Real in der Champions League eine Nummer zu groß für Schalke

Newcomer gegen Weltstar: Felix Platte traf für Schalke nur die Latte - bei Real Madrid verwandelte Cristiano Ronaldo einen Kopfball.
Newcomer gegen Weltstar: Felix Platte traf für Schalke nur die Latte - bei Real Madrid verwandelte Cristiano Ronaldo einen Kopfball.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Unter Trainer Roberto di Matteo hat Schalke Fortschritte in Organisation und Struktur gemacht. Was fehlt, ist das Erlebnis zum Ergebnis. Und gegen Real Madrids individuelle Klasse war nicht mehr drin.

Essen.. Schalke 04 gegen Real Madrid, das ließ sich gestern Abend in Gelsenkirchen anschaulich zuspitzen: Timon Wellenreuther hier im Tor, Ilker Casillas da. Felix Platte im königsblauen Sturm, Cristiano Ronaldo im königlichen. Gemessen daran ist das 0:2 ein Ergebnis, mit dem sich Schalke absolut achtbar aus der Affäre gezogen hat.

Fußball ist zudem Kopfsache. Ganz sicher spielte auch die Erinnerung an die 1:6-Klatsche gegen Real aus dem Vorjahr mit. Ein Teil der Spieler war zwar damals gar nicht dabei, aber bis unmittelbar vor dem Anpfiff ließ keiner der Verantwortlichen die Gelegenheit aus, an das Spiel zu erinnern, verbunden mit der immer gleichen Mahnung: bloß nicht wieder.

Auf Schalke fehlt noch das Erlebnis zum Ergebnis

Das spiegelt ziemlich genau, wo Schalke unter Trainer Roberto di Matteo inzwischen steht. Taktische Disziplin und Ordnung reichen, um ein Real Madrid, das nicht auf der Höhe seiner Kunst ist, bis auf drei, vier Szenen zu bändigen. Wenn man so will: Der Tortenboden ist gelegt. Was noch fehlt, ist der Klatsch Sahne obendrauf, das Erlebnis zum Ergebnis. Es wird sich zeigen, ob di Matteo das im Laufe der Zeit hinbekommt. Real aber ist dafür ganz einfach die falsche Kragenweite.