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Schalkes Höhenflieger behalten die Bodenhaftung

21.10.2012 | 16:44 Uhr
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So sehen Sieger aus: Die Schalker Marco Höger, Jefferson Farfan und Lewis Holtby (von links) nach Högers Treffer zum 2:0 im Revierderby in Dortmund.Foto: Alex Grimm/Getty Images

Dortmund.   Die Königsblauen genießen ihren Derbysieg in Dortmund, doch sie träumen jetzt nicht von der Meisterschaft, sondern sehen sich in ihrer Entwicklung auf einem guten Weg. Über ihre Nervenstärke in der Schlussphase waren sie nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen selbst überrascht.

Das sah schon lustig aus, als die Schalker in der Nordost-Ecke des Dortmunder Stadions vor ihren Fans tanzten – und einer von ihnen dabei auf einem Bein hüpfte. Lewis Holtby, der in der 86. Minute wegen Wadenkrämpfen vom Feld geholt worden war, gab noch einmal alles, diesen Spaß wollte er auf keinen Fall verpassen. Er war ja so stolz, sogar auf die Verletzung: „Drei Krämpfe in 15 Sekunden – das war ein Zeichen dafür, dass wir heute viel gearbeitet haben.“

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Ohne Frage: Diesmal gab es über die Haltung der Schalker nichts zu meckern, diesen 2:1-Sieg im Derby in Dortmund hatten sie sich durch die Verknüpfung von fußballerischem Können mit hohem Engagement verdient. Sie trumpften selbstbewusst auf, sie verkrochen sich nicht, sie knickten nicht ein. Nach dem 0:2 gegen Bayern München war ihnen berechtigterweise Resignation vorgeworfen worden, nach dem 2:2 in Düsseldorf Arroganz, nach dem 2:2 gegen Montpellier Naivität. An diese Spiele wird Trainer Huub Stevens gedacht haben, als er erfreut bilanzierte: „Man muss in einer Saison auch mal einen Schritt zurück machen. Aber wenn du dann wieder zwei Schritte nach vorne gehst, kannst du mit der Entwicklung zufrieden sein.“

Diesmal vergaßen seine Profis nicht im Laufe des Spiels all das, was er ihnen zuvor eingetrichtert hatte. Sie hatten die richtigen Lehren gezogen aus ihren Blamagen, auch aus den letzten direkten Vergleichen mit den Dortmunder Borussen, in denen ängstliche Schalker klar unterlegen waren.

Clever nutzten sie nun die Schwächen im taktisch neu formierten Dortmunder Defensivverbund aus. Und neben ihrer Willensstärke fiel auch ihre Disziplin auf. „Die Dortmunder konnten nur immer wieder quer oder ganz lang spielen, weil wir kompakt gestanden haben und nie ihr Spiel zugelassen haben“, analysierte treffend der tadellose Torwart Lars Unnerstall, der erst am Samstagvormittag erfahren hatte, dass er den Vorzug vor Rückkehrer Timo Hildbrand bekommen würde.

Kommentar
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Für Ordnung sorgten vor allem zwei Strategen vor der Abwehr, die nicht zu den Zauberern zählen, sondern meistens schnörkellos der Mannschaft dienen: Roman Neustädter und Marco Höger interpretierten die im modernen Fußball so bedeutende Sechser-Rolle perfekt.

Zwei ganz starke Sechser

Die beiden bestachen durch Umsicht, sie stellten die Passwege zu und hatten obendrein noch bemerkenswerte Offensivszenen: Roman Neustädter leitete das 1:0 durch Ibrahim Afellay ein, indem er den spurtenden Rechtsverteidiger Atsuto Uchida mit einem Traumpass aus der Tiefe der eigenen Hälfte bediente. Und der statt Jermaine Jones aufgebotene Marco Höger krönte seine Leistung mit dem 2:0, als er zuerst den Ball eroberte, sich dann einen Reisepass von Lewis Holtby ausstellen ließ und schließlich den Sololauf cool abschloss. „Ich war überhaupt nicht nervös“, versicherte der Torschütze, der sich nur beim Jubeln sorgte: „Ab dem Fünften, der auf mir lag, wurde die Luft langsam dünn da unten.“

Schalke feiert Derbysieg

Als Joel Matip die Riesenchance zum 3:0 ungenutzt ließ und dem BVB schon kurz danach das Anschlusstor gelang, musste Schalke Schlimmes befürchten. „Trotzdem haben wir die Ruhe bewahrt“, betonte Kapitän Benedikt Höwedes, der über diese Nervenstärke durchaus verwundert war: „Das hat mich beeindruckt, dass wir so weit sind.“

Fünf Punkte vor Dortmund sind schon ein feines Polster, und so ein Derbysieg gibt natürlich Auftrieb. Trotzdem blieben die Schalker angenehm realistisch. „Wir brauchen jetzt nicht mit der Meisterschaft anzufangen, die Bayern werden das Rennen machen“, meinte Benedikt Höwedes. „Wir müssen versuchen, uns dahinter einzureihen.“

Peter Müller

Kommentare
22.10.2012
20:05
Geballte Kompetenz
von PaulPanter | #2

"...auch aus den letzten direkten Vergleichen mit den Dortmunder Borussen, in denen ängstliche Schalker klar unterlegen waren."

