Schalke wärmt sich für die Jahreshauptversammlung auf

Moderator Florian Hartmann (links), daneben die Antragskommission (von links): Peter Peters, Stefan Schorlemmer, Heiner Tümmers, Günther Reipen, Jan Henke,Thorsten Altfeld und Dr. Stephan Kleier.
Moderator Florian Hartmann (links), daneben die Antragskommission (von links): Peter Peters, Stefan Schorlemmer, Heiner Tümmers, Günther Reipen, Jan Henke,Thorsten Altfeld und Dr. Stephan Kleier.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
69 Mitglieder des FC Schalke 04 informierten sich am Dienstagabend über den zur Abstimmung gestellten Satzungsänderungsantrag der Antragskommission.

Buer.. „MitGEredet“, das steht fest, soll keine einmalige Sache bleiben. Der FC Schalke 04 will sein neues Format auch in Zukunft nutzen, um den Dialog mit seinen Mitgliedern zu suchen. Am Dienstagabend um exakt 19.04 Uhr ging es auf der Zeche Hugo in Buer um den Informationsaustausch zur Mitgliederversammlung, die am 28. Juni in der Veltins-Arena stattfinden wird. 69 Mitglieder nutzten die Gelegenheit, sich über den zur Abstimmung gestellten Satzungsänderungsantrag der Antragskommission zu informieren.

Die Antragskommission, die aus Vertretern der Fanorganisationen sowie aus Gruppierungen und Gremien des FC Schalke 04 besteht, arbeitet schon seit September zusammen und informierte am Dienstagabend umfassend.

Für viel Zündstoff bei den Mitgliedern und Fans hatte im Vorfeld die beantragte Satzungsänderung zum Thema Sonderumlage gesorgt. Der Verein soll in Zukunft die Möglichkeit haben, von seinen Mitgliedern einmalig den dreifachen Jahresbeitrag zu fordern. Einige Zweifel konnte die Antragskommission durchaus ausräumen, aber nicht alle.

Finanzvorstand und Kommissionsmitglied Peter Peters beteuerte mehrfach, dass eine Umlage derzeit nicht geplant sei. Außerdem habe das letzte Wort sowieso die Mitgliederversammlung. Die Umlage dürfe nur für „ideelle Zwecke“ verwendet werden, sagte Peters und nannte beispielhaft dafür eine Sporthalle für die Tischtennisabteilung, oder aber den Bau von Trainingsplätzen für ganz junge Spieler.

Der „Gemeinsame Ausschuss“

Einige Mitglieder wollten seinen Worten dennoch nicht so recht trauen, sie vermuten hinter dem Thema Sonderumlage vielmehr ein Ablenkungsmanöver, um den Fokus von brisanteren Themen zu nehmen. Wie zum Beispiel der geplante neue „Gemeinsame Ausschuss“, der in Zukunft über die Besetzung des Ehrenrats entscheiden soll. Der Ehrenrat ist befugt, Mitglieder wegen vereinsschädigenden Verhaltens auszuschließen. Der neue Ausschuss soll sich unter anderem auch aus Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats zusammensetzen.

Kommentar Einige Teilnehmer befürchten, dass die neue Regelung die Verschachtelung zwischen den Gremien fördern könnte und der Vereinsführung unangenehme Mitglieder aussortiert werden könnten. Anderseits wurde aber auch betont, dass die neue Regelung ein Fortschritt zur aktuellen undemokratischen Blockabstimmung ist. Der Ehrenrat, das bleibt unverändert, soll auch weiterhin aus fünf Mitgliedern, aus zwei „Richtern“ und drei „Schöffen“, bestehen.

Für große Erleichterung soll bei vielen Mitgliedern sorgen, dass nun klar ist, unter welchen Umständen die von vielen befürchtete Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung möglich ist. Nur eine außerordentliche Mitgliederversammlung soll diese mit einer Dreiviertelmehrheit beschließen können. Kommissionsmitglied Dr. Stephan Kleier stellte dazu fest: „Mit dem neuen Passus schaffen wir Rechtssicherheit. Die Ausgliederung steht auf einer Höhe mit der Auflösung des Vereins.“

Gegen 21 Uhr, zum Abschluss der Veranstaltung, hallte dann das Steigerlied „Glück Auf“ durch die alte Zechenhalle in Buer. Schalke einstimmig – zumindest bis zur Mitgliederversammlung am 28. Juni in der Veltins-Arena.