Magath auf Schalke rat- und fassungslos
20.09.2010 | 16:57 Uhr 2010-09-20T16:57:00+0200
Gelsenkirchen.„Wir müssen die Verunsicherung rauskriegen“, sagte Felix Magath nach dem 1:3 gegen Dortmund. Die Worte des Schalker Trainers sind zwar nicht falsch, liefern aber auch keine Erklärungen.
Zitate gibt es von Felix Magath, dem Trainer von Schalke 04, nach der vierten Niederlage im vierten Bundesliga-Saisonspiel unzählige. „Wir müssen die Verunsicherung rauskriegen“, um nur ein Beispiel zu nennen. Diese Worte des 57-Jährigen sind sicher nicht falsch, sie verraten aber, dass der Meister-Trainer des VfL Wolfsburg ratlos ist, dass er keinen Plan (mehr) hat, Qualität in seine neue Mannschaft zu bekommen. Seine Worte erklären nichts. Überhaupt nichts. Felix Ratlos.
Nach dem schlechtesten Bundesliga-Start der Schalker Vereinsgeschichte, über den am Montagabend nach WAZ-Informationen auch Clemens Tönnies, der Chef des Aufsichtsrates, mit seinem Trainer und Manager reden wollte, hat es auf den Rängen in der Veltins-Arena keine Magath-raus-Rufe gegeben. „Dass man jetzt den Trainer loswerden will, ist noch nicht so“, sagt Rolf Rojek, der Boss des Schalker Fanclub-Verbandes, den Felix Magath als Fan-Beauftragten bekanntlich entmachtet hat. Noch scheinen die Anhänger der Königsblauen dankbar zu sein – dankbar für die tolle Saison 2009/10. So sind sie nicht aggressiv, sondern sie sind sehr bestürzt. Fassungslos und total erschüttert über das, was ihre Fußball-Lieblinge auf dem grünen Rasen zeigen beziehungsweise nicht zeigen.
Diese sportliche Situation ist so brisant, dass im Moment auch gar nicht mehr darüber gesprochen wird, dass Manuel Neuer schon am Ende der Saison seine Heimatstadt verlassen könnte, obwohl er einen Vertrag bis 2012 hat. Mit einer Ausstiegsklausel, falls sich der FC Schalke 04 nicht für den Europapokal qualifizieren wird? Aus München war am Montag mal wieder zu hören, dass sich der Nationaltorwart mit dem FC Bayern längst einig sei und dort die Nachfolge Jörg Butts antreten werde, dessen Vertrag beim Deutschen Meister 2011 auslaufen wird.
Zukunftsmusik
Zurzeit gibt es im Schalker Fußball nicht einmal leise Töne, so schlecht war die Vorstellung beim 1:3 gegen Dortmund. Und wieder einmal wurde das Problem deutlich, zu dem Trainer Felix Magath diese Mannschaft gezwungen hat und das Stürmer Klaas-Jan Huntelaar so formuliert. „Wir spielen zu viele lange Bälle, die Löcher sind zu groß“, sagte der 27-Jährige. „Der Abstand zwischen den Mannschaftsteilen ist zu groß.“ Deutlicher kann der Niederländer den Spanier José Manuel Jurado doch gar nicht fordern, oder?
Wie geht es nun weiter am Mittwoch in Freiburg, am Samstag gegen Mönchengladbach und am darauffolgenden Mittwoch in der Champions League gegen Lissabon? Fehlt dem FC Schalke 04 vielleicht sogar ein Quäntchen Glück? Vom Kapitän gab es ein klares Nein. „Glück muss man sich auch erarbeiten“, sagte Manuel Neuer nach der Revierderby-Pleite. „Aber da kam einfach zu wenig von uns.“ Und selbst ein 19-Jähriger hat was zu moppern. „Wie soll man sich einspielen, wenn jedes Mal eine andere Abwehr aufläuft?“, fragte Kameruns Nationaspieler Joel Matip, der am Mittwoch, weil Nicolas Plestan gesperrt ist und Christoph Metzelder wohl noch verletzt sein wird, zusammen mit Benedikt Höwedes die Innenverteidigung bilden könnte.
Und davor als Doppel-Sechs? Das Sonntag-Duo Ivan Rakitic/Peer Kluge taugt in diesen Tagen nichts. Jermaine Jones könnte zurückkehren. Wäre er dann nicht schon in Freiburg, hätte Felix Magath ja am Dienstagabend mal im Stadion am Zoo vorbeischauen können. Dort spielt Schalkes Regionalliga-Team beim Wuppertaler SV Borussia – wahrscheinlich wieder mit einer starken Doppel-Sechs: Albert Streit und Danny Latza.

11:21
@#120 lightmyfire
Ich weiß nicht, ob Du das hier noch liest. Ist im Grunde auch egal denn es ist ja alles gesagt. Ich möchte nur sagen, das mit mein Herz nach unserem gestrigen Sieg wie es bei Herbert Grönemeyer heisst vor Freude in die Arme gefallen ist! Erleichterung pur.