Die Älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern, im April 2012 beim Heim-
1:2 des S04 gegen den BVB redete keiner vom ängstlich pp. Das Spiel wurde
als weitgehend ausgeglichen kommentiert.

Mannomann...

22.10.2012
10:48
Schalkes Höhenflieger behalten Bodenhaftung
von Heiko04 | #1

Genau die richtige Einstellung.

Der Derbysieg war klasse für das Selbstbewusstsein der Truppe und wichtig für das Gemüt der Schalke Fans. Jetzt ist gegenüber den ganzen BVB Experten, auch hier im Forum, mindestens bis März Ruhe im Karton.

Am Mittwoch wartet ein mindestens genauso schweres Auswärtsspiel auf uns, bis Weihnachten geht es nun Schlag auf Schlag.

5 Antworten
Heiko, der Schalke-Experte....
von westfaIenborusse | #1-1

Nach 2 Jahren "hinten anstellen" gönnen Dir die Dortmunder den
ersten Erfolg von ganzem Herzen. War ja auch verdient.
Und bei aller Rivalität wünsche
ich, ob Du es glaubst oder nicht, sogar viel Erfolg in der CL.

Hahaha
von Heiko04 | #1-2

Sagt einer, der zwei Tage vor dem Derby noch schrieb:

"Schalke hassen wie die Pest, ein Spruch von Kevin (Großkreutz wohl gemerkt, Anm. Von mir) und ganz tief im Herzen sehe ich es ähnlich...wobei ich den Ausdruck "Hass" ersetzen würde durch "Ablehnung und Ignoranz"..."

Und im selben Kommentar großkotzig vermeldete:

"Auch ohne Götze, Hummels und Kuba werden wir ein Kampfspiel sehen
und am Ende mit 2:1 wieder die Nr.1 im Pott sein!"

Soviel dazu, dich nimmt doch niemand mehr ernst, Kollege. Kannst auch jetzt nichts mehr beschwichtigen, indem du einen erzählst von wegen du würdest uns Schalkern was gönnen und viel Glück für die Champions League wünschen... Bla bla bla

Wer dich hier regelmäßig liest weiß doch, das du nur S**** laberst.

Wird mal wieder Zeit für einen neuen Nick inklusive neues Image.

Ist hart, ich weiß, aber hast es nicht anders verdient.

1-2
von westfaIenborusse | #1-3

Heiko dreht auf und zeigt sein wahres Gesicht. 2 Jahre hinter dem ungeliebten Nachbarn immer freundlich und Kreide gefressen, aber jetzt wird aufgedreht.
Du tust mir nur noch leid. Den von mir zitierten Spruch mit meiner Veränderung kann doch Jeder auf Schalke genau umgedreht 100pro unterschreiben:
Ich hasse den BVB nicht, sondern als Schalker würde ich Hass durch Ablehnung und Ignoranz ersetzen. Zieh Dich dran hoch und zitiere mich weiterhin, auch nach dem 3. Zitieren wird es nicht glaubwürdiger. Und einen 1:2 Sieg gegen an dem Tag wirklich schlechte Borussen und sehr gute Schalker ist kein total falsches Ergebnis, wenn selbst Schalker hier im Forum von einem Remis oder gar einer Niederlage ausgegangen sind. Was ist daran "großkotzig"? Genauso absurd ist Dein Verfolgungswahn und die unverschämte Unterstellung, ich wäre "axel_spring" oder "gelb-schwarzes-maskottchen". Es zeigt aber, wie verbissen Du bist und mein Tipp wäre mal Abschalten und Hobbys suchen:-)
Double-Meistergrüsse aus DO

Hui Westfale
von Heiko04 | #1-4

Jetzt hast du es mir aber gegeben.

Ich muss glatt weinen...vor lachen...

Erzähl ruhig noch mehr von dem Kappes a la Hobbies suchen etc. Du kennst ja alle hier in und auswendig, deswegen sind deine Ratschläge gern genommen.

Gruß vom Derbysieger und der Nr. 1 im Revier.

Jau...
von westfaIenborusse | #1-5

Und plane nicht so viel rund um die Meisterschaftsfeier...
Die Bayern sind auch noch da...und wenn die nicht wollen...
the same procedure as every year :-)
Gruss vom besten Meister aller Zeiten (Stichwort 81-64) ....schmunzel....

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Schalkes Höhenflieger behalten die Bodenhaftung
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/schalkes-hoehenflieger-behalten-die-bodenhaftung-id7214660.html
2012-10-21 16:44
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