Schalke und Dortmund stehen vor schweren Neuausrichtungen

Zweikampf beim Spiel Dortmund gegen Schalke: Christian Fuchs (links), der Schalke verlassen wird, gegen Henrikh Mkhitaryan, von dem sich Borussia Dortmund mehr versprochen hat.
Zweikampf beim Spiel Dortmund gegen Schalke: Christian Fuchs (links), der Schalke verlassen wird, gegen Henrikh Mkhitaryan, von dem sich Borussia Dortmund mehr versprochen hat.
Foto: Sascha Steinbach/Getty Images
Beide Ruhrgebiets-Bundesligisten haben in dieser Saison ihre Ziele nicht erreicht, auch wenn der BVB noch den DFB-Pokal gewinnen kann. Radikalkuren allerdings sind nicht möglich. Ein Kommentar

Essen.. Auf Schalke sind die Fans seit Wochen sauer, und dass sie ihrem Ärger am Samstag beim schon peinlichen „Erfolg“ gegen Paderborn Luft machten, ist verständlich. Was da allerdings in solchen von Emotionen geleiteten Augenblicken vertont wird, ist nicht mehr als deutlicher Protest. Alle raus, alles neu – das ist kein Konzept.

Transfermarkt „Außer Fährmann könnt ihr alle geh’n“, sangen die frustrierten Anhänger. Aha, also auch Meyer, Draxler, Goretzka, Kolasinac, Sané, Matip, all diese bisherigen Hoffnungsträger für die Zukunft? Und Di Matteo weg, und Heldt weg, und Tönnies weg – und dann?

Der BVB sollte sich mit Geduld neu ausrichten

Krasse Umbrüche lassen sich leicht fordern, aber nur schwer umsetzen, viele langfristige Verträge verhindern Radikalkuren. Auch Borussia Dortmund wird bei der nach dieser Schreckenssaison dringend nötigen Neuausrichtung besonnen vorgehen müssen und ein glücklicheres Händchen bei Verpflichtungen brauchen. Immobile und Ramos waren Fehlgriffe, auch Mkhitaryan und Ginter erfüllten nicht die in sie gesetzten Hoffnungen.

Bei den Gladbachern dagegen hat alles gepasst. Den Borussen ist deshalb zuzutrauen, dass sie sogar den Verlust der Nationalspieler Kramer und Kruse kompensieren können.