Roberto Di Matteo hat mit dem FC Schalke 04 ein klares Ziel

Schalke-Trainer Roberto Di Matteo (l.) verschärfte beim Training am Freitag das Tempo.
Schalke-Trainer Roberto Di Matteo (l.) verschärfte beim Training am Freitag das Tempo.
Was wir bereits wissen
Roberto Di Matteo nennt Schalke einen „sehr ambitiösen Verein“. Das trifft auch auf ihn selbst zu: Der neue Trainer verfolgt hohe Ziele. Die gleichen, von denen auch Schalke trotz der schwachen Zwischenbilanz nicht abweicht. S04 will wieder in die Champions League.

Gelsenkirchen.. Am Freitag hat Roberto di Matteo das Tempo verschärft: Immer noch ruhig im Ton, aber sehr engagiert im Auftreten, trieb er die Schalker Spieler auf dem Trainingsplatz ständig an. Sein klares Ziel: Er will mit S04 auf Dauer in der Champions League spielen. Denn der Italiener sieht sich als Königsklassen-Trainer.

Als Schalkes Manager Horst Heldt im Frühjahr 2013 das erste Mal Kontakt zu Roberto di Matteo knüpfte, hatte der es nicht eilig. Sein Vertrag beim FC Chelsea lief noch bis Juni 2014 – da muss man nicht auf das erste Angebot eingehen. Und außerdem konnte Schalke ihm auch keine sichere Perspektive für künftige Auftritte in der Königsklasse geben – die Liga, die er 2012 mit Chelsea gewonnen hatte.

Doch als Heldt jetzt wieder an ihn herantrat, stellte sich die Sache anders dar: Sein Vertrag in London war ausgelaufen, und auf Schalke ist die Saison noch jung genug, um viel zu erreichen. Für Roberto di Matteo der richtige Zeitpunkt, um nach fast 23 Monaten wieder einen Verein zu übernehmen: „Am Anfang wollte ich eine kleine Pause machen, und dann habe ich gewartet, bis die richtige Situation gekommen ist“, erzählt er.

Heldt hält an Zielvorgaben fest

Roberto di Matteo identifiziert sich voll mit Schalkes Zielen, die trotz der unbefriedigenden Zwischenbilanz mit Platz elf in der Bundesliga „nicht verändert“ werden, wie Heldt klarstellt: „Wir wollen in der Champions League das Achtelfinale erreichen und in der Bundesliga um einen Champions-League-Platz mitspielen.“ Di Matteo nennt den Verein „sehr ambitiös“ – das Gleiche gilt auch für ihn.

Erstes Training Bislang sind seine Planungen auf die Premiere in einer Woche gegen Berlin ausgerichtet, doch drei Tage später steigt schon sein erstes Champions-League-Spiel mit Schalke gegen Sporting Lissabon – den vermeintlichen Hauptkonkurrenten im Kampf um Gruppenplatz zwei. Di Matteo nimmt die beiden Duelle mit den Portugiesen als Paket und sagt: „Diese Spiele werden wichtig und vielleicht entscheidend sein.“ Mit zwei Siegen im Rücken könnte er dem dann folgenden Champions-League-Spiel gelassener entgegensehen: Seinem Wiedersehen mit Chelsea.

Eigentlich will er darüber noch gar nicht reden, aber dann verrät er doch, dass er natürlich immer noch gute Kontakte zu Chelsea hat: Er hat reichlich SMS von alten Weggefährten bekommen, als sein Wechsel nach Schalke feststand.

Das ambitiöse Schalke und der ehrgeizige di Matteo – zumindest die Ziele passen zueinander. An seinem ersten Tag wurde er sogar gefragt, ob er sich mit Schalke eines Tages auch den Gewinn der Meisterschaft zutrauen würde, doch das ging selbst ihm zu fix: Diese Frage wollte er noch nicht beantworten...