Schalke trainiert mit Mini-Profi-Kader - elf Spieler fehlen

Mal wieder angeschlagen: Schalkes Kevin-Prince Boateng.
Mal wieder angeschlagen: Schalkes Kevin-Prince Boateng.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Neben den sechs Langzeitverletzten fehlten weitere fünf Profis: Huntelaar, Boateng, Uchida, Sam und Giefer. Bei einem Spieler gibt es aber Hoffnung.

Gelsenkirchen/Essen.. Dienstags wird am Ernst-Kuzorra-Weg richtig geschuftet. Steht gerade keine Englische Woche an, wird auf Schalke zweimal trainiert. Vormittags stehen intensive Spielformen auf dem Programm, am Nachmittag übergibt Roberto Di Matteo seine Spieler dann an die beiden Athletiktrainer Ruwen Faller und Henrik Kuchno. Einer, der deshalb montags versucht, früh ins Bett zu kommen, ist Marco Höger. „Dienstags ist unser trainingsintensivster Tag. Da weiß man am Abend, warum man Fußballer geworden ist“, sagt er und lacht.

Mini-Profikader bei Doppelschicht

Allerdings trat am Dienstag nur ein Mini-Profikader zur Doppelschicht an. Neben den Langzeitverletzten Julian Draxler, Sead Kolasinac, Jefferson Farfan, Ralf Fährmann, Chinedu Obasi und Leon Goretzka fehlten der im Moment ohnehin gesperrte Klaas-Jan Huntelaar, Kevin-Prince Boateng, Atsuto Uchida, Sidney Sam und Fabian Giefer.

Huntelaar gönnte sich wegen einer Erkältung noch einen zusätzlichen freien Tag. Atsuto Uchida ist ebenfalls erkältet. Boateng ließ sich wie schon am Montag am Unterschenkel behandeln, soll aber auch in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren. Sidney Sam leidet immer noch unter muskulären Problemen. Giefer hat seine Zerrung noch nicht auskuriert.

Höwedes Auch deshalb bediente sich Cheftrainer Roberto Di Matteo wieder bei den Teams der Knappenschmiede. Aus der U23, die parallel auf dem Kunstrasenplatz trainierte, standen gleich vier Spieler auf dem Rasen des Parkstadions: Torwart Michael Gspurning, Sercan Göcer und Florian Pick trainierten erstmals mit den Profis. Stürmer Joy-Lance Mickels war schon mit im Trainingslager in Katar. Aus der U19 machten Torwart Leon Brüggemeier und Thilo Kehrer mit.

Fitnesszustand hat sich gebessert

Marco Höger ist nach seiner Oberschenkelverletzung, die er sich im ersten Rückrundenspiel gegen Hannover 96 zuzog, auf jeden Fall wieder topfit. „Sicher merkt man zwischendurch noch etwas, aber das ist nach einem so intensiven Spiel wie gegen Mönchengladbach normal. Die zwei freien Tage haben gut getan“, sagt der 25-Jährige.

Der Fitnesszustand der Mannschaft habe sich in der Winterpause enorm verbessert, stellt Höger fest: „Die Mannschaft hat körperlich durchweg ein gutes Gefühl“, sagt er.

Di Matteos Vertrauen tut Höger gut

Höger stand am Freitag gegen Mönchengladbach nach nur einer einzigen Trainingseinheit gleich in der Startelf. Überrascht war er aber nicht. „Ich denke, dass ich das Vertrauen mit Leistung zurückgezahlt habe“, sagt er. In der Tat. Der Mittelfeldspieler machte eines seiner besten Saisonspiele. Höger spürt das Vertrauen von Roberto Di Matteo, das tut ihm gut: „Unsere Zusammenarbeit ist gut. Der Trainer führt viele Einzelgespräche, nimmt die Spieler zur Seite.“

Stilfrage Jetzt gilt die ganze Konzentration Eintracht Frankfurt. Die Schalker sind am Samstag um 18.30 Uhr in der Commerzbank-Arena zu Gast. Das Achtelfinale der Champions League gegen Real Madrid, heute in einer Woche, spielt laut Höger deshalb in den Köpfen der Spieler noch keine Rolle. „Die Bundesliga ist das tägliche Brot für uns. Wenn wir uns zu sehr auf Real fokussieren, erleben wir am Samstag einen bitteren Tag“, sagt er. „Außerdem ist Eintracht gut gestartet, hat gegen Wolfsburg ein Unentschieden geholt. Das wird ein hartes Stück Arbeit.“