Schalke hakt Tripolis ab und konzentriert sich auf Köln

Sechs Spiele in Folge gewonnen: Schalke-Trainer André Breitenreiter.
Sechs Spiele in Folge gewonnen: Schalke-Trainer André Breitenreiter.
Foto: imago
Nur kurz freuten sich die Schalker über den 4:0-Erfolg im Spiel gegen Tripolis - danach galt die Konzentration dem nächsten Gegner. Die Stimmen!

Gelsenkirchen.. Nach dem 4:0 (3:0)-Erfolg über Asteras Tripolis führt der FC Schalke 04 die Tabelle der Europa-League-Vorrundengruppe K souverän an. Von zehn Pflichtspielen in dieser Saison haben die Königsblauen acht gewonnen, zuletzt sechs in Folge. Am Sonntag kommt der 1. FC Köln (15.30 Uhr, live in unserem Ticker) nach Gelsenkirchen. Wir haben die Stimmen zum Spiel gegen Tripolis gesammelt!

André Breitenreiter (Trainer FC Schalke 04): "Wir haben einen auch in der Höhe verdienten Sieg errungen. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, waren zu Beginn fahrlässig im Passspiel, hatten eine zu hohe Fehlerquote. Aber mit dem ersten Tor haben wir uns komplett befreit, weitere schöne Tore erzielt und tolle Angriffe gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir das routiniert und seriös runtergespielt. Der Gegner stand weiterhin sehr tief und hat nichts versucht. Da brauchten wir viel Geduld. Die hatten wir und haben durch Klaas-Jan Huntelaar noch das vierte Tor erzielt."

Elfmeter Breitenreiter über das Spiel gegen Köln: "Die Konzentration gilt jetzt dem Spiel am Sonntag gegen Köln. Wir wollen die drei englischen Wochen erfolgreich abschließen - und das gegen einen schwierigen Gegner, der eine brutale Entwicklung genommen hat unter Peter Stöger und Jörg Schmadtke. Köln wird uns alles abverlangen. Wir werden noch einmal alles raushauen."

Breitenreiter über Asteras Tripolis: "Es war zu erwarten, dass sie heute tiefer stehen und nicht das Spiel machen, das sie in der Liga zeigen - dort pressen sie und sind sehr aggressiv. Sie hatten viel Respekt vor uns und dem Stadion. Sie waren sehr passiv, haben versucht, über Konter zum Erfolg zu kommen. Wir haben aber nichts zugelassen."

Horst Heldt (Sportvorstand FC Schalke 04): "Es war ein souveräner Sieg. Die ersten paar Minütchen haben wir ein bisschen ins Spiel finden müssen, am Ende hat sich die Qualität durchgesetzt und wir gehen zufrieden nach Hause. Ich finde es richtig und gut, dass man nach einem 3:0-Halbzeitergebnis das Tempo rausnimmt. Das hat auch was mit Cleverness zu tun. Das braucht man, wenn man alle drei Tage ein Spiel hat."

Heldt über die Siegesserie: "Sechs von sieben Spielen in drei englischen Wochen haben wir gewonnen – vorher hätte man das nicht für möglich gehalten. Jetzt wollen wir den verdammten letzten Schritt bis zum kleinen Break auch noch gehen. Das wird ein schweres Spiel. Aber gerade sprechen nicht nur die Ergebnisse für uns - auch die Art und Weise. Wir müssen schnell regenerieren, denn am Sonntag kommt ein anderes Kaliber auf uns zu. Der 1. FC Köln ist gut unterwegs, hat viele Punkte gesammelt."

Einzelkritik Benedikt Höwedes (Kapitän FC Schalke 04): "Wir haben schleppend ins Spiel gefunden. Doch wir haben konzentriert weitergespielt, sind zu Tormöglichkeiten gekommen, haben zur Pause hochverdient 3:0 geführt, hätten das 4:0, 5:0 machen können. In der zweiten Halbzeit haben wir das runtergespielt. Wir haben ein schönes viertes Tor gemacht."

Höwedes über seinen Einsatz: "Wer vier Monate ausgesetzt hat, steckt so ein Spiel natürlich anders weg. Ich war gut vorbereitet, habe aber hier und da Wehwehchen und muss schauen, wie mein Körper reagiert. Aber ich will zurückkommen, dafür brauche ich Minuten – und das Spiel heute war dafür prädestiniert."

Höwedes über Leroy Sané: "Leroy ist in einer bestechenden Form. Er ist unheimlich wichtig, hat ein unheimliches Tempo. Er kann ein großer Spieler werden, aber wir sollten nicht den Fehler machen, unmenschliche Dinge von ihm zu verlangen. Er ist jung, er darf und wird Fehler machen. Wir sollten die jungen Spieler nicht auf Podeste stellen, mit denen sie nicht zurecht kommen können. Natürlich hat er fantastische Einzelaktionen, die großartig aussehen, aber er muss auch noch reifen. Er wird seinen Weg gehen, wenn er so bescheiden bleibt wie er ist und wenn er sich gewisse Dinge annimmt."

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04): "Es war ein einfacher Sieg. Ich liebe es aber mehr, gegen Gegner zu spielen, die auch Fußball spielen wollen, die etwas nach vorn versuchen. Dann ist mehr Dampf im Spiel. Ich fande den Gegner nicht besonders gut. Das war ein Gegner, gegen den man viele Tore schießen konnte. Die haben in der zweiten Halbzeit noch mehr verteidigt als vorher. Die wollten nicht 0:7 verlieren."

Europa League Huntelaar über Leroy Sané: "Er hat die Qualität, um zu sprinten, hat aber auch das Auge für einen guten Pass. Er sieht, wenn ich tief gehe, ich sehe, wenn er tief geht. Das macht Spaß."

Huntelaar über Rotation: "Es ist gut, mal Leuten eine Pause zu geben, die vielleicht zu viel gespielt haben."

Huntelaar über seine Rotationspause in Hamburg: "Der Trainer hat mir gesagt: ,Ich will Dir eine Pause geben!' Ich habe geantwortet: ,Ich brauche keine Pause. Nach meiner Karriere mache ich genug Pause. Aber wenn Du willst, kannst Du das machen.“

Leon Goretzka (FC Schalke 04): "Vor dem 1:0 haben wir uns ein bisschen schwer getan. Gegen solche Gegner ist es wichtig, ein Tor zu schießen. Man hat gesehen, dass ein Tor beflügeln kann. Hinterher haben wir es runtergespielt, können uns vielleicht vorwerfen, dass wir nicht mehr den Zug zum Tor hatten wie in der ersten Halbzeit. Aber wir haben 4:0 gewonnen, da kann man nichts sagen. Es läuft sehr gut, gegen Köln können wir die makellosen Wochen perfekt machen."

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