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Polizei widerspricht Schalke — Fans zu Krawall verabredet

15.01.2013 | 08:49 Uhr
Polizei widerspricht Schalke — Fans zu Krawall verabredet
Beim Revierderby im Oktober kam es zu heftigen Ausschreitungen zwischen Anhängern des BVB und Schalke.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Das schnelle Eingreifen verhinderte laut Polizei, dass sich BVB- und Schalke-Fans am Samstag vor dem Dortmunder Bahnhof zu nahe kommen konnten. Ein Schalke-Sprecher streitet eine geplante Begegnung ab, die Polizei ist vom Gegenteil überzeugt. Der Staatsschutz ermittelt gegen sechs junge Männer.

Krawall-Fans des BVB und von Schalke 04 hat die Dortmunder Polizei nach eigenen Angaben am Samstag vor dem Hauptbahnhof rechtzeitig gestoppt. Dort hatten sich demnach jeweils rund 50 „gewaltbereite“ Männer, gekleidet in blaue (S04) und rote (BVB) T-Shirts, „offensichtlich zu einer Auseinandersetzung verabredet “, heißt es im Bericht der Polizei.

Was ein Schalke-Sprecher später im TV-Interview verneinte: „...dort haben BVB-Fans Prügel angeboten“ und „Auf diese Provokation sind die Schalker Fans nicht eingegangen. Es kam zu keiner Konfrontation. Es gab keine abgesprochene Kleidung. Der Bahnhof wurde nicht verlassen“.

„Der Berichterstattung von Schalke 04 widersprechen wir ausdrücklich“, heißt es jetzt in der gemeinsamen Entgegnung der Polizei Dortmund und der Bundespolizei. Sie schildern den Ablauf der Ereignisse detailliert, der Staatsschutz ermittelt gegen sechs BVB-Fans, 22 bis 27 Jahre alt. Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung lautet der Vorwurf gegen die jungen Männer aus Köln, Düren, Lünen, Walsrode, Dortmund und Warstein.

Einheits-T-Shirts in Blau und Rot

Am Samstag hatten sie demnach rote Einheits-T-Shirts getragen, wie die ganze Gruppe von rund 50 BVB-Fans. Manche trugen Jacken über dem T-Shirt, einige waren vermummt. Gegen 11 Uhr trafen sie sich auf der Katharinentreppe, gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof.

Zeitgleich verließen im Bahnhof rund 250 Schalke-Fans die Bahn aus Gelsenkirchen, um auf den Zug nach Meschede zu warten, wo ein Turnier der U 23 stattfand. Der Bahnhof war wie gewohnt voll, die Bundespolizei wachsam. Trotzdem gelang einem ähnlich großen Pulk gleichaltriger Schalke-Fans – mit blauen Einheits-T-Shirts – der Weg auf den Bahnhofsvorplatz.

Polizei
Schalke- und BVB-Fans offenbar zu Schlägerei verabredet

Zu einer Schlägerei hatten sich in Dortmund für Samstagvormittag offenbar Fußball-Fans verabredet. 50 Dortmunder Ultras haben laut Polizei 250 Schalke-Anhänger am Hauptbahnhof erwartet. Als die Polizei kam, sollen sich die Dortmunder in einem Parkhaus verschanzt haben.

Ein aufmerksamer Passant witterte Gefahr und alarmierte um 11.20 Uhr die Polizei. Die kam sofort, drängte die Schalke-Fans zurück in den Bahnhof und wartete ab, bis der Zug nach Meschede gegen 12 Uhr abgefahren war.

Sechs Männer im Gewahrsam

Vor dem Bahnhof widmeten sich Beamte den BVB-Fans, sprachen den „mutmaßlichen Rädelsführer“ an. Als der 24-Jährige aus Lünen, der Polizei bereits bekannt, nicht auf den „großflächigen Platzverweis“ reagierte, nahmen sie ihn in Gewahrsam. Andere Männer verflüchtigten sich in die Fußgängerzone, andere liefen in ein Parkhaus in der Nähe. Das wurde umstellt und durchsucht, gefunden wurde aber kein Verdächtiger mehr.

Insgesamt sechs Fans blieben im Polizeigewahrsam, bis die S04-Fans aus Meschede die Heimat wieder erreicht hatten. Die Personalien der sechs Verdächtigen sind bekannt, ihre Handys und Smartphones beschlagnahmt. Sie dürfen sich nun auf unangenehme Fragen einstellen.

Wurfgeschosse von der Brücke

Die Turnier-Rückkehrer aus Meschede wurden auf dem Weg durch Dortmund von Bundespolizisten begleitet. Als der Zug mit den Schalkern am Signal Iduna Park hielt, warfen Unbekannte von der Brücke Gegenstände auf die Bahn. Dabei ging ein Abteilfenster zu Bruch.

50.000 Euro Strafe hat das Sportgericht des Deutschen Fußball Bundes eben erst dem Verein Schalke 04 aufgebrummt für „Fans“ in Blau-Weiß, die bei mehreren Spielen Rauchbomben geworfen, Magnesiumfackeln und Bengalos entzündetet hatten.

Sigrid Krause


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