Schalke spielt bei Draxler-Comeback nur 0:0 gegen Freiburg

Farfan gibt beim FC Schalke sein Startelf-Debüt.
Farfan gibt beim FC Schalke sein Startelf-Debüt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der FC Schalke 04 ist beim Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg erneut hinter seinen Ansprüchen zurückgeblieben. Es reichte nur für ein 0:0.

Gelsenkirchen.. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der FC Schalke 04 in diesem Jahr einfach nicht gut genug für seine hohen Ziele ist, dann wurde er am Samstag beim Heimspiel gegen den SC Freiburg geliefert: Nach einer völlig enttäuschenden Leistung verpassten die Schalker auch gegen Freiburg einen Sieg, kamen gegen den Abstiegskandidaten nur zu einem 0:0 und hatten dabei sogar noch Glück, dass Julian Schuster für die Gäste in der 58. Minute einen Elfmeter verschoss. Schalke ist damit seit vier Spielen ohne Sieg und seit drei Spielen ohne Tor - einfach nicht gut genug.

Man hätte die Tore in der Arena in der ersten Halbzeit genauso gut auch abbauen können: Es wäre nicht weiter aufgefallen, weil es in den ersten 45 Minuten eh so gut wie keine Torschüsse gab. Schalke quälte sich über den Platz und spielte nach vorne vollkommen uninspiriert - Freiburg verteidigte organisiert und hatte damit genug getan, um die Gastgeber aufzuhalten. Man hat schon viele schlechte Halbzeiten von Schalke in dieser Saison gesehen, aber diese ersten 45 Minuten gegen Freiburg waren mit Sicherheit die langweiligsten.

"Hunter" agierte im Schalker Zentrum gegen Freiburg unglücklich

Einzelkritik Roberto Di Matteo hatte sich für den Systemwechsel entschieden: Zum ersten Mal seit November begann Schalke im 4-2-3-1. Das heißt: Jefferson Farfan stand erstmals seit über einem Jahr in der Startelf, auch Sead Kolasinac gab nach seinem Kreuzbandriss sein Anfangs-Debüt. Kolasinac verteidigte links, Höwedes rechts, während Matip und Nastasic das Abwehrzentrum bildeten. Vor der Abwehr bildeten Aogo und Höger die Doppelsechs und sollten aus dem Zentrum das Spiel ankurbeln. Doch das Ganze war fürchterlich durchsichtig angelegt: Beide spielten hin und wieder lange Bälle nach vorne, fanden dort aber kaum Abnehmer. So wurden die Bälle meistens quer geschoben und im Angriff war tote Hose.

Die beste Chance gab es noch in der 26. Minute: Nach einer Flanke von Farfan konnte Max Meyer den Ball am zweiten Pfosten mit dem Kopf nicht aufs Tor drücken - Huntelaar hatte das Spielgerät zuvor einen Tick abgefälscht. Der “Hunter” agierte im Zentrum wieder unglücklich: Einmal versprang ihm der Ball (28.) und einmal feuerte er wenigstens gegen das Außennetz (33.). Die Geduld der Zuschauer wurde wirklich auf eine harte Probe gestellt - erste Pfiffe gab es nach einer halben Stunde, aber nur vereinzelt.

Schalkes Draxler gibt gegen Freiburg sein Comeback und kommt für Meyer

Schalke-Splitter Freiburg war mit dem klar ersichtlichen Ziel gekommen, einen Punkt mitzunehmen. Doch wie anfällig die Schalker waren, zeigte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Erst rette Fährmann mit einer Fußabwehr gegen Klaus (51.) und in der 58. Minute hatten die Blauen Riesenglück, dass Freiburgs Julian Schuster sogar einen Elfmeter hoch übers Tor schoss. Höwedes hatte Mehmedi vorher gefoult - die Elfmeterentscheidung ging in Ordnung.

Erst danach konnten sich auch die Schalker erste zwingende Chancen erspielen. Den Startschuss gab Max Meyer, dessen 20-Meter-Schuss Freiburgs Torwart Roman Bürki fantastisch aus dem Winkel fischte (62.). Sekunden später klärte Bürki im selben Eck klasse gegen einen Kopfball von Eric Maxim Choupo-Moting: Fast wäre es bis dahin gar nicht aufgefallen, dass “Choupo” überhaupt mitgespielt hatte.

In der 76. Minute kam dann Julian Draxler zu seinem Comeback - so wie er es sich zuvor gewünscht hatte, nur dass er unter der Woche geunkt hatte: “Hoffentlich führen wir da schon 2:0 oder 3:0.” So groß war sein Zutrauen in die eigene Leistung noch nicht, doch nun sollte Draxler Schalke noch irgendwie zum Sieg führen, und erstaunlicherweise nahm Di Matteo dafür Max Meyer heraus - der war eigentlich gar nicht so schlecht. Irgendwie nicht die einzige Ungereimtheit an einem Tag, an dem selbst die geduldigen Fans in der Schlussphase einmal skandierten: “Wir wollen euch kämpfen sehen.”

Die Aufstellungen:

  • FC Schalke 04: Fährmann - Höwedes, Matip, Nastasic, Aogo - Höger, Kolasinac - Farfan, Meyer, Choupo-Moting - Huntelaar
  • SC Freiburg: Bürki - Riether, Krmas, Mitrovic, Günter - Sorg, Darida - Schmid, Klaus - Frantz, Petersen
  • Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)