Kuranyi und oder Edu
17.01.2010 | 12:55 Uhr 2010-01-17T12:55:00+0100
Gelsenkirchen. Kiebitze an den letzten Schalker Trainingstagen mussten öfters die Köpfe zusammenstecken, um in Diskussionen die winterlich vermummten Spieler auseinanderhalten zu können. Vor allem die neuen Spieler gaben mitunter schwere Rätsel auf.
Zwar versteckte auch Kevin Kuranyi seinen Kopf unter einer Pudelmütze, aber er ist natürlich hier ein alter Bekannter. Trotz vieler Meldungen, die ihn immer wieder mit einem Vereinswechsel in Verbindung brachten und bringen, scheint es so, dass der Torjäger den Schalkern zumindest bis zum Vertragsende im Sommer erhalten bleibt. Das in erster Linie, weil der 27-jährige Angreifer eigentlich gar nicht weg will. Weder jetzt, noch im Sommer. Und eigentlich würde auch der FC Schalke 04 gerne mit Kevin Kuranyi weitermachen.
Das Eigentlich ist eine Sache des Geldes. „Wir müssen nach wie vor richtig auf die Finanzen schauen”, sagte Felix Magath gegenüber der WAZ und schließt damit eigentlich eine Vertragsverlängerung aus. Aber das wieder auch nur eigentlich, denn bei einer Qualifikation für die Champions League wäre auch ein Kuranyi zu finanzieren, zumal der zum Thema Vertragsverlängerung sagt: „Abgeneigt wäre ich nicht.” Auch was die Gage betrifft, scheint Gesprächsbereitschaft zu bestehen. „Man kann über alles reden”, sagt Kuranyi zu diesem Thema.
Dass Schalke und Kuranyi weiter zusammenarbeiten, scheint möglich, ist aber offen. Wenn Schalke noch Geld mit seinem Stürmerstar verdienen will, dann muss der Verein Kuranyi eigentlich noch im Winter verkaufen, denn im Sommer kann er ablösefrei gehen. Für den Spieler ist das eine gute Ausgangslage und deshalb ist es verständlich, wenn Kuranyi immer wieder betont, dass er eigentlich kein Interesse hat, zum jetzigen Zeitpunkt zu wechseln.
Für den Fall, dass es bis zum 31. Januar, dem letzten Tag der Transferperiode, noch ein für beide Seiten lukratives Angebot geben sollte, an dem man nicht vorbeigehen kann, hat Felix Magath vorgesorgt. Er hat nicht von ungefähr durch die Transfers von Edu und den in einem seinen Augen hoch talentierten Bogdan Müller und Besart Ibraimi die Zahl der gelernten Stürmer auf acht vergrößert. Denn Jefferson Farfan, Halil Altintop, Vicente Sanchez und Gerald Asamoah sind ja zumindest im Moment auch noch da.
Jetzt steht das erste Spiel der Rückrunde an, das den Schalkern am Sonntag den 1. FC Nürnberg als Gegner zuführt. Zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt, denn noch ist auch das Spiel an der Transferbörse noch nicht beendet. Vereine die schlecht in die Rückrunde starten, können noch nachladen. Und deshalb ist auch in Schalke bis zum 31. Januar noch fast alles offen.
Die Frage, wer geht und wer kommt, ist also noch nicht endgültig beantwortet. Allerdings wird sich bei Schalkes Gegner 1. FC Nürnberg wohl nichts mehr tun. Der Club hat mit Dieter Hecking einen neuen Trainer und mit den Leihgaben Andreas Ottl und Breno vom FC Bayern München auch zwei neue Spieler. Abgegeben wurde Peer Kluge, und der spielt bekanntlich jetzt beim FC Schalke 04.

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