Schalke will Avdijaj verleihen - Santana hat Mitleid mit BVB

Donis Avdijaj (r.) wird Schalke wahrscheinlich vorübergehend verlassen.
Donis Avdijaj (r.) wird Schalke wahrscheinlich vorübergehend verlassen.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
In der Winterpause wird sich das Schalke-Aufgebot noch einmal verändern. In unseren Splittern geht es zudem um den BVB und ein Ehemaligentreffen.

Gelsenkirchen.. Die Spieler des FC Schalke 04 vergnügten sich nach dem 0:0 gegen den Hamburger SV zunächst noch bei der Weihnachtsfeier - danach verabschiedeten sie sich in eine zweiwöchige Winterpause. Am 4. Januar 2015 geht's mit den Fanclub-Besuchen weiter. Viele Spieler werden die kurze Urlaubszeit nutzen, "um runterzukommen", wie Felipe Santana bestätigte.

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Manager Horst Heldt kümmert sich derweil um Änderungen im Aufgebot. Einige Spieler stehen vor dem Absprung - zum Beispiel der 18-jährige Donis Avdijaj. Das Super-Talent mit der 49-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel stürmt im Moment mit eher mäßigem Erfolg für die Regionalliga-Mannschaft der Schalker und stand zuletzt nur wegen eines Autounfalls in den Schlagzeilen. Nun soll Avdijaj verliehen werden, wie Heldt am Samstagabend bestätigte: „Das ist ein Thema. Es gibt Interessenten. Wir werden eine Entscheidung treffen, was zu Donis passt, ob es interessant für ihn und uns ist."

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Huntelaar Avdijaj dürfte gehen - und im ersten Rückrundenspiel gegen Hannover 96 (Samstag, 31. Januar, 15.30 Uhr, live in unserem Ticker) fehlt wohl auch Eric Maxim Choupo-Moting, der mit Kamerun um den Sieg im Afrika-Cup kämpft. "Das ist schade für uns und für den Verein. Aber Choupo spielt gern für sein Land, das kann man verstehen", sagte Sturmpartner Klaas-Jan Huntelaar. Kapitän Benedikt Höwedes zeigte sich kämpferisch: "Wir mussten in der Hinrunde auf ähnliche Qualität verzichten, wenn man sieht, wer alles ausgefallen ist. Damit sind wir auch klargekommen."

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Während sich die Schalker trotz der mageren Nullnummer gegen den HSV versöhnlich zeigten, läuft es beim Revierrivalen Borussia Dortmund alles andere als gut. Ein Königsblauer hat dennoch Mitleid mit dem BVB - der Ex-Dortmunder Felipe Santana: „Ich habe noch Kontakt zu einigen Spielern, wir haben immerhin sechs Jahre zusammen erlebt. Es ist traurig zu sehen, was in Dortmund passiert. Ich bin jetzt ein Schalker, deshalb kann ich nur sagen, dass ich weiß, dass Dortmund wegen der Qualität und Mentalität der Mannschaft aus dieser Situation wegkommt. Ob Dortmund noch einen Platz im internationalen Geschäft erreicht, wird die Zukunft zeigen. Es wäre für mich super, wenn Dortmund weiter in der 1. Bundesliga spielt.“

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Etliche Schalke-Idole, die viele, viele Revierderbys spielten, liefen 15 Minuten vor dem Anpfiff ein. Die Königsblauen hatten erstmals zu einem Ehemaligentreffen geladen - und viele Schalker aus allen Generationen kamen, ob "Oldies" wie "Tanne" Fichtel, Rüdiger Abramczik und Ennatz Dietz, Eurofighter wie Mike Büskens, Marc Wilmots, Ingo Anderbrügge und Olaf Thon oder Spieler aus der 2001-Vizemeister-Elf wie Nico van Kerckhoven, Tomasz Waldoch und Oliver Reck. Einen Extra-Applaus gab es für den ehemaligen Schalke-Manager Rudi Assauer.