Schalke im Trainingslager: ein Rundgang
14.01.2009 | 15:29 Uhr 2009-01-14T15:29:00+0100
Betera. Das Hotel, in dem die Schalker Mannschaft wohnt, lädt zum Verweilen ein. Vor allem die verletzten Kuranyi und Engelaar nutzen die Nobel-Unterkunft voll aus. Ein Rundgang.
Die Schalker Profis logieren im Stamm-Hotel des spanischen Tennis-Stars. Vor allem die verletzten Kuranyi und Engelaar nutzen die Nobel-Unterkunft voll aus. Pander fehlte beim ersten Test leicht angeschlagen, sein Einsatz ist auch am Donnerstag beim zweiten Test fraglich.
In Gelsenkirchen ist der Schnee fast verschwunden, und in Spanien, rund um das Hotel La Calderona in Bétera und das Trainingsgelände des FC Valencia, ist zwar kein Sommer, aber die Bedingungen sind sehr angenehm. Und wenn sich die Sonne durchsetzt, werden es locker 15 Grad, die Jacke kann im Schrank hängen bleiben. Zeit für einen Rundgang und eine Rundfahrt.
Kurz vor den Toren des Städtchens Bétera, das knapp 20 000 Einwohner, sehr viele gemütliche Gassen und urige Geschäfte hat, wohnen noch bis Freitagmorgen die Fußball-Profis des FC Schalke 04 - zwischen Palmen und Apfelsinen, die nicht im Netz im Supermarkt liegen, sondern an den Bäumen hängen.
Offensichtiche Zufriedenheit
Zufriedenheit ist offensichtlich, auch wenn Gerald Asamoah und Jermaine Jones mit ihren Attacken bei dem einen oder anderen Mitspieler für Unzufriedenheit gesorgt haben.
Das Hotel La Calderona, wenn es auch von außen nicht sehr hübsch anzuschauen ist, lädt zum Verweilen ein. „Wir haben zwar noch nicht so viel mitbekommen, weil wir meistens auf dem Trainingsplatz waren”, sagt Gerald Asamoah. „Aber wir haben gute Zimmer, wir können uns nicht beschweren.”
Der Trainer gibt Gas
Diese Gemütlichkeit nutzen die Spieler, um nach den meistens intensiven Einheiten, die fast alle an der Autobahn A 7 auf der Anlage des FC Valencia und meistens unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, zu entspannen. „Der Trainer gibt schon Gas”, sagt zum Beispiel der 30-jährige Asamoah, während sein drei Jahre jüngerer Teamkollege Jermaine Jones längst noch nicht ausgelaugt ist. „Ich finde es nicht so anstrengend, das kennt man schon anders. Hier wird mehr Wert auf das Spielerische gelegt”, sagt er. Bei den Einheiten fällt auf, so ist zu hören, dass Trainer Fred Rutten immer wieder unterbricht, um zu korrigieren.
Unterschiede zu Deutschland
Trotz des vereinten Europas und der Leichtigkeit, auch in Valencia mit dem Euro zahlen zu können, fallen auf dem Weg vom Hotel La Calderona viele kleine oder auch größere Unterschiede zu Deutschland auf: Ein Liter Benzin kostet hier keine 90 Cent, und zur Sicherheit der Fußgänger müssen die Rad- und Kraftfahrer an einigen Zebrastreifen neben dem Hinweis-Schild auch eine Ampel-Anlage beachten.
Davon bekommen die Schalker Fußballer, die den knapp 400 Meter langen Weg zum selten genutzten Trainingsplatz des Hotels Valencia Golf am Samstag sogar mit dem Mannschaftsbus zurücklegten, während es am Mittwoch ein Fußmarsch war, nicht sehr viel mit. Sie wissen aber, dass ihr Hotel schon Gäste gesehen hat, die viel größerer Bekanntheit sind: vor Champions-League-Spielen zum Beispiel die Mannschaft von Manchester United, vor allem aber das Tennis-Ass der Spanier, Rafael Nadal. Der Wimbledon-Sieger kommt regelmäßig, um das Hotel für seine Trainingslager zu nutzen.
Besser als ihre meisten Teamkollegen kennen Kevin Kuranyi und Orlando Engelaar inzwischen das Hotel, weil sie Teile ihrer Rehabilitation dort verbracht haben und weier verbringen. Trainer Fred Rutten geht davon aus, dass das Duo auch am Donnerstag (12 Uhr) im Test gegen den spanischen Zweitligisten CD Castellón fehlen wird – vielleicht sogar noch länger.
Das könnte auch Christian Pander passieren, der am Dienstagabend beim 0:0 gegen UD Levante nicht eingesetzt worden ist. Rutten sprach von einer Vorsichtsmaßnahme, der linke Verteidiger habe leichte Probleme am linken Bein zwischen Oberschenkel und Knie. Aber was genau? „Nicht so tragisch”, sagte Mannschaftsarzt Bernd Brexendorf. Auch beim Training am Mittwochvormittag war das angeschlagene Schalker Trio fast ausschließlich mit Laufübungen beschäftigt.

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