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Schalkes Fuchs ist im Derby-Fieber

23.11.2011 | 14:13 Uhr
Schalkes Fuchs ist im Derby-Fieber

Gelsenkirchen.  Christian Fuchs hat beste Erinnerungen an den Signal-Iduna-Park. Mit Mainz 05 kam Fuchs in der vergangenen Saison in der 89. Minute zum 1:1 bei Borussia Dortmund. Jetzt kehrt Fuchs mit Schalke zurück. Die Vorfreude ist groß, aber Fuchs sagt: "Die Dortmunder sind sehr gefestigt."

Auf Rang neun lag der FC Schalke 04 nach sechs Spieltagen und hatte gerade mal neun Punkte, als Huub Stevens das Trainer-Erbe von Ralf Rangnick antrat. Inzwischen hat der 57-Jährige die Bilanz der Königsblauen deutlich aufgebessert, von 21 möglichen Punkten 16 geholt und Platz vier erklommen

Besser war in dieser Phase nur eine einzige Mannschaft in der Fußball-Bundesliga: der Deutsche Meister Borussia Dortmund, der die Schalker am Samstag (15.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) im Signal-Iduna-Park empfangen wird. Das Team von Trainer Jürgen Klopp sammelte in dieser Zeit 19 Zähler und kletterte von Rang elf auf zwei.

Huub Stevens lacht am meisten

Das Ergebnis der Arbeit Huub Stevens' und seines Teams in den vergangenen Wochen wird an einer selbstverständlichen Kleinigkeit deutlich, die auch beim Training am Mittwochvormittag nicht zu übersehen ist: Es wird viel und laut gelacht – und der, der am meisten lacht, ist Huub Stevens selbst. Er braucht auch noch gar nicht zu erzählen, dass er sich auf das Derby der Derbys freut. Ist es denn schon ein Signal, dass an diesem Mittwochvormittag im Trainingsspielchen genau die elf Akteure kein Leibchen tragen, die am vergangenen Samstag beim 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg die Startelf gebildet haben? Wer weiß? Einer jedenfalls ist froh, dass er überhaupt dabei sein darf, auch wenn er ein Leibchen tragen muss. Sead Kolasinac (18), der U-19-Nationalspieler und Kapitän der Schalker A-Junioren, bildet zusammen mit Christoph Metzelder eine Innenverteidigung.

Kaum Sorgen zu machen, dass er am Samstag nicht als linker Verteidiger in der ersten Schalker Elf stehen wird, braucht sich Christian Fuchs. Und der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft ist auch schon im Derby-Fieber, obwohl er ein solches in der Fußball-Bundesliga noch nie bestritten hat. „Man fühlt’s halt, dass die Stimmung steigt, dass es knistert“, sagte der 25-Jährige. Schließlich hätten die Schalker Fans schon die letzte halbe Stunde des Nürnberg-Spiels diesem Derby gewidmet. „Die Freude“, sagt Christian Fuchs, „ist riesig.“

Dieser Mittwoch ist auch der erste Tag, an dem die Derby-Vorbereitung schon etwas speziellere Züge einnimmt, an dem sich die Schalker die Dortmunder auch auf der Mattscheibe ansehen müssen. Diese Video-Analyse scheint jedoch gar nicht so sehr nötig zu sein. Christian Fuchs weiß auch so, was ihn erwartet. „Die Dortmunder sind sehr gefestigt“, sagt er. „Sie haben in München gewonnen, was nicht jeder Mannschaft gelingt.“ Aber? „Im Supercup haben wir sie schon geschlagen. Und laut Tabelle ist es ein Spiel auf Augenhöhe.“

Fuchs und Holtby haben beste Erinnerungen

Klar: Wie auch Lewis Holtby hat Christian Fuchs beste Erinnerungen an den Signal-Iduna-Park, als sie gemeinsam mit dem FSV Mainz 05 in der vergangenen Saison in der 89. Minute zum 1:1 kamen und sich Torwart Christian Wetklo vor den BVB-Fans aufbaute. Am 19. März war das. „Das wieder zu erleben, wäre schon was Geiles. Ich kann mich an das Bild erinnern. Der hat“, sagt er in Anspielung auf Lewis Holtbys Worte, „Eier bis zum Boden gehabt.“

Schalker Jubelbilder

Seine besondere Brisanz erhält das Derby am 26. November auch dadurch, dass die Schalker mit einem Sieg an den Dortmundern vorbeizögen und mächtig Druck auf Tabellenführer FC Bayern München ausübten. Obwohl ja, wie Huub Stevens gesagt hat, nur hinter diesen Bayern alles möglich sei. „Wir tun gut daran, den Ball flach zu halten“, sagt Christian Fuchs. „Wir wollen das Wort eigentlich gar nicht in den Mund nehmen.“ Welches? „Das könnt ihr interpretieren, wie ihr wollt.“ Meisterschaft? Schalkes Nummer 23 schmunzelt. Vom internationalen Geschäft könne gesprochen werden. „Aber alles andere“, sagt er, „ist noch zu weit in der Ferne.“

Andree Hagel

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Kommentare
25.11.2011
17:26
Ja Gaul...
von OstwestfalenBVB | #3

fair-play ist das Zauberwort. Auf dem Platz, hoffentlich mit einem starken Schiri, fair und ohne Verletzungen und im gesamten Umfeld vor und nach dem Spiel keine Gewalt.

Können wir denen aus Dresden, Rostock oder Frankfurt (um nur mal 3 zu nennen) nicht einfach mal zeigen, dass das Ruhrgebiet mehr kann, als Fußball mit Zerstörung und Hass zu verbinden?

Es wird die Tagesform entscheiden, manchmal nur Millimeter, Alutreffer, Schiri-Bewertungen und das Quentchen Glück. Fußball spielen können beide Mannschaften.

Glück auf und möge der Bessere gewinnen

24.11.2011
11:21
Schönes und Ruhiges Spiel
von Gaul | #2

ich wünsche mir das es ein schönes spiel wird.
das die fangruppen vernünftig bleiben und sie keine randale veranstalten.
es wäre gelogen, wenn ich mir keinen schalker sieg wünschen würde ,
aber es sollte in ruhe geschehen.
GLÜCKAUF
Fair -Play

24.11.2011
05:25
Auf dem Teppich bleiben
von Kreuzritter | #1

Wird schwer genug am Samstag in der Wellblechhütte was zuholen.
Ball flachhalten und vollen Einsatz auf dem Platz zeigen, dann geht was.
Darum auf gehts Schalke kämpfen und siegen.

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