Schalke und die Sonderumlage - Geld ist immer heikel

Steht vor einer turbulenten Jahreshauptversammlung am 28. Juni: Schalke-Boss Clemens Tönnies.
Steht vor einer turbulenten Jahreshauptversammlung am 28. Juni: Schalke-Boss Clemens Tönnies.
Foto: imago
Selbst wenn die Schalke-Mitglieder den Antrag zur Erhöhung der Sonderumlage abnicken, ist eine Umlage noch nicht beschlossen. Ein Kommentar.

Gelsenkirchen.. Es könnte sicher einen besseren Zeitpunkt geben, um mit Gedanken über eine Erhöhung der Sonderumlage an die Öffentlichkeit zu gehen. Schalke kann aber bei seinen Plänen für die Zukunft keine Rücksicht auf die Tagesaktualität nehmen – schon allein aufgrund von Fristen, die vor der Jahreshauptversammlung einzuhalten sind. Doch unabhängig vom Zeitpunkt und gegenwärtigen Turbulenzen: Wer ist schon begeistert, wenn es um einen Griff ins eigene Portemonnaie geht?

Vereinspolitik Deswegen ist ganz wichtig: Es geht bei der anstehenden Jahreshauptversammlung zunächst einmal nur darum, ob die Voraussetzungen zur Erhöhung der Sonderumlage geschaffen werden. Selbst wenn der Antrag am 28. Juni bei den Mitgliedern durchkommt, ist damit noch keine Umlage beschlossen. Darüber müsste erneut abgestimmt werden, wenn der Verein Bedarf anmeldet.

Denkbar wäre etwa der Umbau des Schalker Vereinsgeländes

Von Schalke heißt es, dass die Gelder eine Sonderumlage „zweckgebunden“ zur Finanzierung außergewöhnlicher Projekte eingesetzt werden könnten. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang etwa der Umbau des Vereinsgeländes. Und, hoffentlich, niemals der Gedanke, dass man damit zumindest indirekt auch das Millionen-Gehalt eines neuen Stars finanzieren könnte.