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Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“

14.10.2012 | 19:56 Uhr
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
Gesprächsrunde mit Horst Heldt (Mitte): WP-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener, Sportchef Klaus Theine, Falk Blesken und Daniel Berg (von links).Foto: Sandra Krosa

Hagen.   Schalke 04 tritt am Samstag zum Revierderby bei Borussia Dortmund an. Horst Heldt, Manager der Königsblauen, spricht vor dem Duell über den BVB, Transferpolitik sowie den Saisonauftakt und die Ziele seiner Mannschaft.

Am Samstag, 15.30 Uhr, ist Derby-Zeit: In der Fußball-Bundesliga steht das Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an. Horst Heldt (42), Manager der Königsblauen, ist im Vorfeld zum Besuch bei der Westfalenpost gekommen. Er äußert sich über den BVB, über Transferpolitik sowie über den Saisonauftakt und die Ziele seiner Mannschaft.

Herr Heldt, die Fußball-Bundesliga befindet sich in einer Länderspielpause - Zeit für ein Auftakt-Fazit. Ihres fällt, Ihren zurückliegenden Äußerungen nach zu urteilen, missmutig aus, oder?
Horst Heldt: Das muss man differenzieren. Der reine Blick auf die Tabelle zeigt: Wir sind gut in die Saison gestartet. Aber es lässt mich nicht los, dass wir besser hätten agieren können. Wenn ich aber bedenke, dass dies unser bester Saisonstart seit zwölf Jahren ist, dann muss ich mir sagen: Jetzt komm’ mal runter von dieser Denkweise. Wenn wir ­anfangen zu jammern, dann ­geschieht das aktuell natürlich auf hohem Niveau. . .

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Der am Saisonende auslaufende Vertrag mit Trainer Huub Stevens ist beim FC Schalke 04 noch nicht verlängert worden. „Wir schauen wie die Saison läuft und werden einen Zeitpunkt finden, an dem wir die Gespräche darüber führen, ob wir zusammen weiterarbeiten“, sagt Schalke-Manager Horst Heldt.

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Der 33-Jährige zeigt bei seinem Comeback eine starke Leistung im Tor des FC Schalke 04 II. Auch Sead Kolasinac überzeugt beim 5:1 in Hüls, nicht nur wegen seiner zwei Tore.

Schalke weist vier Punkte nach zwei Spieltagen in der Champions League auf, 14 in der Bundesliga und ist im DFB-Pokal weiterhin im Rennen - was ärgert Sie konkret?
Heldt: Vor dem Start in die Champions League hätte ich Platz zwei mit vier Punkten nach zwei Spieltagen super gefunden. Nach den beiden Spielen weiß ich aber: Wir müssten sechs Punkte haben. Deshalb verfliegt der Ärger nicht so einfach. In der Liga kann ich mich auch nicht über das Unentschieden in Hannover aufregen. Wie schwer es ist, dort zu gewinnen, hat ja selbst der Deutsche Meister zu spüren bekommen. Was mich ärgert, sind die zwei verlorenen Punkte in Düsseldorf.

Die verlorene Partie gegen den FC Bayern ärgert Sie gar nicht?
Heldt: (lacht) Stimmt, die habe ich vergessen. Ich mache gar keinen Hehl daraus, dass wir uns erhofft haben, im direkten Vergleich konkurrenzfähiger zu sein. Diese Niederlage ist zwar enttäuschend gewesen, aber wir müssen uns im Sinne unseres Perspektivplans eingestehen, dass wir so weit noch nicht sind. Wir sollten den Ehrgeiz aber nicht aufgeben, sie im nächsten Aufeinandertreffen trotzdem schlagen zu wollen. Das Ergebnis in Düsseldorf ­ärgert mich viel, viel mehr als diese Niederlage.

Was haben Sie der Mannschaft in der Aussprache nach dem Düsseldorf-Spiel mitgeteilt?
Heldt: (schmunzelt) Die Themen, die wir intern besprechen, bleiben intern. Ich habe die Gespräche geführt, die ich führen wollte. Und ich habe nicht in den Spiegel ­geschaut, um mit mir selbst zu ­sprechen.

Gehen Sie in die Kabine und brüllen herum oder bitten Sie zu Einzelgesprächen?
Heldt: Brüllen ist ein Zeichen von Schwäche. Der Inhalt ist wichtig. Ich kann auch im leisen Ton so treffende Worte finden, die weh tun, die aber auch wachrütteln und eine Richtung vorgeben. Deswegen muss ich nicht wie ein HB-Männchen durch die Gegend laufen und herumbrüllen. Das kann ich auch, das halte ich aber nicht für sinnvoll.

