Schalke-Ultras singen wieder - protestieren aber weiter

Mit diesem Banner reisen die Schalke-Ultras nach Hamburg.
Mit diesem Banner reisen die Schalke-Ultras nach Hamburg.
Foto: imago
Nach dem Boykott im Heimspiel gegen den SC Paderborn wollen die Ultras des FC Schalke 04 ihr Team im Auswärtsspiel beim HSV wieder unterstützen.

Gelsenkirchen.. Boykott war einmal: Im letzten Saisonspiel beim Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr, live in unserem Ticker) wollen die Fans des FC Schalke 04 nach einer Aufforderung der Ultras ihre Mannschaft wieder von der ersten bis zur letzten Minute unterstützen. In einer auf der Fanklub-Homepage publizierten Erklärung heißt es: "Jedoch nicht, weil unsere Mannschaft, wie erhofft, in den letzten 90 Minuten ein Zeichen gesetzt oder gar für unsere Unterstützung im letzten Spiel in dieser Saison in Vorleistung getreten ist, sondern weil wir gemeinsam an diesem Tag für unseren Verein und unsere Farben singen wollen."

Warum der HSV für Schalke-Ultras ein Paradebeispiel ist

Die Ultras kündigten gleichzeitig an, auch in Hamburg mit mehreren Plakaten zu protestieren. Gerade der HSV sei nach Auffassung der Schalker Ultras "ein Verein, welcher (...) bemerkenswert bewiesen hat, in welche Lage ein Traditionsverein durch eine inkompetente und planlose sportliche Leitung sowie Vereinsführung geraten kann." Am Beispiel des HSV könne jeder Schalker sehen, "dass eine Ausgliederung der Profiabteilung und Umwandlung in eine AG bei weitem nicht das versprochene Allheilmittel ist." Neben verschiedenen Spruchbändern wollen die Ultras deshalb ein Banner mit der Aufschrift "Eingetragener Verein" im Gästeblock befestigen.

Zudem riefen sie alle mitreisenden Schalker auf, in alten Trikots anzureisen. "Am besten von Spielern, welche in der Vergangenheit gezeigt haben, welche Einstellung Spiel für Spiel an den Tag gelegt werden muss, um sich unser Wappen auf der eigenen Brust zu verdienen!", heißt es. (aer)

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