Schalke ist im Kampf um die Torjäger-Kanone abgeschlagen

Schalkes Klaas-Jan Huntelaar traf zwar gegen Köln, rangiert in der Torjäger-Statistik aber nur auf Rang 16.
Schalkes Klaas-Jan Huntelaar traf zwar gegen Köln, rangiert in der Torjäger-Statistik aber nur auf Rang 16.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Schalke hat keinen Stürmer, der um die Torjäger-Kanone mitmischt. Die bisher erzielten 37 Treffer verteilen sich aber auf zwölf verschiedene Spieler.

Gelsenkirchen.. Wer sich durch die aktuelle Bundesliga-Torjägerliste klickt, muss ein bisschen blättern, bis er erstmals den Vereinsnamen von Schalke 04 entdeckt. Immerhin acht Treffer hat Klaas-Jan Huntelaar seit dem Wochenende, nachdem er einen Elfmeter in Köln verwandelte.

Huntelaar Damit kann er beim besten Willen nicht mehr in den Kampf um die Torjäger-Kanone eingreifen. Im Moment hat Bayerns Robert Lewandowski (23 Tore) knapp die Nase vorn, Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (22) und Teamkollege Thomas Müller (17) sind auch nicht schlecht im Rennen. Huntelaar rangiert in der Statistik nur auf Platz 16, aber so langsam aber sicher nähert sich der Niederländer einer Bilanz an, die man in seinem Fall als „standesgemäß“ bezeichnen kann.

Meyer: Schalke nicht so leicht auszurechnen

Insgesamt stehen nach 25 Spieltagen 37 Treffer für die Königsblauen zu Buche, diese verteilen sich aber auf immerhin zwölf verschiedene Spieler. Das ist ein guter Wert. In den letzten beiden Partien steuerten jeweils drei verschiedene Akteure die drei Treffer zu den Siegen gegen Hamburg und Köln bei.

Analyse Max Meyer, in beiden Spielen erfolgreich, findet aber positiv, dass seine Mannschaft nicht so leicht auszurechnen ist. „Wir haben keinen, der 15 Tore geschossen hat. Bei uns ist es etwas ausgeglichener, einer hat fünf, einer hat acht. Das ist auch gut für eine Mannschaft, wenn viele Spieler Tore schießen können“, erläutert Meyer.

Breitenreiter freut sich für Franco Di Santo

Auch Franco Di Santo trifft endlich wieder. Groß war der Jubel bei André Breitenreiter bei Di Santos 3:1 in Köln, der Trainer dürfte auch eine gewisse Genugtuung verspürt haben, dass der von ihm eingewechselte Argentinier sein zweites Saisontor markierte. „Ich bin froh, dass Franco Di Santo sich nach seiner Einwechslung mit einem Tor belohnen konnte“, sagte Breitenreiter zufrieden.

Sané Auch Horst Heldt würdigte die Leistung des bisherigen Sorgenkindes: „Ich habe mich gefreut, dass er direkt das Tor gemacht hat, nachdem er reingekommen ist. Das war die Entscheidung.“

Einige Spieler warten noch aufs erste Saisontor

In der internen Torjäger-Liste rangiert zwar immer noch Abwehrspieler Joel Matip vor Di Santo, aber vielleicht kann der ehemalige Bremer sein Konto ja schon in Berlin weiter aufstocken. Auch bei Spielern wie Junior Caicara, Dennis Aogo oder Roman Neustädter, die allesamt noch auf ihr erstes Saisontor warten, könnte der Knoten platzen.

Max Meyer schließlich aber kennt eine alte Fußball-Weisheit, die sonst gerne von den Trainern landauf und landab zitiert wird: „Wer die Tore macht, ist egal. Hauptsache ist, dass sie überhaupt fallen.“ In dieser Hinsicht lässt sich im Moment wenig beanstanden.

Chancenauswertung ist ausbaufähig

Bei 26 Torschüssen gegen Hamburg und 18 in Köln ist aber auch der Aufwand nicht ohne. Zu groß? Durchaus, findet Ralf Fährmann – Sieggarant am Samstag. „Ich denke, wir haben eine gute Leistung gezeigt. Wir müssen uns dennoch vorne einfach mehr belohnen. Unsere Chancenverwertung muss besser werden. Nach dem 2:0 haben wir zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen. Hätten wir diese genutzt, wäre es ein deutlich ruhigerer Nachmittag geworden“, sagte der viel beschäftigte Torwart nach dem Spektakel in der Domstadt.