Liebesentzug durch Schalke-Manager Horst Heldt
05.02.2012 | 18:31 Uhr 2012-02-05T18:31:00+0100
Gelsenkirchen. Schalkes Manager Horst Heldt ärgerte sich über frühe Pfiffe und viel Hektik beim enttäuschenden 1:1 gegen den Außenseiter FSV Mainz 05. Aber Trainer Huub Stevens sieht einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. "Auch wenn das nicht jeder sah", fügte Stevens hinzu.
Man kann durchaus feststellen, dass sich Manager Horst Heldt und der Verein Schalke 04 wechselseitig sympathisch finden. Nach dem enttäuschenden 1:1 (0:1) gegen Mainz 05 , nach dem Selbstversuch in der größten geschlossenen Kältekammer Europas, war die Stimmung auch im muckelig warmen Presseraum der Arena äußerst frostig. Horst Heldt war auf Liebesentzug . Ihm war wichtig, dass einige Dinge festgehalten wurden: „Beim ersten Fehlpass kamen gleich Hektik und Pfiffe auf den Rängen auf, das möchte ich nicht. Man kann zwar alles durch die blau-weiße Brille sehen, träumen ist gut und schön, aber wichtig ist die eigene Selbst-Einschätzung. Wer geglaubt hat, dass wir durch die Liga fliegen, der verkennt die Liga“, schrieb er den Fans ins Vereinsbuch.
Blitzschnelle Mainzer Konter
Die hatten sich nicht nur wegen der Kälte vor der Partie die Hände gerieben: Schalke verkündete im Aufstellungsbogen die geballte Offensivmacht , im Prinzip war außer Torhüter Unnerstall keiner mehr auf dem Platz, der seine dringlichste Aufgabe in der Verteidigung sah. Irgendwie musste sich Mainz-Trainer Thomas Tuchel bei dieser Formation ins Fäustchen gelacht haben. Der ließ zwei Viererketten in der eigenen Hälfte aufziehen, aus denen die Gäste bei Ballbesitz blitzschnell ihre Konter fuhren. Dass ausgerechnet Mohamed Zidan , der spielte, als sei er nie aus Mainz weg gewesen, dabei die verdiente Gästeführung nach 15 Minuten besorgte, rückte ihn in die Nähe eines Trojanischen Pferdes und machte das Dortmunder Wochenende aus BVB-Sicht erst so richtig rund. Irgendwie ahnte man, dass Trainer Jürgen Klopp in diesem Moment am Fernseher sein breitestes Grinsen aufsetzte.
Ciprian Marica traf in Köln zweimal und durfte deshalb auch gegen Mainz 05 beginnen. Doch nach schwachen 45 Minuten wurde der Bulgare zur Pause ausgewechselt. Auch sein Sturmpartner Klaas-Jan Huntelaar blieb 1:1 am 20. Bundesliga-Spieltag blass. Die Königsblauen in der Einzelkritik.
Dabei wäre den Schalkern dieses Negativ-Erlebnis um ein Haar erspart geblieben. Tuchel berichtete, Zidan habe in der Nacht vor dem Spiel kaum geschlafen und sich mehrmals übergeben müssen. „Aber die Spieler haben mich beruhigt und gesagt, das macht nichts, das kennen wir von ihm“, so der Mainz-Coach, der damit alles richtig machte.
Sein Pendant hatte zur Pause jedenfalls nicht das Gefühl, sondern sah sich zu Korrekturen gezwungen: Mit Jefferson Farfan und auch mit Jose Manuel Jurado für den restlos enttäuschenden Ciprian Marica und für den glücklosen Julian Draxler kam nach der Pause endlich mehr Schwung in die zu statisch wirkende Angriffsreihe.
Stevens holte Altmeister Raúl vom Feld
Und es wurde noch stiller im Stadion – vereinzelt wurden auch Pfiffe laut – als eine Viertelstunde vor Schluss auch noch Altmeister Raúl vom Feld geholt wurde, ein Akt von Majestätsbeleidigung? Mitnichten. „Er hat angegeben, dass er ausgewechselt werden wolle, weil er wieder seine Wade gespürt hat, deshalb hab ich ihn runtergenommen“, beschwichtigte Trainer Huub Stevens. Den Schwung aus dem Spiel konnte er damit nicht mehr nehmen, der war bereits zehn Minuten nach dem pfiffigen Ausgleich durch Chinedu Obasi (59.) wieder zum Erliegen gekommen.
„Wir haben wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, auch wenn das nicht jeder gesehen hat“, meinte Stevens danach fast trotzig. Nein, die meisten jedenfalls nicht.

09:04
Ja ok,,so wie du es jetzt darstellst kann ich es verstehen.Du hast im großen nd ganzen schon recht.Aber Mythos haben wir diesmal net angesungen das weiss ich 100%ig;)
Gibts nur wenn die Mannschaft gewinnt,bzw nicht so eine erschreckende erste Hälfte Spielt,,aber ne ok,damit relativiert sich die aussage von vorher von dir wieder,und ich gebe dir zum Teil sogar Recht.
05:18
#11 EinmalS04immerS04
Ich habe mich wohl etwas bloede ausgedrueckt. Ich habe gar nichts gegen die Ultras. Die bewegen auch viel. was mich aber stoert ist ein Typ, der 90 Minuten mit dem Ruecken zum Spielfeld steht, mit ner Fluestertuete in der Hand und die Lieder anstimmt. Da werden 3-4 Lieder immer wieder angestimmt, egal was aufm Rasen passiert. Es ist doch so: 90 Minuten hoert man folgende Lieder:
Vorwaerts FC Schalke, schiesst ein Tor fuer uns.
