Schalke bastelt an Khedira-Coup - Heldt verrät Kriterien

Schalke-Manager Horst Heldt redete rund um die 4:3-Gala in Madrid zweimal mit Khedira.
Schalke-Manager Horst Heldt redete rund um die 4:3-Gala in Madrid zweimal mit Khedira.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Lose Gespräche führten die Königsblauen bereits mit dem Weltmeister. Doch ist Khedira bezahlbar und fit? Passt er überhaupt zum FC Schalke 04?

Gelsenkirchen.. In diesen Tagen ist auf Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies Verlass: Wenn es in Interviews um Sami Khedira (27) geht, gerät Tönnies regelmäßig ins Schwärmen und befeuert immer wieder das Gerücht, das Schalke elektrisiert: Wechselt Weltmeister Khedira von Real Madrid nach Gelsenkirchen?

Lose Gespräche gab es bereits. Schalke-Manager Horst Heldt redete rund um die 4:3-Gala in Madrid zweimal mit Khedira, mit Khediras Berater Jörg Neubauer heckte Heldt vor 18 Monaten den Transfer von Leon Goretzka vom VfL Bochum nach Gelsenkirchen aus. Unterschrieben ist aber noch nichts. Heldt verriet aber die Kriterien, die er vor einem Transfer beachtet.

Kriterium 1: Ist der Spieler bezahlbar?

Heldt drückte es so aus: "Toni Kroos und André Schürrle hätten wir uns nicht leisten können." Denn für Kroos und Schürrle waren horrende Ablösesummen fällig - dazu kommen noch Handgeld und Gehalt. Bei Khedira ist das anders. Schalke könnte den Real-Star ablösefrei holen. Trotzdem müsste Schalke für Handgeld und Gehalt mit einer zweistelligen Millionensumme kalkulieren. Kein Problem, wie Heldt versichert: "Wir sind in einer guten Position und können uns viel leisten."

Wellenreuther Kriterium 2: Passt der Spieler zum FC Schalke 04?

Von Heldt und Trainer Roberto Di Matteo gibt es ein klares "Ja". "Er ist ein Weltklassespieler", sagt Di Matteo. Heldt fügt hinzu: "Er hat viele Tugenden, die für Schalke 04 wichtig sein können. Ich vergesse nicht, dass Sami fünf Jahre bei Real Madrid gespielt hat - und nicht beim FC Buxtehude. Er war Stammspieler bei Real und in der Nationalmannschaft."

Kritierium 3: Ist der Spieler fit genug?

Der Mittelfeldspieler hat ein Jahr voller Verletzungen hinter sich, vor der Weltmeisterschaft 2014 war er mit einem Kreuzbandriss sechs Monate lang ausgefallen. "Nach dem Kreuzbandriss kam er unfassbar schnell zurück", erklärte Heldt und ergänzte: "Er hat danach noch das Champions-League-Finale gespielt und gewonnen und zudem an der WM teilgenommen."

Torhüter Gleichwohl ist Heldt aber auch bewusst, dass die Verletzungen ein Grund sind, warum Schalke überhaupt Chancen hat, Khedira zu verpflichten: "Eine Verpflichtung von Khedira mit Vertrag wäre nicht machbar, und eine Verpflichtung von Khedira ohne Kreuzband-Verletzung wäre nicht machbar." Offenbar haben andere Top-Vereine Zweifel an Khediras Fitness. Heldt vertraut der medizinischen Abteilung von S04: "Wir haben schon dem einen oder anderen Spieler mit einer Verletzungsproblematik abgesagt."

Fazit: Die Schalker wollen Khedira verpflichten und sehen es sogar als ihre Pflicht, mitzubieten. "Vor zwei Jahren", sagte Heldt, "war eine Verpflichtung von Lukas Podolski das Thema. Als Schalke 04 muss man prüfen, was da möglich ist." Genauso ist das auch bei Khedira.