Schalke verzeiht Huntelaar - Heldt: "Das war nicht bösartig"

Kann's nicht glauben: Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar (Mitte) sah die Rote Karte.
Kann's nicht glauben: Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar (Mitte) sah die Rote Karte.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Der Stürmer flog fünf Minuten vor dem Schlusspfiff des Bundesligaspiels gegen Hannover 96 vom Platz. Manager Horst Heldt hofft auf eine milde Strafe.

Gelsenkirchen.. Die Fans des FC Schalke 04 hatten Klaas-Jan Huntelaar den Fauxpas schon direkt nach dem Schlusspfiff verziehen. Sie riefen "Hun-te-laar! Hun-te-laar!" und versuchten, ihren Torjäger nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg über Hannover 96 aufzubauen. Fünf Minuten vor Schluss hatte der "Hunter" die Rote Karte gesehen, nachdem er Manuel Schmiedebach in der Spielhälfte der Gäste umgeholzt hatte. Schiedsrichter Stegemann deutete das als grobes Foulspiel - und mit dem Feldverweis lag er richtig.

Das bezweifelte fast kein Schalker. Manager Horst Heldt zum Beispiel sagte: "Das kann man so entscheiden." Torschütze Marco Höger ergänzte: "Der Klaas weiß selbst, dass er Mist gebaut hat." Torwart Fabian Giefer fügte letztlich hinzu: "Auf dem Platz bin ich davon ausgegangen, dass es ein taktisches Foul war. In der Zeitlupe aber habe ich gesehen, dass es doch etwas schwerwiegender war." Lediglich Trainer Roberto Di Matteo sagte, dass eine Gelbe Karte auch gereicht hätte. "Ich glaube", sagte Di Matteo, "dass Klaas versucht hat, den Ball zu erobern. Das ist ihm nicht gelungen. Schade, dass er die Rote Karte bekommen hat."

Schalke-Manager Heldt rechnet mit einer milden Strafe

Einzelkritik Alle hoben hervor, dass Huntelaar eigentlich ein fairer Sportler sei. "Das war keine böswillige Aktion. Ich hoffe, dass er schnellstmöglich wieder bei uns ist", erklärte Giefer. Höger sagte: "Das ist nicht seine Art. Im Fußball sind immer viele Emotionen dabei, da sollte man so etwas verzeihen können. Der Klaas ärgert sich am meisten darüber." Horst Heldt rechnet mit einer milden Strafe: "Er ist kein Wiederholungstäter - und es war kein bösartiges Foul. Klaas wollte den Angriff unterbinden - und das hätte er geschickter machen können."

Huntelaar selbst sagte nichts. Nicht vor den TV-Kameras, nicht in der Mixed Zone - und am Samstagabend äußerte sich auch nicht bei Twitter oder Facebook. Das Auswärtsspiel in München am Dienstag (20 Uhr, live in unserem Ticker) und das Heimspiel gegen Mönchengladbach am kommenden Freitag (20.30 Uhr, live in unserem Ticker) dürfte er verpassen.