Sané überzeugt durch Glanzvorlage und Tor - Note 2

Schalkes Leroy Sané ließ sich auch gegen Darmstadt nur selten von seinen Gegenspielern stoppen.
Schalkes Leroy Sané ließ sich auch gegen Darmstadt nur selten von seinen Gegenspielern stoppen.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
  • Noten von 1,5 bis 5 - die Schalker Mannschaftsleistung in Darmstadt war durchwachsen.
  • Max Meyer war nach unserer Bewertung der beste Schalker am Böllenfalltor.
  • Besonders Stürmer Klaas-Jan Hunterlaar und Abwehrmann Junior Caicara enttäuschen.

Darmstadt. Noten von 1,5 bis 5 - so bewerten wir die Leistung der Schalker Mannschaft im Gastspiel bei den Lilien.

Torwart und Abwehr:

  • Ralf Fährmann: Verlebte einen sehr ruhigen Nachmittag. Meisterte auch die seltenen „Fußball“-Szenen gut, stand dabei aber kaum unter gegnerischem Druck. Auch nach 85 Minuten noch hellwach und mit einer tollen Flugeinlage gegen Wagner. Note: 2,5
  • Junior Caicara: Der brasilianische Sunnyboy war der Schalker, der am wenigsten mit den Bedingungen zurecht zu kommen schien. War im wahrsten Sinne des Wortes maximal ein „Mitläufer“, keine Aggressivität, nur eine halbwegs brauchbare Offensivaktion (65.). Note: 5

  • Joel Matip: Auch er hatte schon größere Herausforderungen zu meistern, als die biederen Darmstädter Angriffsversuche zu entschärfen. Hätte sich deshalb ruhig noch mehr ins Spiel nach vorn einschalten können. Note: 3
  • Roman Neustädter: Der ein oder andere hatte schon gespannt auf das Laufduell gegen Heller gewartet, Neustädter aber bot keinen Anlass zu großer Kritik, sondern spielte einen soliden Stiefel herunter. Note: 3,5
  • Sead Kolasinac: Ganz am Anfang wagte er sich mal nach vorne, danach hielt er sich zurück. War defensiv bissiger als Caicara, am Samstag aber auch nicht besonders gefordert. Note: 3,5

Mittelfeld:

  • Leon Goretzka: Es war nicht sein Nachmittag. Bekam nicht den gewohnten Zugriff auf die Partie. Laufpensum und Aktionsradius wie immer riesig, dieses Mal aber oft ohne Effekt. Note: 4
  • Johannes Geis: Der tolle Freistoß an den Außenpfosten mag eine andere Sprache sprechen, aber insgesamt hat Geis die große Präsenz, die ihn in der Hinrunde auszeichnete, eingebüßt. Aus dem Spiel muss eigentlich noch mehr kommen, vor allem wenn man an die Mainzer Zeiten denkt. Note: 3,5

  • Leroy Sané (bis 89.): Nach 43 Minuten dachten wirklich alle, dass die Szene vorbei ist – nur einer nicht: Leroy Sané! Die Vorarbeit zum 1:0 ist genauso hoch zu bewerten wie Meyers kaltschnäuzige Vollendung. Beim zweiten Tor lief es dann umgekehrt, so ein Ding macht er ja fast schon blind. Zum Schluss übertrieb er es mit den Kabinettstückchen, als er an Vrancic hängen blieb. Am Samstag aber definitiv eher Barcelona als Leipzig. Note: 2
  • Max Meyer (bis 84.): Dass er den Ball vor dem 1:0 nicht blind draufknallte, sondern ganz überlegt hin- und schließlich reinlegte, war große Klasse. Die maß- und passgenaue Vorarbeit zum 2:0 war mindestens genauso hervorragend. Hatte danach noch zwei weitere, kleinere Möglichkeiten. Sollte er der unzufriedene Stinkstiefel im Team sein, kann das gerne so bleiben. Note: 1,5
  • Eric Maxim Choupo-Moting: Man sah, dass er wollte – dass er konnte, sah man kaum. Hätte eigentlich eine Chance als Mittelstürmer verdient, der Konkurrenz dort ist „Choupo“ gewachsen. Note: 4

Sturm:

  • Klaas-Jan Huntelaar (bis 90.): Schalkes Spiel passt schon lange nicht mehr zu seinem. In Darmstadt blieb er erneut blass, kam aber ohne das Etikett „Chancentod“ aus, weil er erst gar keine Möglichkeiten hatte. Das macht es nicht besser. Note: 4,5

Die Eingewechselten

  • Alessandro Schöpf (ab 89.): Er kam für Leroy Sané. Ohne Note
  • Pierre-Emile Höjbjerg (ab 84.): Er kam für Max Meyer. Ohne Note
  • Marvin Friedrich (ab 90.): Er kam für Klaas-Jan Huntelaar. Ohne Note