein Tor gegen den 1. FC Köln erzielt hat, gab gar nicht erst den coolen Jung-Profi. Im Gegenteil. Als er nach dem Spiel in der Kabine wieder zur Ruhe kam, dachte Leroy Sané nur daran, was er alles erlebt hatte: „Da waren schon viele gute Spieler dabei, an denen ich vorbeigelaufen bin.“ Ein Gefühl, an das er sich gewöhnen wird…