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Ralf Fährmann rät, sich auf Schalke am BVB zu orientieren

27.01.2016 | 20:22 Uhr
Ralf Fährmann rät, sich auf Schalke am BVB zu orientieren
Gutes Verhältnis: Ralf Fährmann (links) und Andre Breitenreiter.Foto: firo Sportphoto/Fabian Simons

Gelsenkirchen.   Schalkes Torwart Ralf Fährmann kann die aktuelle Kritik am Trainer nicht verstehen und nennt Gründe, warum es mit André Breitenreiter besser läuft.

Es hat geregnet, und der Wind zog übers Vereinsgelände, aber Ralf Fährmann stand da wie eine Eins. Schalkes Torwart ging am Mittwoch in die Offensive und nahm Stellung zu den Vorwürfen, die der TV-Sender Sky gegen Schalkes Trainer André Breitenreiter erhoben hatte. Fährmanns Fazit: „Wir haben den besten Trainer seit Jahren auf Schalke.“

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… die Reaktion der Mannschaft auf die Kritik am Trainer: Wir saßen in der Kabine, haben das im Fernsehen mitbekommen und wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. Das kam aus heiterem Himmel. Aus der Mannschaft habe ich in den letzten Monaten nicht mal den Ansatz von so einer Kritik gehört, und ich spreche mit vielen Spielern. Wir waren alle total baff.

… die Vorwürfe im Konkreten, Stichwort Trainingsinhalte: Ich habe schon einige Trainer hier auf Schalke und auch in Frankfurt erlebt: Momentan haben wir das beste Training, das wir uns wünschen können. Wir sind bestens vorbereitet auf jeden Gegner, es werden taktische Inhalte vermittelt, die ich vorher so nicht kannte. Diese Kritik ist völlig an der Realität vorbei.

… die Spielanalyse: Auch diese Kritik kann ich Nullkommanull nachvollziehen. Wir analysieren jedes Spiel, das dauert mindestens eine halbe Stunde, und da wird jedes kleinste Detail angesprochen. Jeder Spieler hat zudem ein iPad bekommen, auf dem er sich seine eigenen Szenen aus dem Spiel ansehen kann. Und es gibt für jeden eine Tabelle, aus der ersichtlich ist, wie viele Kilometer man zum Beispiel gelaufen ist oder wie viele Zweikämpfe man gewonnen hat. Es ist eher schon zu viel (lacht).

Fährmann hofft auf Trotzreaktion

… die Teamführung: Ich habe schon Trainer auf Schalke erlebt, die mit gar keinem Spieler gesprochen haben. Heute ist die Tür zum Trainerbüro immer offen – so einen kommunikativen Trainer gab es lange nicht auf Schalke. Er spricht die Dinge ehrlich und klar an, bläst einem aber keinen Zucker in den Hintern. Wenn sich ein Spieler nicht so wohl fühlt, kann er jederzeit zu ihm gehen. Natürlich gibt es auch Spieler, die weniger Spielzeit bekommen und auch gefrustet sind. Aber auch von denjenigen habe ich noch keine Kritik gehört.

… den Neuanfang in dieser Saison: Es ist einfach ärgerlich, weil man versucht, auf Schalke etwas aufzubauen. Wenn dann nach einer Niederlage gleich wieder alles in Frage gestellt wird, ist das nicht förderlich für die Entwicklung. Wir haben den besten Trainer seit Jahren auf Schalke. Wir sprechen von einem großen Umbruch – wenn ich den jemandem zutraue, dann einfach unserem jetzigen Trainer. Da kriegt er meine vollste Unterstützung und auch die von der Mannschaft.

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… die spielerische Entwicklung in dieser Saison: In der vergangenen Saison hatten wir manchmal gar keine Chancen, kaum Spielanteile, weniger Ballbesitz, haben weniger Zweikämpfe gewonnen und sind weniger gelaufen als der Gegner. Jetzt laufen wir mehr, gewinnen mehr Zweikämpfe, spielen uns mehr Torchancen heraus – also hat sich unsere Spielweise schon sehr stark verändert. Wir belohnen uns einfach nicht, aber trotzdem spielen wir guten Fußball – nur noch nicht so erfolgreich. Deswegen finde ich es umso erstaunlicher, dass wieder Kritik am Trainer geäußert wird und nicht vielleicht an dem einen oder anderen Spieler.

… die (Un)Geduld im Umfeld: Mir tut das zwar im Herzen weh, das sagen zu müssen, aber man hat es bei Borussia Dortmund gesehen, dass so ein Umbruch Jahre dauern kann. Auch wenn ich mir da die Zunge verbrenne: Daran muss man sich vielleicht mal ein bisschen orientieren und jetzt einfach Ruhe reinbringen.

… die Konsequenzen: Wir versuchen, uns davon nicht beeinflussen zu lassen, sondern weiter ruhig zu arbeiten. Ich hoffe, dass wir es allen jetzt erst recht zeigen werden.

Manfred Hendriock

Kommentare
28.01.2016
15:07
Ruhe reinbringen ;D
von Heiko04 | #17

Keine schlechte Idee, dann könnten sie Spieler auch nach Leistung bezahlt werden, oder nicht Ralle? Jeder bekommt nur so viel wie es der Leistung...
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Ralf Fährmann rät, sich auf Schalke am BVB zu orientieren
Ralf Fährmann rät, sich auf Schalke am BVB zu orientieren
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/ralf-faehrmann-raet-sich-auf-schalke-am-bvb-zu-orientieren-id11502696.html
2016-01-27 20:22
sports, Fußball, FC Schalke, Bundesliga, Fährmann
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