Fußball-Regionalliga : Lapaczinski-Traumtor

Der FC Schalke 04 II schlägt Bayer 04 Leverkusen II mit 2:1. „Das Spiel hat viel Nerven gekostet, weil wir uns das Leben am Ende selbst schwer gemacht haben”, sagt Trainer Oliver Ruhnert.
FC Schalke 04 II - Bayer 04 Leverkusen II 2:1 (0:1)
Tore: 0:1 Maciej Zieba (28.), 1:1 Massih Wassey (56., Foulelfmeter), 2:1 Denis Lapaczinski (64.).
FC Schalke 04 II: Unnerstall, Kraska, Mimbala, Melchner, Kilian (73. Müller), Kühn, Lapaczinski, Yalin (69. Tumanan), Wassey, Trisic (78. Thorwart), Erwig.
Von einem Abstiegsplatz auf Rang elf und zumindest ein Zwei-Punkte-Polster auf die NRW-Liga-Plätze. Nach dem zweiten Sieg in Serie, dem 2:1 über die Reserve von Bayer 04 Leverkusen, kann die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 die Länderspiel-Pause zumindest ein bisschen genießen und muss sich beim Blick auf die Tabellen nicht quälen.
Die Dimension der Erleichterung dieses Erfolges wurde noch viele Sekunden nach dem Schlusspfiff deutlich, als Schalkes Trainer Oliver Ruhnert immer noch seine Arme verschränkt hinter dem Kopf hielt. „Das Spiel hat viel Nerven gekostet, weil wir uns das Leben am Ende selbst schwer gemacht haben”, sagte der 37-Jährige. „Bei den Konterchancen hätten wir das 3:1 machen müssen.” Nicht können. Müssen, wohlgemerkt. Oliver Ruhnert betonte dieses Wort auch, weil er an zwei Möglichkeiten von Christian Erwig (77., 87.) sowie eine Chance von David Müller (89.) dachte.
Lars Unnerstall klärt clever
Als die Leverkusener in der Schlussphase drückten, mussten die Schalker, die für den verstorbenen Rolf Rüssmann mit Trauerflor spielten, befürchten, wieder einmal trotz einer Führung die Partie nicht als Sieger zu beenden. Die Überlegenheit der Bayer-Elf war jedoch nicht zwingend. Nur einmal wurde es für Lars Unnerstall gefährlich, und zwar nach einem Freistoß von Burak Kaplan in der 86. Minute. Doch der 19-jährige Keeper der Königsblauen klärte sehr clever. „Am Ende”, grummelte dann auch Leverkusens Trainer Ulf Kirsten, „hat Schalke vielleicht auch verdient gewonnen.”
Zunächst einmal war am Sonntag in der Mondpalast-Arena vor 380 Zuschauern, zu denen unter anderem auch der am 20. September beim Zweitligisten Rot-Weiß Ahlen beurlaubte Trainer Stefan Emmerling gehörte, eine Schalker Zweite zu sehen, die reichlich Selbstvertrauen von ihrem 2:0-Sieg in Kaiserslautern hatte. „Wir haben in den ersten 25 Minuten sehr gut agiert”, sagt Oliver Ruhnert. Dann aber der Schock: Die Bayer-Reserve ging durch Maciej Zieba mit 1:0 in Führung – ein toll herausgespielter Treffer. „Danach haben wir für eine Viertelstunde den Faden verloren”, sagte Oliver Ruhnert und gab zu, die Pause herbeigesehnt zu haben. „Es wäre möglich gewesen, dass Leverkusen den zweiten Treffer nachgelegt hätte. Wir sind dann aber nach der Pause gut sortiert rausgekommen.”
Schlampereien
Der Laie sah das nicht sofort, der stellte sogar Schlampereien im Schalker Spiel fest. Als Massih Wassey in der 56. Minute jedoch nach einem Foul an Maurice Kühn per Elfmeter das 1:1 gelungen war, ging ein deutlicher Ruck durch die Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt nur wegen des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz stand. „Wir hatten das Quäntchen Glück, das wir uns in den vergangenen Spielen mehr als verdient haben”, sagte Oliver Ruhnert. „Und dann geht auch mal so ein Schuss rein.” So ein Schuss aus fast 30 Metern Entfernung, den Denis Lapaczinski genau in den Winkel gezirkelt hatte: der 2:1-Siegtreffer.





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Thorsten Schmugge









