Schalkes Höwedes spricht über Di Matteos Strafenkatalog

Roberto Di Matteo weiß genau was er will. Daran müssen sich seine Spieler halten.
Roberto Di Matteo weiß genau was er will. Daran müssen sich seine Spieler halten.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Auf Schalke weht dank Roberto Di Matteo ein frischer Wind. Der neuer Trainer der Knappen hat den gleich am ersten Tag seinen Standpunkt erläutert und einen Strafenkatalog für die Mannschaft ausgearbeitet. S04-Kapitän Benedikt Höwedes spricht über die neuen Regeln des Coaches.

Gelsenkirchen.. Bei Amtsantritt macht Schalkes neuer Trainer Roberto Di Matteo klar, dass es ab jetzt nur noch einen Chef gibt - ihn selbst. Dass dem so ist, mussten die Spieler sehr schnell lernen. "Natürlich hat er neue Regeln aufgestellt. Der Strafenkatalog lag am ersten Tag auf der Bank - für alle gut sichtbar. Da geht es um die üblichen Dinge: Handy in der Kabine und Verspätung", verriet Benedikt Höwedes der "Bild"-Zeitung.

Das gab es unter dem Ex-Trainer nicht und muss für die Spieler des FC Schalke 04 ziemlich ungewohnt gewesen sein, schließlich genossen sie unter Jens Keller noch das unübliche Privileg den Strafenkatalog selbst zu erstellen.

Di Matteo erwartet viel von seinen Führungsspielern

Obwohl er Jens Keller stets verteidigte, rechtfertigt Höwedes die Trainerwechsel-Entscheidung der Schalke-Bosse: „Bei Misserfolg wird der Trainer als Erster ausgetauscht. Wir als Mannschaft haben kein großes Mitspracherecht. Jens Keller hat sich bei jedem einzelnen gemeldet und verabschiedet."

Laut Höwedes ist Di Matteo "ein ruhiger Typ, der klare Anweisungen erteilt, klare Vorstellungen hat und ein klares Spielsystem verfolgt, das er uns jetzt im Laufe der Zeit einimpfen wird. Er strahlt viel aus". Der klare Plan sieht so aus, dass der neue Coach ihn und Kevin-Prince Boateng direkt in die Pflicht genommen hat: "Er hat mit Kevin und mir Einzelgespräche geführt und gehorcht, wie es auf Schalke ist. Wir sind Führungsspieler, geben den Ton an. Ich bin der verlängerte Arm des Trainer-Teams. Natürlich möchte er mich und den Mannschaftsrat mit ins Boot holen.“

Das Ziel mit Schalke ist klar: "Wir möchten schnellstmöglich in die Bundesliga-Spitze - dorthin, wo wir hingehören!" Ebenso überzeugt ist er auch von einem Sieg der Nationalmannschaft gegen Irland: "Ich tippe auf ein 3:0. Allerdings bin ich der schlechteste Tipper auf Erden."