Schalke-Trainer Stevens sieht Bayern „meilenweit voraus“
30.10.2011 | 22:32 Uhr 2011-10-30T22:32:01+0100
Gelsenkirchen. Schalke überzeugt beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim, sieht sich aber deswegen nicht in der Rolle des Bayern-Verfolgers. Für den Titel komme nur der Rekordmeister in Frage, betonte S04-Trainer Huub Stevens.
Horst Heldt zog die Schnute zusammen – er wusste, dass von seinem Trainer jetzt Contenance gefragt war. Denn Huub Stevens lässt sich nicht gerne in eine Rolle drängen, die er nicht selbst vorgegeben hat. Und so war Obacht geboten, als auf Schalke plötzlich das B-Wort fiel. B – wie Bayern-Jäger.
Die Allergie auf alles, was irgendetwas mit M wie Meisterschaft zu tun hat, hat ihre Ursachen in der Vergangenheit. Auf Schalke haben sie stets schlechte Erfahrungen damit gemacht, wenn man sich von hohen Zielen treiben lässt und der ganze Verein deswegen auf einmal Herzrasen bekommt. Sogar Manager Horst Heldt kennt das schon, obwohl er erst seit eineinhalb Jahren Teil des Ganzen ist. Als rheinische Frohnatur drückt er es so aus: „Dieser Verein kann mit Euphorie gut umgehen – er findet manchmal nur nicht das richtige Maß.“
Vor dem Spiel gegen Hoffenheim hatte sich Heldt deswegen fest vorgenommen, im Falle eines weiteren Sieges „alles in Schutt und Asche zu reden“, um die Begeisterung in die richtigen Bahnen zu lenken. Doch als es dann soweit war, Schalke mit 3:1 gewonnen hatte und damit auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle geklettert war, da hielt es auch Heldt nicht mehr bei seiner Schutt-und-Asche-Taktik: „Weil wir so gut gespielt haben.“
Hoffenheimer Phantom-Überlegenheit
Es war nicht so, dass Schalke ein Feuerwerk abgebrannt hätte. Aber es war eine reife Leistung, taktisch clever und abgezockt. Eine Vorstellung, bei der man deutlich die Handschrift von Trainer Huub Stevens erkennen konnte. Der hatte nach der 1:2-Niederlage vor zwei Wochen gegen Kaiserslautern Korrekturen in der Defensive vorgenommen, und seitdem hat Schalke in vier Spielen viermal gewonnen und nur noch ein Gegentor kassiert. Schalke spielt nun kompakter und stabiler als unter Ralf Rangnick, der die Siege im Hurra-Stil einfahren wollte. Gegen Hoffenheim hatten die „Blauen“ laut Statistik nur 39 Prozent Ballbesitz, aber die daraus resultierende Phantom-Überlegenheit der Gäste nannte selbst ihr Trainer Holger Stanislawski „für die Katz’“.
Auch die erste Hoffenheimer Aufregung um das Schalker 1:0 durch Raúl in der 28. Minute hatte sich schnell gelegt. Raúl hatte sich den Ball nach einer Flanke des starken Julian Draxler selbst gegen die Hand geschossen – von da prallte die Kugel ins Tor. Weil Schiedsrichter Tobias Welz das Tor gab, obwohl er den Spanier sofort dazu befragte, schimpfte TSG-Torwart Tom Starke zunächst: „Selbst so ein Sportsmann hat es nötig zu lügen.“ Dabei machte Raúl gar keinen Hehl daraus, dass er den Ball mit der Hand berührt hatte: „Aber es war keine Absicht. Da ist es egal, ob der Ball ans Knie, an die Brust oder an die Hand springt.“ Auch Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner betonte, alles sei korrekt gewesen: „Die Hand ging nicht aktiv zum Ball. Das war keine Absicht.“ Schalkes Sieg hatte also Hand und Fuß – nachdem Klaas-Jan Huntelaar mit einem Doppelschlag (73., Elfmeter und 76.) seine Liga-Tore Nummer neun und zehn dieser Saison erzielt hatte.
Stevens will Realist bleiben
Selbst nach dem 1:1 durch Vedad Ibisevic (63.) verlor Schalke diesmal nicht die Linie. „Wir haben clever gespielt und Stabilität gezeigt“, lobte Stevens – und befand nach dieser Leistung wieder, dass in dieser Saison für Schalke sehr viel möglich sei. Aber eben hinter Bayern – für den Titel komme nur der Rekordmeister in Frage. Das hatte er schon einige Male betont, weshalb nun Obacht geboten war, als Stevens erneut in die Rolle des Bayern-Jägers gedrängt wurde.
In früheren Zeiten hat der Niederländer bei solchen Gelegenheiten Journalisten auch schon mal gefragt, ob sie Kroketten auf den Ohren hätten, weil sie ihn offenbar nicht verstehen würden. Dagegen war seine Antwort diesmal fast schon tiefenentspannt: „Man muss auch realistisch sein. Bayern ist Schalke meilenweit voraus“, sagte er. Jeder Sieg würde das Selbstvertrauen weiter stärken, „aber bitte keine Überheblichkeit – denn die passt nicht zu Schalke.“
Stevens hatte die Contenance bewahrt. Alles war gut.

12:58
Jeder Club in der Liga könnte sich glücklich schätzen, einen Mann wie Raúl in seinen Reihen haben zu dürfen. Für mich ist der Señor in allen Belangen ein absolutes Vorbild und hat es gar nicht nötig hat, sich mit einem irregulären Tor zu schmücken. Das verbietet ihm seine Ehre und seine Verkörperung als ehrenwerter Sportsmann.
