Schalke-Trainer Rangnick wird unruhig
10.07.2011 | 17:36 Uhr 2011-07-10T17:36:00+0200Gelsenkirchen. Schalkes Trainer Ralf Rangnick muss auf weitere Zugänge warten – weil nicht genug Geld zur Verfügung steht. „Die Situation ist ernster, als ich dachte“, sagte Rangnick. Eigene Transfererlöse sind derzeit nicht in Sicht.
Am Sonntag feierte Schalke ein schönes Fest. Fast 100 000 Fans kamen zur Saisoneröffnung , doch ein weiterer Neuzugang wurde – wie auf Schalke bei dieser Gelegenheit schon einmal geschehen – diesmal nicht vorgestellt. Und wahrscheinlich wird auch zu Beginn des zweiten Trainingslagers, das ab Dienstag in Österreich stattfindet, keine zusätzliche Verstärkung dabei sein. „Ich rechne nicht damit“, sagt jedenfalls Trainer Ralf Rangnick.
Es liegt, wie sollte es anders sein, mal wieder am Geld. Rangnick hatte damit gerechnet, dass die Aktivitäten der vergangenen Monate den Spielraum für Transfers erhöhen würden: Schalke hatte in der Champions League satte Zusatzeinnahmen verbucht und habe laut Rangnick für Manuel Neuer eine höhere Ablösesumme als erwartet kassiert – zudem wurden die Personalkosten durch bislang 15 Abgänge reduziert. Rangnick hält es daher für legitim, wenn die Neuer-Millionen weitgehend in die Mannschaft investiert würden. Doch auch bei einem Treffen am Samstag mit Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies, Manager Horst Heldt und Finanzchef Peter Peters drehten die Bosse nicht den Geldhahn auf. „Die Situation ist ernster, als ich es gedacht habe“, sagte Rangnick danach. Anders ausgedrückt: Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre will Schalke das vorhandene Geld diesmal auch in den Schuldenabbau stecken – und nicht nur in die Mannschaft.
Rangnick hätte gerne noch zwei bis drei neue Spieler, die in sein Schema vom Tempofußball passen. Doch eine Verpflichtung des Franzosen Nolan Roux von Stade Brest , dessen Ablösesumme auf acht Millionen Euro festgeschrieben ist, würde fast das komplette, noch zur Verfügung stehende Budget aufbrauchen. „Wenn wir einen Spieler für sechs, sieben, acht Millionen verpflichten, dann gibt es keine Möglichkeit, noch etwas anderes in diesen Dimensionen zu machen“, sagt der Trainer. Und ob Roux diesen Königstransfer wert ist, darüber ist sich Schalke noch nicht schlüssig. „Er ist nicht der Spieler von dem wir sagen: Der muss es unbedingt sein“, so Rangnick: „Wir sind bisher nicht bereit, acht Millionen für ihn zu zahlen, und ob wir das irgendwann sein werden, wird sich zeigen.“
Die einzige Möglichkeit, den Spielraum zu erhöhen, sind eigene Transfererlöse. Doch laut Manager Heldt hat Schalke derzeit keine Angebote vorliegen: Nicht für Jose-Manuel Jurado, nicht für Klaas-Jan Huntelaar und auch nicht für Rückkehrer Jermaine Jones , der nach dem Trainingslager wieder in Schalke anfangen soll, weil er hier noch einen Vertrag hat – „ob das in zwei Wochen auch noch so ist, wird man sehen“ (Rangnick). Ohnehin wäre für Jurado oder Huntelaar derzeit kaum das Geld zu erzielen, das Schalke vor einem Jahr für sie ausgegeben hat. Und Heldt hält wenig davon, sie unter Wert zu einem Transfer zu drängen. Huntelaar etwa habe sich „eindeutig geäußert“, seinen Vertrag auf Schalke erfüllen zu wollen: „Wir werden auf ihn setzen.“
Rangnick hingegen sucht „auf jeden Fall noch einen schnellen Stürmer“ – womit er nicht gesagt haben will, dass Huntelaar nicht schnell ist. Er schwärmt aber vom Freiburger Papiss Cisse : „Er ist schnell und schießt Tore – ist aber auch deutlich teurer als Roux“. Heldt hat einmal locker in Freiburg angeklopft, um die Konditionen für Cisse zu erfahren – an sich hält er das Unterfangen aber für aussichtslos. Ein Angebot hat er nicht abgegeben – kann er auch gar nicht, da Schalke derzeit nicht das Geld für einen solchen Transfer im zweistelligen Millionenbereich hat.
