Matip und Höger fiebern Schalke-Spiel in Gladbach entgegen
07.02.2012 | 17:08 Uhr 2012-02-07T17:08:00+0100
Gelsenkirchen. Die Schalker Joel Matip und Marco Höger freuen sich inzwischen auf die Auswärtspartie am Samstag bei Borussia Mönchengladbach. Am Mittwoch legen Höger und Matip erst einmal die Beine und schauen sich das DFB-Pokalspiel der Gladbacher bei Hertha BSC Berlin an.
Als am Dienstagvormittag zu Trainingsbeginn das Thermometer noch immer minus zehn Grad anzeigte, zog auch Huub Stevens wärmere Gefilde vor: Der Schalke-Trainer verlegte die Vormittagsschicht des Doppel-Trainingstages kurzerhand in die Sporthalle. Ohne Superstar Raúl im übrigen, der Spanier, der sich am Samstag gegen Mainz nach 75 Minuten vorsorglich auswechseln ließ, weil es wieder in der Wade zwickte, fehlte diesmal aber wegen einer Magenverstimmung.
Aber auch den übrigen Akteuren lag diese unerwartete Punkteteilung übers ganze Wochenende noch schwer im Magen. „Es ist natürlich schade, dass wir auf den BVB zwei Punkte verloren haben, zum Glück haben Gladbach und Bayern ja auch nur Unentschieden gespielt“, verriet Marco Höger damit indirekt, wohin bei ihm die Blickrichtung geht, denn Konkurrenten um die europäischen Plätze wie Leverkusen und Bremen (ebenfalls sieglos) erwähnte er nur in einem Nebensatz.
Auch aus dem neuerlichen Rückstand zog der Mittelfeldmann, der auch mal rechts hinten aushelfen kann, wenn Not am Verteidiger ist, noch etwas Positives: „Ich habe irgendwo gelesen, dass wir in dieser Saison nach einem 0:1 immerhin noch 13 oder 14 Punkte geholt haben, das spricht natürlich auch für eine gewisse Qualität.“ Eine, die natürlich nicht verfeinert werden soll, lieber ginge man selbst in Führung.
45-minütige Anlaufzeit ist Matip ein Rätsel
Ciprian Marica traf in Köln zweimal und durfte deshalb auch gegen Mainz 05 beginnen. Doch nach schwachen 45 Minuten wurde der Bulgare zur Pause ausgewechselt. Auch sein Sturmpartner Klaas-Jan Huntelaar blieb 1:1 am 20. Bundesliga-Spieltag blass. Die Königsblauen in der Einzelkritik.
Warum die Mannschaft wie schon in Köln wieder eine 45-minütige Anlaufzeit benötigte, das ist auch Mannschaftskollege Joel Matip ein Rätsel: „Ganz ehrlich, wenn wir das wüssten, würden wir es sofort abstellen, aber so einfach ist das nicht.“ Auch der Sechser, in den letzten Wochen die Zuverlässigkeit in Person und längst eine feste Größe im Stevensschen Abwehrverbund, ließ sich zu Beginn von der allgemeinen Unsicherheit ein bisschen anstecken, ehe er nach dem Wechsel wieder die Lücken im Mittelfeld zulief. Glück auch für Schalke, dass Kamerun dieses Mal die Endrunde beim Afrika-Cup verpasste, sonst wäre Matip, der letzten Monat seinen Vertrag bis 2016 verlängerte, zur Zeit gar nicht mit von der Partie.
Natürlich fiebern beide schon dem Spiel am Wochenende gegen Konkurrent Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) entgegen. „Das wird ein entscheidendes Spiel in Mönchengladbach, danach wissen wir, wohin die Reise geht“, mutmaßt Matip. Und Kollege Höger sieht da im Vergleich zum Pokaltreff im Dezember noch erhebliches Steigerungspotenzial: „Da haben wir als Mannschaft nicht gut funktioniert, egal, ob Defensive oder Offensive. Die Gladbacher sind zu Hause eine starke Macht, aber auch wir haben auswärts unsere Punkte geholt.“
Gladbach ist in Berlin gefordert
Am Mittwoch werden erst einmal die Beine hochgelegt und Pokal geschaut, während Gladbach bei der Berliner Hertha (Mittwoch, 19 Uhr, live im DerWesten-Ticker) gefordert wird. Höger und Matip hätten gegen eine Verlängerung nichts einzuwenden.

15:25
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Schalker das kommende Spiel nich twieder vertrödeln. Gegen Gladbach sollte es schon Vollgas - Fussball werden. Sonst wird auch diese Aufgabe eine ganz schwere Nummer werden.
10:07
Das die Mannschaft diesmal die erste Halbzeit brauchte um sich zu finde war sicherlich dem geänderten System geschuldet. Generell ist die erste Halbzeit nicht unser Ding. Gegen Gladbach müssen 90 ganz starke Minuten ran, so wie die halbe Stunde im Pokal. Das dann mit 11 Mann und ich mach mir keine Sorgen, dass wir etwas zählbares mitnehmen.