Vor dieser untadeligen Persönlichkeit kann man nur den Hut ziehen und etliche Menschen könnten von ihm noch eine Menge lernen.
Der Sieg geht völlig in Ordnung und gut isses!
Horrido und Glück auf!
moin moin Master!
Wie immer von Dir, sehr fair beurteilt. Ich glaube, zwischen den meisten Usern herrscht Einigkeit, was unseren enor Raul angeht. Er hat wirklich keine Lüge nötig. Aber es gibt eben immer so Unverbesserliche, die es anders sehen. Ich beachte solche Leute gar nicht.
Dir jedenfalls wünsche ich mit Deiner Trachtengruppe für Mittwoch einen Sieg und damit den endgültigen Einzug in das Achtelfinale. Wer weiss, vielleicht wird der Traum von U. Hoeness wahr, ins Endspiel bis nach München zu kommen. Ich wünsche Euch das jedenfalls sehr. Und Dir ganz besonders.Fairness sollte sich ja mal auszahlen.
In der Liga könntet ihr ja mal das ein oder andere Pünktchen liegenlassen.:
Also viele Grüße an Dich nach HH.
Glück auf und horrido!
Danke für die fairen Worte, sie klingen aufrichtig !
Sportsmann eben.......? ;-
Schliesse mich den Worten von heidimaus an und drücke den "Roten" auch die Daumen,ist ja wohl klar !
mit den Pünktchen unterwegs liegen lassen auch, "wir" versuchen mal dran zu bleiben..... :-
Glückauf aus dem hohen Norden !
12:49
Wer das so gesehen hat, hat wohl Tomaten auf den Augen gehabt - ich lach mich weg...Raul zog sogar den Arm zurück - aber jeder wie er denken mag - gewonnen hätten wir so oder so *lach*!!!
09:51
Wie lächerlich ! Jetzt auf Raul rum zu hacken, "das müsste ein Sportsmann aber zugeben, wie er....." Ich bin 48 Jahre alt, Schalker seit meinem 6 Lebensjahr und habe weder beim FC Schalke, noch bei je einem anderen Verein einen sympatischeren, herzlichen, Spizentechniker und Bomebenfußballer, noch "mehr menschlich" Typen gesehen !!
Ich bin sehr dankbar das er ausgerechnet bei "uns" spielt, würde ihn aber neidlos auch bei jedem anderen Verein bewundern......na ja...
Will sagen: Wenn Raul das Gefühl gehbat hätte, es war was nicht in Ordnung seinerseits bei seinem Tor wie Huntelaar dat Tor in Wolfsburg "ER" hätte es zugegeben, da bin ich mir sicher !
Lasst Raul in Ruhe !!!
Glückauf aus dem hohen Norden !
lieber atze
ich möchte nicht darauf eingehen, ob hand oder nicht.
aber, das mit dem, ganz sicher sein, das ist bei euch schalkefans ganz ausgeprägt.
die meisten schalkefans, waren sich GANZ SICHER das m. neuer NIE von schalke weggehen würde, er war doch euer urschalker.
also, immer auf dem teppich bleiben.
die spieler sind angestellte des vereins und daher werden sie ihm doch nicht schaden .
nochmal, ob hand oder nicht ist doch egal, tor ist wenn der schiedsrichter pfeift.
09:08
Ich frage mich, wer zu verantworten hat, was heute auf der ersten Seite der WAZ zu lesen ist, nämlich die Frage "Lügt Raul?"
Da muss man doch zurück fragen: "Lügt die WAZ?" Man weiss ja, dass mit Hilfe rhetorischer Fragen v.a. in Überschriften Realitäten konstruiert nicht nur in der BLÖD-Zeitung, schon allein, deshalb, weil die meisten Leser, dann anschließenden Artikel entweder gar nicht oder nicht richtig lesen.
Im obigen Artikel steht jedoch genau das, was zum Thema eigentlich zu sagen ist: Raul lügt also nicht:
"Dabei machte Raúl gar keinen Hehl daraus, dass er den Ball mit der Hand berührt hatte: „Aber es war keine Absicht. Da ist es egal, ob der Ball ans Knie, an die Brust oder an die Hand springt.“ Auch Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner betonte, alles sei korrekt gewesen: „Die Hand ging nicht aktiv zum Ball. Das war keine Absicht.“
07:46
Stevens stapelt tief und das ist gut so. Es bedürfte noch einiger Bayern-Betriebsunfälle,um die Meisterschaft von Wurst-Ulis Truppe zu verhindern. Die können sich nur selbst im Weg stehen. Schalke soll einfach so weitermachen. Punkte sammeln und schauen, was am Ende ´rauskommt. Ein Platz unter den ersten sechs, vielleicht sogar unter den ersten vier ist definitiv erreichbar.
Wenn man gleichzeitig noch in der EL eine gute Leistung abliefert und im Pokal weit kommt, kann man Huubs Heimkehr nur als Glücksfall bezeichnen.
07:18
Das Verhalten von Horst sowie Hub finde ich zur dieser Zeit genau richtig,und zeigt das Sie ihre Arbeit nach außen sowie intern überragend gestallten. Ich wünsche natürlich beiden das Sie am Ende der Saison mit dem richtigen Tabellenplatz belohnt werden und mit ein bisschen Glück den einen oder anderen Titel oder Pokal zum FC.Schalke 04 kommt.