Viele Grüße an Dich!
PRO Revierfußball!
Glück auf!
19:39
# 119 heidimaus
Hallo und guten Abend,
Die Schalker Befindlichkeiten sind deren Stärke und Schwächen zugleich und wenn es bei Schalke nicht so läuft wie gedacht oder gar erträumt, dann wird gerne darauf herumgedroschen, dass die Heide wackelt. So gar angebliche Rechtschreibfehler wie ich lesen durfte werden kritisiert. Du schriebst mal Louis Holtby anstatt Lewis Holtby. Kein richtiger Fehler, weil es ein Name ist. Die Hauptsache ist doch wer gemeint ist. Lächerliche Kritik. Viele lassen das Gefühl für das Verstehen und Verständnis vermissen.
So und jetzt schaue ich Fussball und viele Grüße an Dich zurück und möge heute abend Dein Herz vor Freude springen, wenn Schalke siegt.
18:44
@#114 lightmyfire
Hallo und guten Abend,
Du kennst die Schalker Befindlichkeiten sehr gut. Alles richtig beschrieben. Ich werde mich aber demnächst vor Blindheit zu schützen wissen.:)
Danke für den Kommentar und viele Grüße an Dich.
15:26
@ Euzel42, moinmoin,
geh´ doch ´mal auf Ribéry fällt mindestens...
Horri - DO
13:05
@98 Klaus S.
Noch so einer. Du passt gut zu den Blauen.
Auch der HSV hat schon seit gefühlten 50 Jahren nix mehr gewonnen.
He he, aber bleib cool.
Nächstes Jahr kommt der Magath zu Euch und der reiche Onkel (Herr Kühne) plündert seine dicke Sparbüchse für Ihn.
So Mittagspause zu Ende.
moin nach Hamburch
12:24
@98 Klaus S
Weißt Du, wenn ich Deinen Satz: „Daraus jedoch abzuleiten, man müsse ja den Ball flach halten, ist nicht akzeptabel“, schon lese, dann gehen meine Augenbrauen gleich wieder etwas höher. Und ich sage Dir auch warum:
Ich finde es nämlich nicht richtig und daher auch völlig unangebracht, wenn sich ein HSV- Fan anmaßt, hier in den Schalker Untiefen herum zu mäkeln und zu kritisieren. Deine Meinungsfreiheit soll Dir ja unbelassen bleiben und die gestehe ich Jedem zu.
Aber ich bin schon der Meinung, dass es sich nicht gehört, über andere Vereine und Trainer zu urteilen, wenn man in seinem eigenen Laden noch genug zu tun hat. Gerade der HSV ist ein Musterbeispiel für Schönrederei, Selbstüberschätzung, Mutlosigkeit und das Herabspielen von Tatsachen. Da ist weder eine klare und dauerhafte Linie zu erkennen, noch eine vernünftige Vereinsführung und einen langfristigen Plan gibt es auch nicht. Mal ganz abgesehen davon, hat keine andere Mannschaft in den letzten Jahren so viele Trainer verbraten, wie die Hamburger.
All das reicht ja schon, zuerst mal eine annähernde Kontinuität in den eigenen Reihen zu schaffen, sich zu beweisen und dann auch noch zu behaupten.
Wenn der HSV dann seine Hausaufgaben langfristig gemacht hat und auch nur annähernd wieder zu seinem alten Ruf zurück findet, dann kannst Du gerne auch mal in den Interna von anderen Vereinen herum spökern und mal ganz leise anklopfen.
Und das ist lediglich meine Meinung!
11:44
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10:36
Schalker Fans leben immer im Zustand des Verliebtseins zu ihrem Verein. Wer den Zustand des Verliebtseins kennt, weiss wie empfindlich und verletztlich man sein kann. Liebe macht blind. Aber gerade das macht einen Schalker Fan gerade so liebenswürdig.
10:00
MAGATH RAUS !!!
Spätestens nach der Klatsche heute Abend bei den Breisgau-Brasilianern.
Ich habe 3-1 für Freiburg getippt.
1-0, 2-0, 3-0 Pape Cisse 45, 48, 90 min
3-1 Pape Cisse (Eigentor) 90 min 2
09:27
Wenn Schalke nicht in Aktionismus (Trainerentlassung etc.) verfällt dann ist es rat- und fassungslos.
Wenn in Bremen genaus das gleiche passiert, dann wird Werder das als Ruhe bewahren, Seriösität etc. ausgelegt.
Auc wenn es nicht dem journalistischen Zeitgeist (Schalke-Bashing überal) entschpricht: Ich finde es schon beeindruckend wie ruhig auf Schalke mit der jetzigen sportlichen Situation umgegangen wird, indem man (Aufsichtsrat, Fans) Magath weiterhin vertraut und nicht in Aktionuismus verfällt.