S04 gegen Köln - und den torlosen Podolski
12.02.2010 | 20:11 Uhr 2010-02-12T20:11:00+0100
Gelsenkirchen.Vor fünf Monaten, beim Hinspiel gegen Schalke, schoss Lukas Podolski sein bislang letztes Tor für den 1. FC Köln. Bitter für den Nationalstürmer: Als er zuletzt verletzt war, lief es ohne ihn für Köln besser.
Als Schalke neulich in Bochum gespielt hat, gab es am Rande des Platzes eine ziemlich knuffige Begegnung. Auf dem Weg zum Warmmachen blieb Bochums Vahid Hashemian kurz bei Felix Magath stehen, gab dem Schalker Trainer ganz höflich die Hand – und schenkte ihm dann nach seiner Einwechslung noch so heftig einen ein, dass es am Ende nur 2:2 ausging. Magath war früher bei Bayern München der Trainer von Hashemian – von daher kennt man sich.
Am Sonntag (15.30 Uhr) könnte es erneut so ein Wiedersehen geben, denn Schalke spielt in der Arena gegen den 1. FC Köln – den Klub, der im vergangenen Sommer noch beinahe ausschließlich aus Lukas Podolski zu bestehen schien. Doch inzwischen ist „Poldi“ in Köln mehr Problem als Prinz – wenn überhaupt, dann ist er nur ein „Prinz von der traurigen Gestalt“. Sein letztes Tor für Köln, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, erzielte der Nationalstürmer ausgerechnet beim Hinspiel gegen Schalke, als die „Blauen“ mit 2:1 gewannen. Seitdem sind fünf Monate vergangen. Ohne ein einziges Poldi-Tor für den FC.
Die Null stand stets auf der falschen Seite
Gut, zuletzt war Podolski einige Spiele verletzt, doch das macht die Geschichte für ihn eher noch bitterer: Denn ohne ihren Star holten die Kölner aus drei Spielen sieben Punkte und schossen dabei acht Tore. Das sind beinahe so viele Tore wie in der gesamten Hinrunde, als Köln in 17 Spielen nur zehnmal traf und für Ergebnis-Tipper leicht auszurechnen war: Die Null stand stets auf der falschen Seite. „Nun“, erklärt Felix Magath, „hat sich Köln im Spiel nach vorne gesteigert und im Gegensatz zur Vorrunde mit die meisten Tore geschossen.“ Es mag Zufall sein, dass die Tore ohne Podolski gefallen sind. Aber ein Kompliment ist das nicht.
Magath war nach der WM 2006 Podolskis Trainer bei den Bayern. Aus der Ferne mag er nicht beurteilen, warum der Nationalspieler, der bei Joachim Löw nach wie vor unantastbar ist, nicht in Schwung kommt: „Ich habe den Spieler vor ein paar Jahren trainiert und weiß nicht, was er heute macht.“ Möglicherweise ist „Poldi“, der in guten Zeiten immer so unbeschwert wirkt, mit dem ganzen Rummel um ihn aber nicht zurecht gekommen. Magath: „Junge Spieler, die sehr früh in die Nationalmannschaft kommen, müssen heutzutage viel Zeit für Vermarktung und Medienarbeit aufbringen.“ Dies lenke dann von den sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten ab. Man kann sich leicht vorstellen, dass dies auch für Podolski ein Problem war. Nicht erst seit dem vergangenen Sommer, als er mit großem Brimborium zu seinem FC zurückkehrte.
Heute nun scheint es für Köln fast egal, ob Podolski spielt oder nicht: Auf jeden Fall ist er nach seinem Platzverweis beim Pokal-Aus in Augsburg nicht für die Bundesliga gesperrt. Wahrscheinlich lässt Kölns Trainer Zvonimir Soldo, der früher in Stuttgart noch unter Magath gespielt hat, seinen Star in Schalke jedoch trotzdem zunächst auf der Bank. „Zvonimir Soldo hat mir nicht verraten, wie er spielen wird“, schmunzelt Magath, „aber ich mache mir auch keine Gedanken darüber, ob mit oder ohne Poldi. Wir werden uns flexibel darauf einstellen.“ Beinahe, so scheint es, ist es ihm auch egal. Solange es nicht erneut so ein Wiedersehen wie neulich in Bochum mit Hashemian gibt.

17:14
Eure Eltern...
13:42
Hier sind die Deppen los.
http://www.youtube.com/watch?v=wzgzhynnabI
12:47
Die Jecken sind los!
Ich war gerade im Köln-Forum alles dreht sich um Schulden 04 -1.FC Köln.
als die Kölner losgelassen.
12:42
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12:34
#61 von bluehope
Aha!
Besten Dank!
12:27
#59 Chantalle
Ex-HSV-Trainer Martin Jol bezeichnete einmal einen Sieg des HSV als einen schnutzigen Sieg, weil sein Team grottenschlecht, kreativlos und unverdient gewonnen hat. Seither bedient man sich gelegentlich dieses Ausdrucks, wenn Siege auf ähnliche Weise zustande kommen.
12:25
59 Chantall aus Parie,
dieses dreckig ist nicht mit schmutzig zu vergleichen.
12:11
Äh,...
...was ist denn ein dreckiges 1:0 ?
10:54
#57 bluehope
Spielerisch sind wir (noch) nicht auf dem Niveau einer Spitzenmannschaft. Aber Köln auch nicht. Ich mache mir da heute keine Sorgen um S04
10:49
#52
Du schreibst, gegen Köln ist eine Leistungssteigerung notwendig. Das stimmt. Aber wir müssen auch realistisch denken. Spielerisch sind wir (noch) nicht auf dem Niveau einer Spitzenmannschaft. Also müssen wir diesen Nachteil mit Kampf, Einsatz und Leidenschaft ausgleichen. Deshalb hoffe ich, daß man von der ersten Minute an hundertprozentig zur Sache geht. Unde was die nächsten Wochen angeht... in der Vorrunde hat uns auch Niemand zugetraut, diese Phase so bravourös zu meistern. Ich bin da sehr zuversichtlich. Hauptsache wir halten die Mannschaften hinter uns auf Distanz. Schon deshalb muß heute ein Dreier her.
#56
Auch mir reicht ein dreckiges 1.0.... aber hoffentlich nicht erst in der 89.Minute... der Nerven wegen!
Einen schönen blau-weissen Sonntag!