Sami Khedira begründet Schalke-Absage: "Unruhen zu groß"

Juventus Turin statt Schalke 04: Sami Khedira (r.) hat sich zu den Gründen für seinen Wechsel geäußert.
Juventus Turin statt Schalke 04: Sami Khedira (r.) hat sich zu den Gründen für seinen Wechsel geäußert.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Sami Khedira hat nach dem Wechsel zum italienischen Meister Juventus Turin seine Entscheidung begründet, warum er sich gegen Schalke entschieden hat.

Gelsenkirchen.. Sami Khedira rüstet sich für seine Zeit in Italien: Auf der Facebook-Seite des 28 Jahre alten Weltmeisters prangt seit einigen Tagen im Profil groß das Vereins-Logo von Juventus Turin. Khedira erhält beim diesjährigen Champions-League-Finalist und italienischen Rekordmeister einen Vertrag bis 2019.

Khedira wechselt nach Italien, dabei hätte auch der FC Schalke 04 den Nationalspieler gerne verpflichtet. Die Bemühungen der Knappen schlugen letztlich fehl. Woran es mangelte, weshalb der ehemalige Stuttgarter nicht doch zu den Königsblauen kam, darüber diskutierten viele Fans.

Khedira über Schalke-Gespräche mit Di Matteo

Nun hat Sami Khedira, der zuletzt fünf Jahre in Diensten von Real Madrid stand, in einem Interview mit dem TV-Sender "Sky" selbst zum Transfer Stellung genommen. "Ich hatte sehr gute Gespräche mit Schalke 04, mit dem ehemaligen Trainer Di Matteo, aber auch mit Horst Heldt und Clemens Tönnies."

Transfer Letztlich waren offenbar keine sportlichen Gründe, sondern Störfeuer im Umfeld ausschlaggebend für Khediras Entscheidung. "Es war eine ernsthafte Überlegung von mir, aber die Unruhen waren leider zu groß - und der Trainer wurde entlassen. Das war für mich ausschlaggebend."

Khedira über Juventus: "Der Verein war sehr bemüht"

Nun konzentriert sich der umworbene Mittelfeldspieler auf sein Engagement bei Juventus Turin. "Der Verein war sehr bemüht. Es ist eine große Familie, die mich empfangen wird."

Über die sozialen Netzwerke sendete Khedira bereits Grüße an die Tifosi: "Bei Juve passt wirklich alles. Das Gespräch mit dem Trainer und dem Management war toll. Die sportliche Perspektive. Die großartige Mannschaft und die unglaublichen Fans. Ein großer traditionsreicher Verein in einer reizvollen Umgebung. Ich freue mich auf eine großartige schwarz-weisse Zeit!"

Nach dem VfB Stuttgart folgte Real Madrid

Der 28-Jährige spielte in seiner Jugend beim TV Oeffingen und VfB Stuttgart, bei dem er auch für die Reserve und erste Mannschaft kickte. Nach mehr als 100 Begegnungen bei Real Madrid folgte nun der Wechsel.

Der Nationalspieler gewann 2014 mit Deutschland bei der WM in Brasilien den Titel. Khedira war bei der U21-Europameisterschaft im Jahr 2009 Mannschaftskapitän. Die Elf von Horst Hrubesch siegte im Finale mit einem 4:0 gegen England. (dihei)