Schalke-Chef Tönnies hält Erhöhung des Gehalts-Etats für notwendig

Bekommt Schalkes Manager Horst Heldt (l.) bald mehr Geld für die Kaderplanung? S04-Boss Clemens Tönnies will  nach und nach das Niveau der Spielergehälter anheben.
Bekommt Schalkes Manager Horst Heldt (l.) bald mehr Geld für die Kaderplanung? S04-Boss Clemens Tönnies will nach und nach das Niveau der Spielergehälter anheben.
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Was wir bereits wissen
Um dauerhaft in der nationalen und internationalen Fußball-Spitze mithalten zu können, will der FC Schalke 04 nach und nach das Niveau der Spielergehälter anheben

Gelsenkirchen.. Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies erklärt in der "Sport Bild" (Mittwoch), um dauerhaft in der nationalen und internationalen Fußball-Spitze mithalten zu können, wolle der FC Schalke 04 nach und nach das Niveau der Spielergehälter anheben. "Wir wollen nicht kurzfristig den Personal-Etat erhöhen. Doch Fakt ist: Geld schießt Tore", sagte der Fleischfabrikant.

"Summen über 100 Millionen Euro keine Seltenheit"

Er habe großen Respekt vor Clubs wie Freiburg oder Paderborn, die sich mit vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln in der Eliteliga halten. "Will man in der Bundesliga jedoch um die ersten drei, vier Plätze mitspielen, hat das auch etwas mit hohen Etats zu tun. Wir Verantwortliche müssen dafür die Voraussetzungen schaffen. Dann sind Summen über 100 Millionen Euro als Personal-Etat für die Profi-Mannschaft keine Seltenheit", meinte Tönnies. Trainingslager

Schalke hat im Vergleich mit europäischen Topclubs ein eher geringes Budget

Derzeit liegen die Ausgaben des Revierclubs für den Lizenzspielerbereich bei knapp 80 Millionen Euro, im Vergleich mit europäischen Topclubs sei das ein eher geringes Budget. Mehr Geld soll aber nicht durch eine Umwandlung der Profi-Abteilung in eine Aktiengesellschaft (AG) eingenommen werden. Schalke will ein eingetragener Verein (e.V.) bleiben. Höhere Einnahmen erhofft sich Tönnies vor allem durch dauerhaften sportlichen Erfolg in der Bundesliga und der Champions League sowie durch die mittelfristige Erhöhung der Mitgliederzahl von derzeit rund 130.000 auf 200.000. (dpa)