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Schalke 04 konzentriert sich wieder voll auf den Liga-Alltag

31.08.2012 | 17:05 Uhr
Landsleute unter sich: Trainer Huub Stevens mit seiner neuen Nummer 11 aus den Niederlanden, Ibrahim Afellay.Foto: Sebastian Konopka

Gelsenkirchen.   Der FC Augsburg gastiert am Samstag um 15.30 Uhr in der Veltins-Arena. „Unser Ziel ist es, mit einem oder mit drei Punkten nach Augsburg zurückzukehren“, sagt FCA-Trainer Markus Weinzierl.

Kyriakos Papadopoulos bleibt , die Auslosung der Champions-League-Gruppe sorgt für alles andere als Frust, und nun ist auch perfekt, dass der vom FC Barcelona ausgeliehene Ibrahim Afellay mindestens bis zum Saisonende das Trikot des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 tragen wird. Da könnte man glatt vergessen, dass es am Samstag um 15.30 Uhr in der Veltins-Arena auch noch ein ganz normales Bundesliga-Spiel geben wird: Der FC Augsburg mit dem ehemaligen Schalker Jan Morávek kommt.

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Schalke-Torhüter Timo Hildebrand fällt verletzt aus

Schalke-Torhüter Timo Hildebrand hat sich am Freitag im Abschlusstraining eine Knieverletzung zugezogen. Im ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Augsburg wird stattdessen Lars Unnerstall im Tor stehen. Jefferson Farfan steht am Samstag dagegen wieder im Schalker Kader.

Wer Huub Stevens kennt, der weiß, dass dieser nicht so gerne über den Kontrahenten spricht. „Ich rede lieber über unsere Qualität“, sagt er, erinnert aber doch daran, dass Fortuna Düsseldorf am ersten Spieltag in Augsburg zwei Chancen gehabt und beide verwertet habe. „Kompliment an Düsseldorf“, sagt der Schalker Trainer. „Aber ich weiß nicht, ob Augsburg hier auch so spielen wird wie gegen Düsseldorf.“ Es ist klar: Huub Stevens rechnet mit einem FCA-Team, das sich mehr defensiv als offensiv ausrichten wird. Obwohl sich dessen Trainer nicht unbedingt defensiv anhört. „Wir werden an dieser großen Aufgabe wachsen, aber es ist klar, dass wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen“, sagt Markus Weinzierl. „Unser Ziel ist es, mit einem oder mit drei Punkten nach Augsburg zurückzukehren.“

Chinedu Obasi und Christoph Moritz noch nicht in Bundesliga-Form

Nach Schalkes 2:2 zum Auftakt in Hannover ist die Freude auf das erste Saison-Heimspiel riesengroß. „Es ist doch klar: Wenn du so eine lange Pause hattest, vermisst du auch was“, sagt Huub Stevens. Und das Motto für diesen 1. September, „Mach et blau-weiß!“, wird sicherlich dafür sorgen, die Gänsehaut-Stimmung noch ein bisschen zu steigern. Ob Ibrahim Afellay, Schalkes neue Nummer 11, von diesem Gefühl schon am Samstag auf dem Rasen etwas mitbekommen wird? Zumindest steht er im vorläufigen Kader der Königsblauen.

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Afellay ist da - So sieht das neue Schalker Mittelfeld aus

Der Wechsel von Ibrahim Afellay zum FC Schalke 04 ist perfekt. Der Niederländer kommt für ein Jahr auf Leihbasis vom FC Barcelona. Der Konkurrenzkampf im Schalker Mittelfeld wird dadurch angeheizt.

Diese Frage stellt sich auch für Marco Höger , der wegen seiner muskulären Probleme im hinteren Oberschenkel erst seit Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainiert. „Es ist erfreulich, dass er schneller zurückgekehrt ist, als wir erwartet hatten“, sagt Huub Stevens, für den Chinedu Obasi und Christoph Moritz noch kein Thema sein werden. „Wir haben sie noch nicht da, wo wir sie hinhaben wollen“, sagt der 58-jährige Trainer. „Sie machen aber Fortschritte.“

Und sie standen Freitagnachmittag beim Abschlusstraining auch auf dem Platz – ebenso wie Ibrahim Afellay, der für die Niederlande 41 Länderspiele bestritten hat und sich Champions-League-Sieger 2011 nennen darf. Erneut ist ein Mann aus der Primera División, aus der Liga des Fußball-Weltmeisters, in Gelsenkirchen gelandet. Angefangen hatte es, natürlich: mit Señor Raúl am 28. Juli 2010.

Afellay startet ins Training

 

Trauerflor für Ivica Horvat

„Das ist eine Entwicklung, die schon länger voranschreitet“, sagt Schalkes Manager Horst Heldt. „Die Bundesliga hat sehr viel zu bieten, und deshalb bewegen sich auch Top-Spieler zu uns.“ Er meint die gesamte Liga, nicht nur seinen Klub. „Wir sind auch in der Lage“, spricht Horst Heldt für sich und viele seiner Kollegen, „die Gehälter zu bezahlen. Im Gesamtpaket sind wir in der Tat unfassbar attraktiv.“

In Erinnerung an Ivica Horvat – der Trainer der Schalker Pokalsieger-Mannschaft ist am Montag im Alter von 86 Jahren gestorben – werden die Königsblauen gegen Augsburg mit Trauerflor auflaufen.

Andree Hagel und Peter Müller



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