Das nächste Spiel ist das Revierderby beim BVB. Was unterscheidet Schalke und Dortmund zurzeit?
Heldt: Nach wie vor die Farben. Und das sollte auch so bleiben. (lacht) Ach, was unterscheidet die Klubs? Wenn man viele Leute fragt, sind sich die Vereine ähnlicher als sie es vielleicht sein möchten. Man muss neidlos anerkennen, dass die Dortmunder viele richtige Entscheidungen getroffen haben, was Transferpolitik angeht und auch die Art und Weise, wie sie Fußball spielen. Sie haben die Liga beherrscht, sind zweimal verdient Deutscher Meister geworden. Darüber hinaus kenne ich Dortmund zu wenig, als dass ich mir ein Urteil erlauben kann, was die Vereine unterscheidet.

In der vergangenen Saison war der Unterschied anhand der Derby-Ergebnisse ziemlich deutlich…
Heldt: Allein deshalb erwarte ich, dass wir diesmal anders auftreten. Das wird ein sehr intensives Spiel. Wir freuen uns darauf. Die Rivalität gehört ­dazu und beide Vereine brauchen sie. Aber sie darf nur auf dem Platz stattfinden. Das ist wichtig.

Denkt der BVB ähnlich?
Heldt: Ja. Wir haben in diesem Punkt dieselben Ansichten. Es wird trotzdem im Vorfeld vielleicht das eine oder andere verbale Scharmützel geben - das ist auch okay. Sich ein bisschen zu kabbeln ist erlaubt.


Kommentare
17.10.2012
19:20
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von lightmyfire | #13

Einmal nie ist zu viel und es müßte eigentlich heißen nicht, denn sag niemals nie sonst trifft dich 007. :-)

17.10.2012
09:43
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von Hanno2 | #12

Sehr souverän, dieser Manager. Da weiss man gleich, was von Leuten zu halten ist, die das Gegenteil behaupten...

1 Antwort
Sehr souverän, dieser Manager.
von horo | #12-1

Hanno2 | #12
ja sicher ,er hat ja auch sehr gute berater mit merz und steinbrück.

16.10.2012
08:46
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von horo | #11

ja leute ,ein ruhiger heldt und ein nervöser watzke.

8 Antworten
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von REWE61 | #11-1

horo, ein nervöser Watzke? Wie kommen Sie denn darauf, dass Watzke nervös sei?

Wie kommen Sie denn darauf, dass Watzke nervös sei?
von horo | #11-2

REWE61 | #11-1

tja ,sein kommentar von gestern im videotext des senders rtl, dort hat er doch schon gestichelt, also wenn ich stichle ,so ist es ein zeichen der nervosität, oder????

horo
von REWE61 | #11-3

Ich weiß ja nicht was Watzke da gesagt haben soll, aber wenn er wirklich etwas gestichelt hat, ist das aber kein Indiz für Nervosität. Sowas gehört vor einem Derby irgendwie dazu. Übrigens, bei RuhrNachrichten.de ist ein Interview mit Watzke zu lesen, Überschrift:"Wir sind die Nummer 1 im Revier", da wirkt Herr Watzke aber alles andere als nervös.

:"Wir sind die Nummer 1 im Revier", da wirkt Herr Watzke aber alles andere als nervös.
von horo | #11-4

von REWE61 | #11-3
genau das ist schon nervösität ,wobei er genau weis das schalke die nummer 1 ist.

horo
von westfaIenborusse | #11-5

Mal ganz offen und ehrlich...Nummer 1....In was denn?
Und lass mal die Pokal- und Mitgliederzahl aussen vor...
Objektiv und gemessen an Meisterschaften seit 1963 BuLi.....
Von CL und Weltpokal mal ganz abgesehen..Warum ist
Deiner Meinung nach S 04 die Nr.1 im Revier? Bin gespannt...

@ westfalenborusse...
von Schalkemania | #11-6

... geht das schon wieder los.
Wer hat den längsten.....
Wem bringt das was?
Nur wenn Du wissen möchtest warum S04 die #1 ist, dann frage ich mich allerdings warum nach Deinen Spielregeln?
Warum ohne die Pokal- und Mitgliederzahlen?
Warum Meisterschaften erst ab Buli 1963?
Na das ist ja mal ne tolle Vorgabe. Dann sag doch gleich, alles was "horo" nun aufzählen würde zählt für Dich sowieso nicht. Hätte auch den Vorteil, Du bräuchtest Dich nicht zu verstellen und würdest authentisch bleiben. Kloppo dankt es Dir.
Glück Auf!

horo
von REWE61 | #11-7

Haben Sie denn dieses Interview mit Aki Watzke gelesen? Also, ich finde dass er da gar nicht nervös ist. Und außerdem äußert er sich da u.a. auch über Schalke und zwar durchweg positiv.

Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von horo | #11-8

wir können doch schreiben was wir wollen ,der eine fühlt sich im recht und der andere auch.
geb e Schalkemania | #11-6vollkommen recht, wenn dann von anfang an und nicht erst seit63.
basta.
ein glück auf allen.

15.10.2012
17:27
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von knutknutsen | #10

Der Hotte ist schon ein Guter. Bin jetzt schon ganz kribbelig wegen des Derbys!
Wenn sich unsere Jungs tapfer und mutig verkaufen ist mir das Ergebnis auch fast egal. Hauptsache die haben nicht alle wieder den Bienenstachel in der Buchse wie gegen die Bauern!
BWG!

15.10.2012
14:16
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von TomBVBorussia | #9

Recht hat er!

15.10.2012
14:15
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von totti959 | #8

...hat mit Kuschelrhetorik rein gar nichts zu tun. Sondern mit Sachlichkeit und Objektivität - die hat in der Vergangenheit oft gefehlt und für Probleme gesorgt. Aus Fehlern lernen... Dortmund ist keine Thekenmannschaft - Schalke muss sich aber auch nicht verstecken, sondern die komplette Leistung abrufen, dann und nur dann kann es ein super Derby werden. Wer Meister wird ist mir da völlig schnuppe...für mich zählt nur eine gute Plazierung, die zum erneuten Einzug in die CL führt. Denn da wird gutes Geld verdient, dass nötig ist, um sportlich und finanziell weiter gesunden zu können.

1 Antwort
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von REWE61 | #8-1

"Dortmund ist keine Thekenmannschft", wow, eine gute Einschätzung.

15.10.2012
13:05
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von LudwigII | #7

Heldts Kuschelrethorik ist leicht erklärbar. Es ist das laute Pfeifen im Walde, also die Angst vor der Niederlage am Wochenende. Ich würde den Schalkern den Sieg ja gönnen, allein mir fehlt der Glaube. Der Forist Rhoenblau ist da realistischer. Die DM geht dieses Jahr zu 100 Prozent an den großen FCB. Und die Einlassung "bester Verein der Welt" ist der Tribut an den Arbeitgeber und er weiß natürlich auch, das er trotz seiner geringen Körpergröße für immer auf Schalke herausragen wird. Er hat die DM in seiner Laufbahn schließlich einmal gewonnen.
Königliche Grüße

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #7-1

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15.10.2012
11:26
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von Rhoenblau | #6

Diejenigen, die hier gelegentlich mit gefühlten 3 Promille posten werden es schwer haben, H. H. zu widersprechen. Er redet wohldurchdacht und sehr sachlich. Sein ‚er würde nie, nie‘ den BVB gegenüber den Münchnern abschreiben hat für diese Saison einen kleinen Haken: Bayern spielt eben nicht mehr das öde Hin- und Hergeschiebe wie die letzten beiden Spielzeiten, sondern einen erheblich dynamischeren und selbstbewussteren Fußball als anno Tobak. Das heißt nicht, dass sie nicht irgendwann ein Spiel abschenken könnten; das heißt, dass sie viel gefährlicher danach reagieren werden. Selbst wenn ich es eher dem BVB und noch eher dem S04 wünschen würde, den Roten die Schale vor der Nase wegzuschnappen – bin ich mit mit den Meisten, die mehr vom Fußball verstehen als ich, der Meinung, die Meisterschaft ist frühzeitig gegessen. Leider.

15.10.2012
10:39
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von REWE61 | #5

Marco Reus ist sicher nicht nur "aus alter Verbundenheit" zum BVB gewechselt, er hat mit Sicherheit auch die guten Perspektiven beim BVB erkannt. Die tolle Entwicklung der jungen Mannschaft unter J.Klopp in den letzten 4 Jahren ist ihm ja bestimmt nicht entgangen. Ansonsten ein sympatischer und sehr sachlicher Horst Heldt. Wenn das Spiel am Samstag ähnlich Fair abläuft wie dieses Interview, dann sehen wir ein gutes Derby.

15.10.2012
10:27
Schalke-Manager Heldt „würde Dortmund nie, nie abschreiben“
von gimma | #4

Schalke kann sich zu diesem Manager beglückwünschen.Ein hoch anerkannter Fachmann in der BL.

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