Schalke legt jetzt wieder los - noch ohne Kapitän Höwedes

Benedikt Höwedes ist nach seinem Syndesmosebandriss im vorletzten Saisonspiel gegen Paderborn noch nicht wieder belastbar.
Benedikt Höwedes ist nach seinem Syndesmosebandriss im vorletzten Saisonspiel gegen Paderborn noch nicht wieder belastbar.
Foto: Getty
Am Mittwoch endet der Urlaub für die Schalker Spieler, aber zunächst stehen nur Leistungstests im Medicos an. Das erste Training auf dem Platz steigt am Donnerstag und ist: öffentlich.

Gelsenkirchen.. Diesen Befehl von oben nahmen die Spieler des FC Schalke 04 und der neue Trainer André Breitenreiter noch mit, als sie bei der Jahreshauptversammlung die Arena verließen: „Lasst uns voranmarschieren und den anderen zeigen, wo der Hammer hängt.“ So schickte Vereinschef Clemens Tönnies die Mannschaft in die Saisonvorbereitung, und an diesem Mittwoch geht es wieder los: Allerdings stehen am ersten Tag nur die obligatorischen sportmedizinischen Tests der Spieler im Medicos an – das erste Training findet am Donnerstag (10 Uhr) auf dem Haupttrainingsplatz statt. Und es wird öffentlich sein.

Santana ist freigestellt

Sport-Beirat „Ich freue mich darauf, diese Stimmung kennenzulernen, denn die Nähe zu den Fans wird uns wichtig sein“, sagt André Breitenreiter, der zum Auftakt allerdings nur einen Rumpf-Kader mit 14 Profis und sechs Amateurspielern begrüßen kann. Einige Profis wie Klaas-Jan Huntelaar oder auch Neuzugang Johannes Geis haben nach Länderspieleinsätzen noch Urlaub, andere sind weiterhin verletzt. Dazu zählt auch Kapitän Benedikt Höwedes, der nach seinem Syndesmosebandriss im vorletzten Saisonspiel gegen Paderborn noch nicht wieder belastbar ist und vielleicht sogar große Teile der Vorbereitung verpassen wird. Noch länger fehlen Atsuto Uchida und Fabian Giefer, während Joel Matip und Felix Platte am Donnerstag immerhin ihre Reha auf dem Platz absolvieren können.

Transfermarkt Gar nicht mit von der Partie ist zunächst Felipe Santana, der mit dem 1. FC Köln über einen Wechsel verhandelt. „Santana hat mir in einem Gespräch mitgeteilt, dass er Schalke verlassen möchte“, berichtet Manager Horst Heldt: „Ich habe ihm daraufhin erlaubt, seine Optionen zu überprüfen und ihn vom Training bis auf weiteres freigestellt.“ Noch ist der Wechsel nach Köln nicht in trockenen Tüchern, aber es ist gut möglich, dass der frühere Dortmunder gar nicht mehr auf Schalke auftaucht. Santana, der bereits in der vergangenen Rückrunde an Olympiakos Piräus ausgeliehen war, hat noch einen Vertrag bis 2016.

Heldt kündigt weitere Änderungen im Kader

Heldt hat bereits angekündigt, dass sich bei der Kaderplanung „natürlich“ noch etwas tun wird: „Und zwar in beiden Richtungen.“ Bislang stehen nur Johannes Geis (FSV Mainz 05), Junior Caicara (Ludogorets Razgad) und Michael Gspurning (eigene U23) als Neuzugänge fest. Der Brasilianer Caicara wird beim ersten Training seine Premiere auf Schalke feiern, Gspurning war bereits in der vergangenen Rückrunde wiederholt Trainingsgast bei den Profis. Welche Neuzugänge neben einem jungen Torhüter noch verpflichtet werden, wird nicht zuletzt auch davon abhängen, welche Spieler Schalke noch verlassen. Roman Neustädter, der nach der Geis-Verpflichtung als möglicher Wechsel-Kandidat genannt wird, steht jedenfalls zunächst noch auf Schalke auf der Matte.

Kumpelkiste Folgende Profis sind für den Aufgalopp angekündigt: Fährmann, Gspurning, Friedrich, Caicara, Goretzka, Draxler, Höger, Choupo-Moting, Aogo, Ayhan, Neustädter und Sobottka sowie Matip und Platte (machen beide noch Reha).

Breitenreiter hat für diese Woche fünf Trainingseinheiten auf Schalke angesetzt (eine am Donnerstag, jeweils zwei am Freitag und Samstag), ehe es am Sonntag um 10 Uhr per Flugzeug für elf Tage ins Trainingslager nach Österreich geht. Dort wird Schalke nicht nur drei Testspiele absolvieren, sondern auch den Trainingsplatz richtig gut kennenlernen. Und ganz sicher klingt dem neuen Trainer auch noch eine zweite Botschaft in den Ohren, die ihm Clemens Tönnies bei der Jahreshauptversammlung mit auf den Weg gegeben hat: „Trainiert Standards – das liegt mir besonders am Herzen.“