Auf gehts Schalke schiesst ein Tor.....
Der Mythos vom Schalker Markt
FC Schalke ole FC Schalke oleeee...
Blau und weiss ein leben lang
Vielleicht habe ich noch ein, zwei Lieder vergessen... Sind ja auch gut, diese Lieder, aber ich meine...manchmal waere ein lautstarkes Schalke Schalke Schalke eben besser fuer die Spieler.
Ich war schon damals in der 2. Liga auf Schalke und wenn da gekrampft wurde und wir mal wieder zurueck lagen, wurde zur Halbzeit gepfiffen...bei Wiederanpfiff haben aber alle, auch die Tribuene Schalke Schalke gerufen und bei gewonnenen Zweikaempfen gejubelt...man merkte dann, wie auf einmal ein Rueck durch die Mannschaft ging. Einmal, als wir unser Heimspiel gegen Fortuna Koeln in hannover austragen mussten, lagen wir zur halbzeit 0-2 und spaeter 1-3 zurueck. Alle ca. 12.000 Schalke Fans fingen an, 30 Minuten ununterbrochen Schalke Schalke zu rufen...die Mannschaft steigerte sich, es wurde ein 3-3 geholt.
Und das geschah ohne vorherige Absprache oder einen Vorsinger...
Nochmal, ich lasse nichts auf die Ultras kommen....
21:05
Held ist nun mal kein Fan des Vereins, sondern ein gut bezahlter Angestellter. Eigentlich sollte es ihm egal sein... aber er sieht hier einen Bildungsauftrag für diesen geschundenen Ort.
15:21
Es ist die übliche Stimmungsmache. Da gibt es irgendwann bei 60000 Zuschauern ein Raunen und drei Pfiffe (zwei davon aus dem Mainzer Block), Horst Heldt wird falsch, bzw. unvollständig zitiert, und schon ergibt sich die Möglichkeit Schlagzeilen und damit die Schalker Fans insgesamt allgemein schlecht zu machen.
Man stelle sich mal vor die gleichen Maßstäbe würden bei den BVB-Fans angelegt, wo das Publikum inzwischen viel satter, erfolgsverwöhnter und auch viel schneller pfeift und wo man sogar beim (verdieneten) Derby-Heimsieg ausschließlich die Schalker Fans gehört hat.
Es ist nun mal so, ich war beim Spiel und habe es anders empfunden und die Schlagzeilen hier bekräftigen mich in meiner Meinung, dass es hier nur um einseitige Stimmungsmache geht, und nicht mehr um Information. Apropos: Wer Neues zum Fall Subotic (also mal etwas Negatives über die Heile Dortmunder Fußballwelt) lesen will muss sich woanders als hier informieren...
09:41
Ich finde es ein Witzdas hier üer ultras gesprochen wird die angeblich nur 3-4 Lieder ansingen.seih froh das es solche Leute gibt denn sonnst währe es bei weitem nicht so Laut im Stadion,und du hättest noch mehr "Kunden" die sofort Pfeifen usw.
Ich kanns echt nicht fassen was ich da Lesen muss.
Bitte mal Nachdenken!
04:36
Ich finde aber auch, das gerade, wenn es auf dem Platz nicht laeuft, eher angefeuert werden sollte. Ein lautstarkes Schalke Schalke Schalke hilft dann auch mehr als irgendwelche Choreographien oder sich staendig 3-4 wiederholende Lieder. Und es sind doch immer nur 3-4 Lieder, die von den Ultras immer wieder angestimmt werden.
Pfeifen kann man, wenn der Schiri abpfeift, immer noch. Dabei ist egal, ob einer auf der Tribuene sitzt, oder in der Kurve steht, ob er bei allen Spielen oder nur ein einziges Mal im Stadion ist.
Pfiffe waehrend des Spiels verunsichern eine Mannschaft nur noch mehr....
22:01
in deiner harz 4 bezahlten bude ist pfeifen auch nicht erlaubt
17:57
Egal, wie man zu der Sache stellt: Die Überschrift stellt die Grundlagen in jeden Fall auf den Kopf.
Die Liebe entziehen können nur die Fans, die vor Horst Schalker waren und es auch noch sind, wenn er schon beim übernächsten Verein ist.
Als Manager ist Heldt nur ein Angestellter, wenn auch ein sehr wichtiger. Wenn er seinen Job sehr gut macht, wird er geliebt. Wenn nicht, gekündigt.
Der Bericht zeigt doch nur wieder einen Versuch dieser Jour.naille, künstlich Unruhe in den Verein zu bringen.
Mein ich gar nicht. Irgendwas müssen sie doch schreiben und "bad news" sind immer "good news". Das gilt auch für andere Vereine.
13:27
# 6 katerkarl
Fans pfeifen nicht? Was sind denn dann Fans für dich, nur Melkvieh , die sich alles gefallen lassen müssen? Natürlich hab ich als Fan das recht, zu pfeifen, wenn die Mannschaft jegliche Aggressivität vermissen lässt...wie soll ich denn Kritik sonst äussern?
09:33
es ist doch wie immer, bei bestimmten Spielen geben einige sog. Fans ihre Karten weiter an Kunden, die meinen ihren Senf abgeben zu müssen, wenn sie einmal die Arena besuchen können. Diese sind es dann auch, die glauben durch pfeifen irgendwelche Äußerungen tätigen zu müssen. Wie gesagt Kunden die mal da sind. Fans pfeiffen nicht.