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Mit Szalai will Schalke Konkurrenz und Rotation

27.06.2013 | 19:24 Uhr

Gelsenkirchen.   Die Verpflichtung von Torjäger Adam Szalai von Mainz 05 ist für Schalke 04 so etwas wie die Aufarbeitung der vergangenen Saison: Künftig will Schalke mehr Konkurrenzkampf, Rotation und auch Leidenschaft. Dafür soll Szalai stehen.

Fit dürfte der Bursche ja wohl sein. Am Sonntag absolvierte Adam Szalai bei seinem bisherigen Klub Mainz 05 noch den Medizincheck, dem sich jeder Profi vor dem Start in die Saison unterziehen muss – am Donnerstag ließ er die gleiche Prozedur bei Schalke noch einmal über sich ergehen. Vielleicht war der kräftige Stürmer da noch ein wenig unausgeschlafen, weil er am Vorabend erst sehr spät in Gelsenkirchen eingetroffen war: Nachdem Schalkes Manager Horst Heldt mit seinem Mainzer Kollegen Christian Heidel grundsätzliche Einigung über den Wechsel erzielt hatte. Das endgültige Okay bekam Heldt sogar erst am Donnerstagvormittag, und danach sagte er den bedeutungsschweren Satz: „Mit Adam können wir den nächsten Schritt machen.“

Schalke-Trainer Keller hebt „die gute Torquote“ hervor

Der Transfer, den sich Schalke eine Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro kosten lässt, verkörpert so etwas wie die Aufarbeitung der vergangenen Saison. Damals hatte Schalke feststellen müssen, dass es der Mannschaft an Qualität und wohl auch an Leidenschaft fehlte, um mit konstanten Leistungen näher an die Spitze heranzukommen. Szalai, bei dem Trainer Jens Keller „die gute Torquote“ hervorhebt und den Heldt als „gierig“ beschreibt, soll diese Tugenden verkörpern und mit nach Schalke bringen. Dass sich der Innenstürmer dabei womöglich mit Platzhirsch Klaas-Jan Huntelaar in die Quere kommt, liegt zwar auf der Hand – wird von Schalke aber ausdrücklich in Kauf genommen. Der Hinweis, dass bei Bayern im Vorjahr auch ein Mario Gomez seine Bank-Rolle akzeptiert habe, zeigt, wo es hingehen soll: Konkurrenzkampf und Rotation auf höchstem Niveau.

Jens Keller sagt es so: „In der letzten Saison wäre ich froh gewesen, wenn ich auch mal hätte rotieren können.“ Zuvorderst geht es aber darum, besser auf mögliche Verletzungen oder Formkrisen von Huntelaar vorbereitet zu sein. „Als Klaas-Jan im Vorjahr ausgefallen ist“, sagt Heldt, „konnten wir das nicht auffangen.“

Vertrag bis 2017 für Adam Szalai

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Schalke glänzt mit klugen Transfers und solider Kaderplanung

Mit der Verpflichtung von Adam Szalai ist Schalke ein wegweisender Transfer geglückt. Die Personalpolitik von Manager Horst Heldt ist in diesem Sommer stimmig und durchdacht. Ein Kommentar:

Szalai, der einen Vertrag bis 2017 erhielt, soll heute (19 Uhr) beim Spiel in Kleve gegen eine Amateur-Auswahl schon dabei sein. Dagegen befindet sich der Noch-Bochumer Leon Goretzka weiter in der Warteschleife, da auch die Vermittlung der DFL bisher noch keine Lösung im Transferstreit ergab. Schalke ist sich jedoch sicher, dass sowohl Goretzka wie auch Fulhams Rechtsverteidiger Sascha Riether über kurz oder lang dazu stoßen werden, so dass Trainer Keller schon mal urteilt: „Wir haben uns sehr, sehr gut verstärkt und den Kader optimal ergänzt – ich bin sehr zufrieden.“ Kann er wohl auch sein.

Zumal er ab sofort einen Mann an seiner Seite weiß, den viele sogar als „Königstransfer“ bezeichnen: Co-Trainer Peter Hermann, der zuletzt bei den Bayern Assistent von Jupp Heynckes war und als überragender Fachmann gilt. Keller jedenfalls urteilt über seinen neuen „Co“ ganz trocken: „Er bringt eine wahnsinnige Erfahrung mit. Mit Bayern hat er das Triple geholt – mir würde reichen, wenn er hier das Double holt.“

Wenn’s mehr nicht ist...

Trainingsauftakt bei den Knappen

 

Manfred Hendriock



Kommentare
28.06.2013
16:08
Szalai
von renibert | #2

..ist ein sehr guter Spieler, den ich mir auch beim BvB hätte vorstellen können.
Gratulation zur Verpflichtung, mit ihm werden die Chancen größer, die Qualifkation zur CL zu schaffen. Der Preis ist angemessen und wer einen Spieler von "Tuchel" holt, der kann davon ausgehen, dass er bestens ausgebildet ist.

28.06.2013
09:12
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Name von Moderation entfernt | #1

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