Schalke tritt auf der Stelle - Nullnummer in Augsburg

Schalke und Augsburg teilten sich am Ostersonntag die Punkte.
Schalke und Augsburg teilten sich am Ostersonntag die Punkte.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Schalke 04 hat es am Ostersonntag verpasst einen big point im Kampf um die europäischen Plätze zu landen. Die Partie beim FC Augsburg endete torlos.

Augsburg.. Die Champions League rückt für Schalke immer weiter in die Ferne: Nachdem die Königsblauen am Sonntag beim FC Augsburg nicht über ein 0:0 hinauskamen, sehen sie von den Mitbewerbern Leverkusen (acht Punkte voraus) und Mönchengladbach (zehn Punkte Vorsprung) nur noch die Rücklichter. In Augsburg drängte Schalke erst in der zweiten Halbzeit entschlossen auf einen Sieg - der Auftritt im ersten Durchgang war einfach nur enttäuschend.

Goretzka-Comeback währt nur eine Viertelstunde

Dabei hatte Roberto Di Matteo exakt die Mannschaft aufgeboten, die man nach den Eindrücken zuvor erwarten durfte. Mit Fährmann, Höwedes, Goretzka und Choupo-Moting kehrten vier Stamspieler in die Elf zurück, dafür blieben Wellenreuther, Sane, Ayhan (verletzt) und Neustädter (gesperrt) draußen. Für den früheren Nationalspieler Sam war aufgrund der vielen Rückkehrer nicht einmal ein Platz im Kader frei; so gut waren die personellen Voraussetzungen. Allerdings währte das Startelf-Comeback von Leon Goretzka nur eine Viertelstunde: Dann musste er schon wieder gegen Aogo ausgewechselt werden, nachdem er sich ohne erkennbare gegnerische Einwirkung erneut verletzt hatte.

Einzelkritik Schalke hatte sich von der Rückkehr-Welle frischen Schwung erhofft, aber zu sehen war davon herzlich wenig: Die Partie war überaus zerfahren, es kam überhaupt kein Spielfluss auf. Schalke wirkte körperlich und gedanklich langsam und kompensierte diese Mängel mit vielen Fouls. Einmal hatte Joel Matip das Nachsehen gegen Da Silva Caiuby und holte den Augsburger auf dem Weg zum Tor mit einem Foul von den Beinen - Schiedsrichter Florian Meyer beließ es aber zurecht bei der Gelben Karte, weil Matip nicht letzter Mann war (34.).

Die Augsburger brannten auch kein spielerisches Feuerwerk ab, waren aber auch dank ihrer Freistöße gefährlicher, wengleich Ralf Fährmann kaum richtig geprüft wurde. Schalkes spielerische Leistung war in der ersten Halbzeit einfach nur arm an Klasse - ein Schüsschen von Aogo nach einer vorhergehenden Kombination zwischen Höger und Barnetta fiel schon positiv auf (26.). Für einen Champions-League-Aspiranten, der Schalke ja sein will, war das wieder mal viel zu wenig.

Mit Farfan folgte der Systemwechsel

Das sah offenbar auch Di Matteo so, und so machte er zur Pause einen klaren Schnitt: Er wechselte Jefferson Farfan für Christian Fuchs ein und stellte auf ein glasklares 4-2-3-1-System um. Max Meyer spielte auf der Zehn, Choupo-Moting (links) und Farfan (rechts) sollten Huntelaar im Zentrum füttern. Und in der 54. Minute hatte Schalke tatsächlich die beste Chance des gesamten Spiels: Barnetta erkämpfte sich den Ball, setzte Huntelaar in Position, doch der schoss zu zentral, so dass Augsburgs Torwart Marwin Hitz die Fäuste dazwischen bekam.

Schalke war jetzt sehr viel präsenter, fand eine bessere Zweikampf-Einstellung und auch spielerische Ansätze. Wie es gehen könnte, zeigte sich in der 69. Minute: Meyer schlug einen öffnenden Pass auf Farfan, der flankte vors Tor, wo Huntelaar nicht ganz an den Ball kam. Zwei Minuten später prüfte der “Hunter” erneut Hitz, die Blauen machten nun wenigstens Druck. Augsburg hatte in der Zwischenzeit mit Baba sogar einen Sonderbewacher für Farfan eingewechselt, weil Schalke durch die Umstellungen neues Leben eingehaucht bekam. Doch für einen Sieg war das am Ende wieder zu wenig.