So muss sich Rangnick in Geduld üben, was nicht eben die herausragende Eigenschaft des ehrgeizigen Trainers ist. Der 53-Jährige stellt die Frage, ob es besser sei, jetzt zu investieren, oder noch abzuwarten – verbunden mit dem Risiko, dass in einigen Wochen die umworbenen Spieler vielleicht gar nicht mehr zu haben sind. Nur eines ist für Rangnick angesichts der begrenzten Möglichkeiten klar: „Die Transfers, die wir jetzt machen, die müssen sitzen.“

20:32
# 94
wenn in dortmund 460 000 gläubiger waren und in schalke 60 000, dann bekommt, bei 59 mio schulden, jeder nicht so viel wie die bei schalke.
schalke hat gut 200 mio schulden, verteilt auf 60 000, das läppert sich, oder ?
17:13
# 91
Gaul
Alles richtig. Zwei wunderbare locations, jede für sich einzigartig. Turnhalle oder Wellblech klingt bösartig und abwertend, völlig richtig.
Oder immer das Märchen von den Schulden. Natürlich war der BVB pleite, kann dankbar sein, die Lizenz bekommen zu haben, ja Demut wäre angebracht. Dennoch hat sich bei Borussia Dortmund seitdem viel getan und es wurden in den vergangenen fünf Jahren 125 Millionen Euro Schulden abgebaut. Ja. Wir haben zwar noch Verbindlichkeiten in Höhe von 59 Millionen Euro, aber die betreffen im Wesentlichen die Finanzierung des Stadions und die läuft langfristig. Allein der Wert der Spieler beträgt über 100 Millionen und rein finanztechnisch könnte der BVB von heute auf morgen schuldenfrei sein. Dazu noch TV-Gelder, Meisterprämien vom Hauptsponsor und nicht zu vergessen die 20 mio garantiert aus der CL. Vielleicht wird es aber noch mehr. Wer weiß das schon? Die BVB-Gegner meinen ja, wir scheiden früh aus. Einfach mal abwarten.
Genauso wie in der Bundesliga und im Pokal. Alles fängt bald wieder bei Null an.
Fair Play
16:31
Achso,,erschreckend das es dann bei eurermeisterfeier 460 000 gläubiger waren.da würd ich mir gedanken machen.
15:05
#39 von Gizzzmo , am 11.07.2011 um 10:39
du hast vielleicht recht ?
aber du hättest so fair sein können, zuzgeben, dass von den 100 000 wahrscheinlich circa 60 000 gläubiger waren !!
12:46
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11:37
#67 78
ihr habt beide recht, einmal der artikel im de.wikipedia.org/wiki/Revierderby
es ist ein guter bericht und bvbforever1909 hat auch recht.
es ist nur schade, wenn wir drei die ollen kamellen ruhen lassen und andere holzköpfe immer wieder das alte raus kramen.
habe schon des öfteren gesagt ,lasst uns die saison abwarten und wir sehen wie erfolgreich oder nicht, unser verein war.
aber immer diese schei..e vom meister usw. das war und es ist auch schön wenn ein revier verein gute erfolge vorzeigen kann, war ich doch einer der ersten der an die meisterschaft vom bvb geglaubt habe,
habe es dem westfalenbvb immer wieder geschrieben, mein gott, ich bin sportler und habe selbst in der verbandsliga gespielt und auch eine jugendmannschaft von der E-bis zur B-jugend trainiert und begleitet und das auch erfolgreich.
aber es gibt immer wieder so holzköpfe die müssen andere beleidigen, das sind die krawallmacher
In den stadien, genau so ist es mit der bemergung wellblechhalle, turnhalle ,beide vereine sollen froh sein
so schöne anlagen zu haben.
gruss gaul
GLÜCKAUF
Fair-Play
22:36
#89
Willst damit sagen das bei einem Trainertyp etwas mit Training zu tun hat und beim andeRRen Typ etwas mit Tränen?
21:10
Tja, das ist halt der Unterschied zwischen einem Trainer und einem Trainer. Der Trainer formt sich seine Mannen, der Trainer kauft nur fertige Kämpfer, denen er nur noch sein System beibringen muss.
19:11
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18:26
# 84
Wie Ihre Wahrnehmung doch täuscht, ich hab mich gestern abend erst angemeldet und kann nicht zu Ihrem Vorurteil dazugehören...immer wieder die gleichen Personen...