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Motivationsvideos werden Schalke auf Dauer nicht helfen

18.09.2014 | 18:13 Uhr

Essen.  Fehlstart in der Bundesliga, Traumstart in der Champions League: Der FC Schalke 04 gibt Rätsel auf. Trainer Jens Keller konnte zur Aufklärung lediglich mit einem Motivations-Video vor dem Chelsea-Spiel beitragen. Doch das wird auf die Dauer zu wenig sein. Ein Kommentar.

Werde einer aus diesen Schalkern schlau. Nach dem leblosen Auftritt in Mönchengladbach noch beinahe totgesagt, entpuppen sie sich in Chelsea als quicklebendige Truppe mit jenen Tugenden, die der Fan von Profis erwarten darf: Engagement und Leidenschaft. Wie passt das zusammen?

Aus dem mehr als achtbaren 1:1 beim englischen Tabellenführer zu folgern, Mannschaft und Trainer hätten es ihren Kritikern mal so richtig gezeigt, wäre falsch. Richtig ist vielmehr, dass die Leistung am Mittwochabend eher den Eindruck verstärkt hat, dass innerhalb des breit aufgestellten S04-Kaders, der – Achtung Wortspiel! – nicht umsonst der (nach den Bayern) zweitteuerste der Liga ist, etwas nicht stimmen kann.

Kaum jemand auf Schalke glaubt an Signalwirkung des Chelsea-Spiels

Sportvorstand Horst Heldt musste denn auch in London einräumen, bisher weder vom Trainer noch von den Spielern eine überzeugende Antwort auf die Frage nach den Gründen für die enormen Leistungsschwankungen bekommen zu haben. Dass die Verletzungsmisere nur bedingt als Erklärung taugt, hat sich in Chelsea gezeigt. Nebenbei: Wer Jens Keller, dessen Nehmerqualitäten oft genug gewürdigt worden sind, hinter der zum wiederholten Mal erfolgten Trotzreaktion der Mannschaft vermutet, darf im Umkehrschluss nicht die Verantwortung des Trainers für die vorangegangen schwachen Leistungen ausblenden. Hat er da womöglich die falschen Motivationsvideos gezeigt?

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Aber im Ernst: Solange es beim Rhythmus „heute hui, morgen pfui“ bleibt, wird Keller auf Schalke nicht aus der Schusslinie geraten. Dafür die Medien verantwortlich zu machen, wäre zu billig. Spiegeln diese doch in der Regel lediglich die Stimmung wider, die im Umfeld eines Vereins herrscht. Bezeichnend, dass es kaum jemanden im königsblauen Lager gibt, der sich einer Signalwirkung des Chelsea-Spiels für das kommende Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt sicher ist, sprich: auf einen verheißungsvollen Neustart wetten würde.

Schalke jubelt nach Huntelaar-Tor

Reinhard Schüssler

Kommentare
19.09.2014
17:58
Heldt lobte (…) Keller für seinen Motivationstrick.
von mussawassa | #9

… Film über den Iron Man (…) gezeigt.

Hat Heldt aus seinem Urlaub Blendgranaten als Souvenir mitgebracht?

17.08.2014 Am Sonntagmittag flog Schalke...
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Motivationsvideos werden Schalke auf Dauer nicht helfen
Motivationsvideos werden Schalke auf Dauer nicht helfen
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2014-09-18 18:13
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