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Schalke bangt um Jermaine Jones

19.09.2012 | 18:02 Uhr
Schalke bangt um Jermaine Jones
Verletzt: Schalkes Jermaine Jones.Foto: Sascha Schuermann/dapd

Piräus.  Schalkes Mittelfeld-Fighter verletzte sich beim 2:1-Sieg in Piräus kurz vor Schluss. „Zum Glück ist der Knöchel über Nacht nicht dick geworden“, berichtete Jermaine Jones, sagte aber dennoch, dass es „knapp“ werden würde mit seinem Einsatz am Samstag im Bundesliga-Duell gegen Bayern München.

Beim Einsteigen ins Flugzeug stieß sich Jermaine Jones am Mittwochmittag den Kopf – auch das noch. Denn Schalkes großer Mittelfeld-Fighter war ohnehin schon am Fuß lädiert: Eine Kapsel-Band-Verletzung am linken Sprunggelenk zwang ihn dazu, Turnschuhe zum feinen Anzug zu tragen. „Zum Glück ist der Knöchel über Nacht nicht dick geworden“, berichtete Jones, sagte aber dennoch, dass es „knapp“ werden würde mit seinem Einsatz am Samstag im Bundesliga-Duell gegen Bayern München. Die zwei Varianten für Jones: „Entweder macht man Pause, oder aber man spielt mit Tape und Schmerzen.“ Noch sei es ja ein wenig Zeit um zu schauen, „ob ich Samstag auf die Zähne beißen kann.“

FC Schalke 04
Schalke will mit neuer Coolness den FC Bayern schlagen

Zum fünften Mal sind die Gelsenkirchener nun in der Königsklasse dabei – und zum ersten Mal waren sie dabei nicht vom Premieren-Fieber befallen. Die Erfahrung aus vielen Champions-League-Auftritten hat den FC Schalke 04 reifen lassen. Nächstes Ziel: ein Sieg über Bayern München.

Die Verletzung von Jermaine Jones, passiert bei einem Foulspiel eines Griechen kurz vor Schluss, war aber auch wirklich der einzige Wermutstropfen für Schalke auf der Reise nach Piräus, die mit dem 2:1-Sieg „einen Auftakt nach Maß“ (Manager Horst Heldt) in der Champions League brachte. Vielleicht abgesehen von dem Wermutstropfen, dass zwei Spieler nach der Partie im Hotel eigentlich einen ausgeben wollten auf ihren Geburtstag (Lewis Holtby) bzw. auf den Sieg in der Heimat (Kyriakos Papadopoulos). Doch die gesellige Runde musste mit Blick auf das Bayern-Spiel ausfallen. „Wir können uns ja jetzt nicht wegsaufen“, bedauerte Lewis Holtby. Klaas-Jan Huntelaar war ohnehin skeptisch, ob Holtby, dieser Lausbub, zu seinem Versprechen stehen würde: „Kann sein, dass er die Rechnung von Schalke bezahlen lässt...“

Stevens warf die Rotationsmaschine an

Der Flachs blühte also bei Schalke, und dies ist immer ein Zeichen für eine gute Atmosphäre im Kader. Mit verantwortlich ist dafür auch Trainer Huub Stevens, der offenbar sein Versprechen wahr macht, dass jeder Spieler wichtig ist und gebraucht wird. Schon in der ersten Englischen Woche, und damit früher als erwartet, warf Stevens die Rotationsmaschine an und belohnte diesmal Tranquillo Barnetta mit einem Startplatz für seine Geduld, die der Schweizer in den Wochen zuvor aufgebracht hatte. Dies, das gab Barnetta ehrlich zu, sei nicht immer einfach gewesen: „Man muss versuchen, sich dann nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Natürlich möchte man gerne immer spielen.“

2:1 - S04 schlägt Piräus

Bei seinem Ex-Verein Bayer Leverkusen war der Linksaußen quasi gesetzt – in Schalke schien er nach der Verpflichtung von Ibrahim Afellay dagegen schon ins Hintertreffen zu geraten. Doch während Afellay noch Zeit braucht (Trainer Huub Stevens: „Er ist noch nicht da, wo ich ihn haben will“), zeigte Barnetta in Piräus mit einer anständigen Leistung, dass er auf Schalke angekommen ist. Obwohl er eine große Torchance vergab, fiel sein Resümee positiv aus: „Es war schon ein Super-Erlebnis.“

Kommentar
Gegen Bayern München wird Schalke gewogen

Die Bayern waren in der vergangenen Saison wie ein Stoppschild für Schalke: Beide Spiele gingen verloren, zweimal war Schalke mehr oder weniger chancenlos. Die Partie am Samstag gegen die Münchener wird eine erste Standortbestimmung in dieser Saison sein. Ein Kommentar.

Alle schwärmten davon, wie sich Schalke in diesem Hexenkessel behauptet hatte. Auch Stevens verteilte ein Pauschallob: „Uns wurde ein klares Tor nicht anerkannt, wir haben einen Elfmeter verschossen und trotzdem einen Auswärtssieg geholt – da muss man zufrieden sein.“

Dieses Mal wollen die Schalker Manuel Neuer fordern

Doch für alles gibt es noch eine Steigerung – und die soll nun am Samstag in der Arena gegen die Bayern kommen. „Jetzt haben wir das absolute Highlight“, hofft Lewis Holtby: „Ich will nicht sagen, dass ein Sieg gegen Bayern Pflicht ist, aber wir müssen dran glauben und werden alles dafür tun.“ In der vergangenen Saison verlor Schalke beide Spiele gegen die Münchner – Manuel Neuer bekam dabei nicht mal warme Handschuhe, so wenig wurde er von den Blauen gefordert.

Also hält es nicht nur Klaas-Jan Huntelaar wieder mal für „Zeit, um zu gewinnen.“ Das Selbstvertrauen dafür haben sie aus Piräus mitgebracht – das ist im Moment nicht so leicht zu erschüttern, und bei einem wie Huntelaar schon gar nicht durch einen verschossenen Elfmeter. Dass er gegen die Bayern im Falle eines Falles auch wieder vom Elfmeterpunkt antritt, ist für ihn jedenfalls gar keine Frage: „Ja klar – wenn der Trainer mich lässt.“

Manfred Hendriock

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Kommentare
20.09.2012
15:21
Schalke bangt um Jermaine Jones
von scouti | #3

"Bangt um" ... Das klingt wie Sterbebett und nicht nach dickem Fuß.

20.09.2012
05:26
Schalke bangt um Jermaine Jones
von Kreuzritter | #2

Hoffe mal das er fit wird. Ansonsten lieber eine Pause machen, denn gegen Bayern braucht es 11 Spieler die fit sind um was zuholen. Hinzu kommt das Jerry viel zu wertvoll ist um ihn für ein Spiel zuverheizen.

Glückauf.

20.09.2012
00:21
Schalke bangt um Jermaine Jones
von creck | #1

Der Arme.
Hoffentlich latscht ihm keiner drauf.

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