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Paderborns Hofmann auf Kloses Spuren

08.10.2012 | 20:57 Uhr
Paderborns Hofmann auf Kloses Spuren
SC Paderborn 07 - VfL Bochum

Paderborn.   Philipp Hofmann sorgt für Aufsehen in Liga zwei - und soll mal Klose beerben. „Die halbe zweite Liga wollte ihn“, erinnert sich Horst Heldt, der Manager des FC Schalke 04. U20-Nationaltrainer Horst Hrubesch hält Hofmann für einen potenziellen Erben von Nationalstürmer Miro Klose.

Horst Heldt, der Manager des FC Schalke 04, ringt ein ­wenig um Worte, wenn es um diesen jungen Spieler geht. Weil dieser junge Spieler offenbar etwas hat, ­etwas kann, das gar nicht so einfach zu beschreiben ist. Dieses Besondere, diese Gabe, sagt Heldt, „hat er einfach in sich.“

Resultat dieser Gabe sind Tore. Philipp Hofmann, der 19 Jahre alte Fußballer, erzielt sie. Derzeit für den Zweitligisten SC Paderborn.

Hofmann hat das "gewisse Etwas"

Eigentlich wollte Philipp Hofmann beim FC Schalke 04 bleiben, wollte mit den Profis trainieren, wollte sich alles abschauen bei einem wie Klaas-Jan Huntelaar, dem niederländischen Nationalstürmer. Er würde auf seine Chance warten. Das war der Plan. Den er wieder verwarf, um spielen zu können. „Die halbe zweite Liga wollte ihn“, erinnert sich Heldt. Hofmann, der Junge aus dem sauerländischen Wenholthausen, entschied sich für Paderborn: nicht weit weg, ruhiges Umfeld, gute Einsatzchancen.

Er lag offenbar nicht verkehrt. Hofmann gehört inzwischen zur Startformation, schoss in den letzten fünf Spielen vier Tore. Er ist der Mann, der derzeit in der zweiten Fußball-Liga die meiste Aufmerksamkeit erregt. Und er ist der Mann, dem Experten die nationalen Hoffnungen für die Zukunft auf die Schultern legen. Zum Beispiel Horst Hrubesch, der Trainer der U20-Nationalmannschaft, mit der sich Hofmann gerade auf das ­nahende Duell gegen Italien am Mittwoch in Aachen vorbereitet.

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Hofmann ist eine ziemliche Kante. 1,94 Meter groß, durchsetzungsstark. Eine Marke Stürmer, von der man fast glauben konnte, sie sei in Deutschland ausgestorben. „Kopfball-Ungeheuer“ nannte man die Männer, die wie Hrubesch niemanden in einer Telefonzelle schwindelig spielten, sondern lieber gleich die Telefonzelle aufs Tor köpften. So formulierte es mal die Süddeutsche Zeitung mit dem bangen Blick auf die Nationalmannschaft und dem großen ängstigenden Nichts hinter den derzeitigen Stürmern Miroslav Klose und Mario Gomez.

Hrubesch hält Hofmann für einen potenziellen Erben. Und nicht nur er gerät ins Schwärmen.

Hofmann kehrt nach Schalke zurück

„Er ist einfach ein Knipser“, sagt Horst Heldt, „einer, der im Strafraum lauert, der nicht viele Kontakte und viele Chancen braucht. Das haben wir schon längst erkannt.“ Im A-Jugend-Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den FC Bayern München war Hofmann kaum zu sehen. 60, 70 Minuten lang. Dann, ein Ball, ein Moment, ein Schuss und der entscheidende Treffer. „Das ist seine Art“, sagt Heldt. Er sagt es beeindruckt.

Schalke lässt Hofmann immer wieder in seinen Spielen begutachten wie einen dicken Klunker, der sich gerade den ersten Feinschliff im Profigeschäft abholt.

Es sieht so aus, als habe dieser junge Mann eine glänzende Zukunft vor sich. „Philipp wird definitiv nach dem Jahr zurückkommen“, sagt Heldt: „Ich glaube, dass der eine Perspektive hat, weil...“ . Horst Heldt macht eine Pause, um Worte zu suchen, die er nicht findet. Dann sagt er: „Das hat man oder das hat man nicht.“ Philipp Hofmann hat es, dieses gewisse Etwas. „Er ist jung, er muss noch viel lernen, aber wenn er sich so weiter entwickelt, dann kann er eine große Karriere machen“, sagt Heldt.

Daniel Berg

Kommentare
09.10.2012
14:54
Paderborns Hofmann auf Kloses Spuren
von HeinzC37 | #8

ich habe ihn schon 2 mal in der U19 gesehen u.a. im Finale um die deutche Meisterschaft gegen die Bayern und muss sagen, da wächst ein riesengroßes...
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Paderborns Hofmann auf Kloses Spuren
Paderborns Hofmann auf Kloses Spuren
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2012-10-08 20:57
Philipp Hofmann, SC Paderborn, FC Schalke 04, Schalke, S04, Horst Hrubesch, Horst Heldt, Wenholthausen
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