Schalke kämpft gegen Leverkusen um Champions League

Da geht's lang: Trainer Roberto Di Matteo will mit Schalke den Kurs Richtung Champions League einschlagen. Eine Niederlage gegen Leverkusen würde die Königsblauen weit zurückwerfen.
Da geht's lang: Trainer Roberto Di Matteo will mit Schalke den Kurs Richtung Champions League einschlagen. Eine Niederlage gegen Leverkusen würde die Königsblauen weit zurückwerfen.
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Was wir bereits wissen
Beide Teams sind im Achtelfinale der Königsklasse gescheitert. S04-Trainer Roberto Di Matteo spricht vor dem Duell von einem "Sechs-Punkte-Spiel".

Gelsenkirchen.. Der FC Schalke 04 steht im Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr/live in unserem Ticker) gegen Bayer Leverkusen unter besonderem Druck. Es könnte eine Vorentscheidung im Rennen um die Champions-League-Plätze fallen. Sollte dem Team von Roberto Di Matteo ein Dreier gelingen, wäre es punktgleich mit den derzeitigen Vierten aus Leverkusen. Wenn nicht, rückt die abermalige Qualifikation für die Königsklasse in weite Ferne.

Farfan Logischerweise spricht Di Matteo dem Duell enorme Bedeutung zu: "Ich würde von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen." Lange hatte der Schalke-Coach gehofft, gegen Bayer wieder auf Stammtorhüter Ralf Fährmann nach dessen Kreuzbandanriss zurückgreifen zu können, musste aber nun akzeptieren: "Für ihn kommt die Partie zu früh."

Farfan-Comeback möglich

So wird der nach einigen Patzern in die Kritik geratene Nachwuchskeeper Timon Wellenreuther wieder zwischen den Pfosten stehen. Doch es gibt auch personelle Lichtblicke. Jefferson Farfan käme nach einem Jahr Verletzungspause (Knorpelschaden im Knie) zumindest für einen Kurzeinsatz infrage, und Linksverteidiger Sead Kolasinac könnte sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls erstmals auf der Bank sitzen.

Das Achtelfinal-Scheitern in der Champions-League haben Schalke und Leverkusen gemeinsam. Allerdings ist die Enttäuschung bei Bayer nach dem verlorenen Elfmeterschießen in Madrid noch frisch. So steht die Bayer-Elf vor der schweren Aufgabe, die Müdigkeit vom 120-Minuten-Krimi aus den Beinen zu schütteln und mental auf den Alltag umzuschalten.

Völler beschleichen Sorgen

"Es war ein sehr anstrengendes Spiel", konstatierte Trainer Roger Schmidt. "Wir müssen die Köpfe frei bekommen." Ähnliche Sorgen beschleichen Sportchef Rudi Völler, zumal er Schalke "als schärfsten Konkurrenten" beim Kampf um das Minimalziel (Platz vier) sieht: "Deshalb müssen wir dort punkten." (dpa)