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Magath und Heynckes in Not

19.02.2012 | 21:33 Uhr
Magath und Heynckes in Not
Hat sich den Spott nach dem 0:4 bei seinem Ex-Klub Schalke 04 selbst zuzuschreiben: Felix Magath. Foto: Getty

Essen.Ja, haben die Fans, von denen er sich schon in seinen Schalker Zeiten missverstanden fühlte, denn immer noch nichts kapiert? Statt Felix Magath – vor lauter Dankbarkeit für seine angeblich so tolle Hinterlassenschaft – mit Sprechchören zu feiern, ließen sie doch glatt Huub Stevens hochleben.

Als sich der Wolfsburger Coach nach dem 0:4-Desaster der süffisanten Frage stellen musste, wie hoch er seinen Anteil am Erfolg der Königsblauen einstufe, schaute er ungerührt in seinen obligatorischen Tee. Den Spott, der ihm bei seiner Rückkehr nach Schalke entgegenschlug, hatte sich Magath selbst zuzuschreiben, indem er den Hauptanteil am aktuellen Höhenflug von S04 für sich reklamiert hatte. Es war, nebenbei, ein billiges Ablenkungsmanöver von seinen Problemen in Wolfsburg. Dort scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis darüber breit diskutiert wird, wie Magath die VW-Millionen verschleudert.

Diskrepanz ist allenfalls in München vergleichbar groß

Einzelkritik
Raúl war der Mittelpunkt des Schalker Spiels

Schalke besiegte den VfL Wolfsburg mit 4:0 – dank einer furiosen Leistung der Offensivabteilung. Die Königsblauen hätten noch wesentlich höher gewinnen können – vor allem, wenn Klaas-Jan Huntelaar alle Chancen genutzt hätte. Deshalb gibt’s für ihn in unserer Einzelkritik „nur“ die 2,5.

Die Diskrepanz zwischen finanziellem Aufwand und Ertrag ist in der Bundesliga derzeit allenfalls noch in München vergleichbar groß. Vor dem Saisonstart und bis weit in die Vorrunde hinein noch von keinen Selbstzweifeln geplagt, macht sich bei den Bayern plötzlich die große Verunsicherung breit. Dazu passt, dass sie ihren Ärger und ihre Enttäuschung auf Nebenschauplätzen (Schiedsrichter-Diskussion) abzuarbeiten versuchen.

Lasse sich niemand von der viel beschworenen Männerfreundschaft zwischen Uli Hoeneß und Trainer Jupp Heynckes täuschen. Die Erfahrung lehrt, dass sie in München kein Pardon kennen, wenn sie ihre Saisonziele gefährdet sehen. Christian Nerlinger gilt zwar nur als schwache „Hoeneß-light“-Version eines Managers – aber wenn er jetzt den Trainer gefordert sieht, hören wir die Stimme seines Herrn. Kein gutes Zeichen für Heynckes.

Reinhard Schüssler

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Kommentare
21.02.2012
07:31
Magath und Heynckes in Not
von ResidentEvil | #1

Also, erstmal...Druck hat magath in Wolfsburg mit Sicherheit nicht. Dort laesst man ihn einfach machen.

Und der Heynckes wird auch nicht so schnell in Bedraengnis kommen, aufgrund der maennerfreundschaft zu Hoeness. Hoeness sagt doch heute noch, dass es einer seiner groessten Fehler war, damsl den Jupp zu feuern....

Unter Heynckes steht wohl die bayern Abwehr besser, aber spielerisch, in der Offensive, wurde es von Spiel zu Spiel schlechter... Sind die Aussen zugestellt und die Innenverteidigung pennt nicht, faellt den Bayern nichts mehr ein.
Ich hoffe, dass die Schalker Abwehr sich enorm steigert, um die Bayern vor Probleme zu stellen. Dann irgendwie einen Konter fahren und dort 1-0 gewinnen....
Koennte sein, dass fuer bayern am Sonntag der Traum aus ist....

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